E-Bikes
Beim E-Bike entscheidet nicht die Motorleistung über deine Reichweite, sondern die Akkukapazität in Wattstunden – ein Detail, das dich später jeden Kilometer kostet.
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E-Bikes verglichen vom Drehmoment bis zur Zuladung
Die Wattzahl kannst du beim E-Bike-Vergleich fast ignorieren: Jedes Modell, das rechtlich als Fahrrad gilt, hat 250 Watt Nenndauerleistung — vom 1.200-Euro-Cityrad bis zum 6.000-Euro-Mountainbike. Der Wert, der die Modelle wirklich trennt, ist das Drehmoment. Es reicht von 40 Nm bei schlanken Stadtmotoren bis 85 Nm bei Antrieben für Lasten und Berge.
Was das konkret heißt: Mit 40 Nm kommst du in der Ebene und über kurze Rampen entspannt voran. Wer regelmäßig einen Kinderanhänger zieht, mit vollen Packtaschen fährt oder Steigungen über 10 % vor der Haustür hat, merkt den Unterschied zu 75 oder 85 Nm bei jedem Anstieg — der stärkere Motor hält die Trittfrequenz, wo der schwache dich in den kleinsten Gang zwingt.
Sensorik entscheidet, wie sich der Motor anfühlt
Zwei E-Bikes mit identischem Drehmoment können sich komplett unterschiedlich fahren. Der Grund ist der Sensor: Ein einfacher Trittfrequenzsensor registriert nur, dass du trittst, und schiebt dann mit voller Kraft an — spürbar als Ruck beim Anfahren an der Ampel. Ein Drehmomentsensor misst mehrfach pro Kurbelumdrehung, wie stark du aufs Pedal drückst, und dosiert die Unterstützung proportional dazu.
Unter etwa 1.500 Euro verbauen viele Hersteller nur den Trittfrequenzsensor. Beim Rangieren in der Tiefgarage oder beim Anfahren am Berg mit Anhänger wird das schnell unangenehm. Eine Probefahrt mit engem Wendemanöver zeigt den Unterschied in zwei Minuten.
Der Akku ist ein Verschleißteil mit Folgekosten
Ein 500-Wh-Akku schafft je nach Unterstützungsstufe 50 bis 100 km — die Herstellerangabe bezieht sich fast immer auf den Eco-Modus bei flacher Strecke. Fährst du überwiegend in der höchsten Stufe, halbiert sich die Reichweite realistisch. Für ein Pendel von 15 km pro Richtung reichen 400 Wh mit Puffer, für Tagestouren rechnest du besser mit 625 Wh oder mehr.
Nach 500 bis 1.000 Ladezyklen sinkt die Kapazität deutlich, ein Ersatzakku kostet 400 bis 800 Euro. Deshalb lohnt der Blick auf das Antriebssystem: Für Bosch- und Shimano-Akkus bekommst du auch nach acht Jahren Ersatz, bei No-Name-Systemen kleiner Importmarken ist die Versorgung oft schon nach drei Jahren unsicher.
Prüfe außerdem, ob sich der Akku entnehmen lässt. Steht das Rad im Hof oder in einer Garage ohne Steckdose, lädst du einen fest verbauten Akku nur mit Verlängerungskabel — im Alltag ein echtes Ärgernis.
Kette oder Riemen — der unterschätzte Kostenfaktor
Ein Mittelmotor leitet seine Kraft zusätzlich zu deiner durch den Antriebsstrang. Das verkürzt die Lebensdauer einer Kette von rund 5.000 auf 2.000 bis 3.000 km. Beim Vergleich lohnt deshalb der Blick auf die Antriebsart:
- Die Kettenschaltung bietet fein abgestufte Gänge und günstige Ersatzteile, verlangt aber regelmäßiges Ölen und häufigeren Kettenwechsel. Für sportliche Fahrer mit wechselndem Terrain bleibt sie trotzdem die präzisere Lösung.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Welche E-Bike-Akku-Kapazität passt zu deinem Fahrprofil?
Für kurze Strecken im Alltag reichen oft 400 bis 500 Wh, wenn du regelmäßig lädst. Für längere Touren oder mehr Höhenmeter sind 625 Wh oder mehr sinnvoll, weil du dann seltener nachladen musst. Achte auch auf den Ladeort: Ein entnehmbarer Akku ist praktischer, wenn du keine Steckdose am Fahrradstellplatz hast.
Worauf solltest du bei der Motorleistung eines E-Bikes achten?
Im Alltag ist nicht nur die Wattzahl wichtig, sondern vor allem das Drehmoment in Newtonmeter. Für Stadt und flache Strecken reichen oft 40 bis 50 Nm, für Berge oder schwerere Lasten sind 60 Nm und mehr angenehmer. Wenn du viel mit Gepäck fährst, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Abstimmung der Unterstützungsstufen.
Welche E-Bike-Bremsen sind für dein Gewicht und deine Strecke sinnvoll?
Für E-Bikes sind Scheibenbremsen meist die bessere Wahl, weil sie auch bei höherem Gewicht und Regen verlässlich verzögern. Hydraulische Bremsen bieten in der Regel mehr Dosierbarkeit als mechanische Varianten. Wenn du oft mit Gepäck, Kindersitz oder im Gebirge unterwegs bist, solltest du auf größere Bremsscheiben und einen stabilen Rahmen achten.
Was musst du beim E-Bike-Akku im Winter beachten?
Lade den Akku nicht direkt nach der Fahrt bei Kälte, sondern erst, wenn er auf Zimmertemperatur gekommen ist. Bei längerer Lagerung ist ein Ladezustand von etwa 30 bis 60 Prozent sinnvoll, und der Akku sollte trocken sowie frostfrei liegen. So reduzierst du Verschleiß und erhöhst die Lebensdauer.
Welche gesetzlichen Vorgaben gelten für E-Bikes im Straßenverkehr?
Pedelecs mit Unterstützung bis 25 km/h und maximal 250 Watt gelten rechtlich als Fahrräder, wenn der Motor nur beim Treten hilft. S-Pedelecs bis 45 km/h brauchen dagegen in Deutschland unter anderem ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und meist auch einen passenden Helm. Prüfe vor dem Kauf, welche Klasse du wirklich fahren darfst, damit die Ausstattung zu den Regeln passt.
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