Gravel Bikes Conway
Beim Conway Gravel Bike entscheidet nicht der Rahmen, sondern die Reifenfreiheit über deinen Einsatzbereich – ein Detail, das viele beim Kauf übersehen.
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Gravel Bikes von Conway im Vergleich und Test
Die meisten Käufer starten den Vergleich beim Rahmenmaterial — und genau da geht am wenigsten verloren. Zwischen dem Alu-Rahmen eines Conway GRV und einer Carbon-Variante liegen rund 400 bis 600 Gramm. Ein Wechsel von 40 auf 45 Millimeter Reifenbreite verändert Komfort und Traktion auf Schotter dagegen deutlich stärker, kostet aber keinen Aufpreis. Wer sein Budget zuerst in Reifen, Schaltgruppe und Bremsen steckt statt in Carbon, fährt bei Conway messbar besser.
Die GRV-Serie reicht vom Einstiegsmodell mit Shimano GRX 400 bis zu Ausstattungen mit elektronischer Schaltung, dazu kommen E-Gravel-Varianten mit Mittelmotor. Die Preisspanne innerhalb der Serie ist groß — die Unterschiede stecken fast komplett in fünf Bauteilen, nicht im Markennamen.
1x oder 2x: Welche Schaltung zu deinem Gelände passt
Conway verbaut je nach Modell 1×11-, 1×12- oder 2×11-Antriebe. Ein 1x-Antrieb mit 40er-Kettenblatt und 11-42er-Kassette deckt etwa 380 Prozent Bandbreite ab — genug für Schotterwege mit Steigungen bis rund 12 Prozent. Eine 2x-GRX mit 48/31 vorn kommt auf über 470 Prozent und feinere Gangsprünge, was auf langen Asphaltpassagen den Unterschied zwischen mittreten und mitrollen ausmacht.
Die Faustregel: Fährst du überwiegend Feld- und Waldwege mit kurzen Straßenstücken, spart 1x Gewicht, Wartung und eine Fehlerquelle (kein Umwerfer, keine abspringende Kette dank Narrow-Wide-Kettenblatt). Planst du 100-Kilometer-Runden mit hohem Asphaltanteil, lohnen die zwei Kettenblätter der 2x-Modelle.
Reifenfreiheit entscheidet, wo du fahren kannst
Die Reifenfreiheit der Conway-Rahmen liegt je nach Modell bei 42 bis 50 Millimetern. Das klingt nach Detailwissen, legt aber fest, was das Rad in drei Jahren noch kann: Mit 50 Millimetern Freiheit montierst du später grobstollige Reifen für Trails oder wechselst im Winter auf breite Pneus mit mehr Grip. Bei 42 Millimetern ist bei moderatem Schotter Schluss.
Serienmäßig rollen viele GRV-Modelle auf 40er-Reifen mit Tubeless-fähigen Felgen. Tubeless lohnt sich hier konkret: Du fährst mit 1,5 bis 2 bar weniger Druck, ohne Durchschläge zu riskieren — das dämpft Waschbrettpisten spürbar und senkt das Pannenrisiko durch Dornen, weil Dichtmilch kleine Löcher sofort schließt.
E-Gravel von Conway: Was Motor und Akku wirklich bedeuten
Die elektrifizierten GRV-Modelle setzen auf kompakte Mittelmotoren mit 40 bis 60 Newtonmetern Drehmoment. Das ist bewusst weniger als bei einem E-MTB mit 85 Newtonmetern — der Antrieb schiebt sanft an, statt zu reißen, und das Rad bleibt bei etwa 13 bis 16 Kilogramm statt über 20. Der Effekt: Oberhalb der 25-km/h-Grenze tritt sich das Rad fast wie ein unmotorisiertes Gravel Bike, weil kaum Zusatzmasse bremst.
Beim Akku rechnest du realistisch: 250 Wh bringen auf welligem Schotter 50 bis 70 Kilometer Unterstützung, 360 Wh entsprechend mehr. Einige Systeme lassen sich per Range Extender in der Flaschenhalterposition erweitern — prüfe vor dem Kauf, ob das gewählte Modell diese Option hat, nachrüsten lässt sich das nicht bei jedem Antrieb.
Ein oft übersehener Punkt: Das Mehrgewicht eines E-Gravel steckt tief im Rahmen und im Tretlager. Beim Tragen über Treppen oder beim Verladen aufs Autodach spürst du die 4 bis 6 Kilo Differenz zum Modell ohne Motor deutlicher, als es das Datenblatt vermuten lässt.
Ösen, Bremsen und die Details für lange Touren
Conway stattet die GRV-Rahmen mit Montagepunkten an Gabel, Oberrohr und Unterrohr aus — teils über zehn Gewinde pro Rad. Für Bikepacking ist das die eigentliche Währung: Drei Flaschenhalter plus Gabeltaschen bedeuten bis zu 4 Liter Wasser und 6 Kilo Gepäck, ohne dass ein Rucksack den Rücken belastet. Modelle ohne Gabelösen zwingen dich zu Klemmlösungen, die auf Schotter gern wandern.
Bei den Bremsen gilt: Hydraulische Scheibenbremsen mit 160er-Scheiben sind bei Conway ab der mittleren Ausstattung Standard. Auf einer 800-Höhenmeter-Abfahrt über losen Untergrund brauchst du damit etwa die Hälfte der Handkraft mechanischer Systeme — bei einer dreistündigen Tour macht sich das in den Unterarmen bemerkbar, nicht erst im Notfall.
Prüfe zuletzt die Rahmengröße anhand der Conway-Geometrietabelle statt nach Körpergröße allein: Der Reach unterscheidet sich zwischen zwei benachbarten Größen um rund 15 bis 20 Millimeter. Wer zwischen zwei Größen liegt, nimmt fürs sportliche Fahren die kleinere, für lange Touren mit Gepäck die größere — dieser eine Zentimeter entscheidet nach vier Stunden im Sattel über taube Hände oder entspannte Haltung.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du bei der Rahmengröße eines Conway Gravel Bikes achten?
Die Rahmengröße muss zu Deiner Körpergröße und Schrittlänge passen, sonst leidet Komfort und Kontrolle. Bei Gravel Bikes ist oft eine etwas entspanntere Sitzposition sinnvoll, weil Du lange Strecken und wechselnden Untergrund fährst. Nutze die Hersteller-Geometriedaten und vergleiche Oberrohr- und Reach-Werte, nicht nur die Zoll- oder Zentimeterangabe.
Welche Reifenbreite ist für ein Conway Gravel Bike sinnvoll?
Für viele Conway Gravel Bikes sind breite Reifen ein echter Vorteil, weil sie auf Schotter mehr Grip und Komfort bringen. Je nach Rahmen und Gabel liegen sinnvolle Breiten oft im Bereich von etwa 35 bis 45 mm, manchmal auch darüber. Wichtig ist, dass der Reifen zur tatsächlichen Freigabe von Rahmen und Felge passt.
Kannst Du an einem Conway Gravel Bike Schutzbleche und Gepäckträger nachrüsten?
Oft ja, aber nur wenn Rahmen und Gabel die passenden Ösen oder Befestigungspunkte haben. Gerade bei Gravel Bikes sind Schutzblech- und Gepäckträgermontage nicht bei jedem Modell gleich gut möglich. Prüfe vor dem Kauf die Angaben zu Montagepunkten, Reifenfreiheit und zulässiger Zuladung.
Welche Wartung ist bei einem Conway Gravel Bike besonders wichtig?
Nach Fahrten auf nassem oder staubigem Untergrund solltest Du Antrieb, Bremsen und Lager regelmäßig reinigen und prüfen. Kette und Kassette verschleißen bei Schmutz schneller, deshalb lohnt sich rechtzeitiges Schmieren und Reinigen. Wenn Du oft im Regen fährst, solltest Du auch Bremsbeläge und Lager häufiger kontrollieren.
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