Gravel Bikes Airtracks
Bei Airtracks Gravel Bikes entscheidet die Reifenfreiheit über deinen Einsatzbereich – wer hier zu knapp wählt, sitzt im Gelände schnell fest.
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Airtracks Gravel Bikes im Vergleich und Test
Der größte Preisunterschied zwischen zwei Airtracks-Modellen steckt selten im Rahmen — er steckt in der Schaltgruppe. Zwischen einem Einstiegsmodell mit Shimano Claris und einem Bike mit Shimano GRX liegen schnell 500 bis 800 Euro, und genau da entscheidet sich, wie sich das Rad im Alltag anfühlt. Eine Claris schaltet 8-fach mit spürbaren Gangsprüngen, eine GRX 800 arbeitet 11-fach mit engerer Abstufung, kupplungsgedämpftem Schaltwerk gegen Kettenschlagen und griffigeren Hebeln für Schotterpassagen.
Airtracks verkauft direkt, ohne Händlermarge — deshalb bekommst du hier Carbon-Gravel-Bikes in Preisregionen, in denen andere Marken Aluminium liefern. Das klingt nach einem klaren Vorteil, verschiebt aber die Vergleichslogik: Du vergleichst nicht Airtracks gegen Airtracks nach Material, sondern nach Ausstattungspaket. Ein Alu-Rahmen mit GRX 600 fährt sich auf langen Touren souveräner als ein Carbon-Rahmen mit Sora-Gruppe zum gleichen Preis.
Carbon oder Aluminium und was das Gewicht wirklich bewirkt
Die Carbon-Modelle von Airtracks wiegen je nach Aufbau rund 9 bis 10 kg, die Aluminium-Varianten 10,5 bis 12 kg. Zwei Kilo Unterschied merkst du weniger auf der Geraden als beim Antritt aus der Kurve und an Rampen über 8 % Steigung — dort kostet jedes Kilo messbar Tempo.
Carbon dämpft außerdem Vibrationen vom Schotter besser als Aluminium, was nach 60 oder 80 Kilometern über Waldwege einen echten Unterschied für Hände und Rücken macht. Wer allerdings Gepäckträger mit voller Beladung fahren oder das Rad im Winter auf gesalzenen Straßen bewegen will, greift zum Alu-Rahmen: Der verzeiht Anbaulasten und Kratzer deutlich gelassener.
Übersetzung und Reifenfreiheit die zwei unterschätzten Kaufkriterien
Die Übersetzung bestimmt, ob du steile Waldanstiege fahren oder schieben wirst. Modelle mit 2-fach-Kurbel (etwa 46/30 Zähne) und Kassette bis 34 Zähne bringen dich mit niedriger Trittfrequenz fast jede Rampe hoch. Ein 1-fach-Antrieb mit 40er-Kettenblatt und 11-42er-Kassette ist wartungsärmer und weniger fehleranfällig, hat aber größere Gangsprünge — auf welligen Asphaltstrecken fehlt dir dann öfter der passende Zwischengang.
Bei der Reifenfreiheit geht es um Millimeter mit großer Wirkung: Die meisten Airtracks-Rahmen nehmen Reifen bis 40 oder 45 mm Breite auf. Ein 40-mm-Reifen mit 2,5 bar rollt über Wurzeln und groben Schotter, wo ein 35er mit 4 bar springt und Grip verliert. Prüf vor dem Kauf, welche Reifenbreite montiert ist und wie viel Luft der Rahmen nach oben lässt — nachträglich breitere Reifen aufziehen geht nur, wenn der Rahmen es hergibt.
Achte auch auf die Anzahl der Montagepunkte am Rahmen. Ösen für Schutzbleche, Flaschenhalter an der Gabel und Gepäckträgeraufnahmen entscheiden darüber, ob aus dem Sportgerät später ein Bikepacking-Rad werden kann. Bei Carbon-Modellen fallen diese Ösen häufiger weg als bei Aluminium.
Bremsen im Detail mechanisch gegen hydraulisch
Airtracks verbaut je nach Modell mechanische oder hydraulische Scheibenbremsen — und dieser Unterschied ist auf nasser Schotterabfahrt keine Kleinigkeit. Hydraulische Bremsen dosieren feiner und brauchen deutlich weniger Handkraft; nach 500 Höhenmetern Abfahrt sind ermüdete Finger mit mechanischen Bremsen ein reales Sicherheitsthema.
Mechanische Scheibenbremsen haben einen Vorteil: Du stellst sie mit einem Inbusschlüssel selbst nach, ohne Entlüftungsset und ohne Werkstatt. Wer viel unterwegs repariert oder auf mehrtägigen Touren autark bleiben will, kann damit leben. Für alle anderen lohnt der Aufpreis zur Hydraulik — er liegt bei Airtracks meist zwischen 150 und 300 Euro.
Rahmengröße und Lieferung beim Direktversand
Weil du das Rad nicht probesitzen kannst, zählt die Größentabelle: Airtracks bietet die Rahmen typischerweise in Größen von 44 bis 61 cm an. Als Faustregel misst du deine Schrittlänge und multiplizierst sie mit 0,665 — bei 84 cm Schrittlänge landest du bei einem 56er-Rahmen. Liegst du zwischen zwei Größen, nimm für sportliche Sitzposition die kleinere, für lange Touren die größere.
Das Rad kommt zu etwa 85 % vormontiert im Karton. Lenker ausrichten, Pedale anschrauben, Vorderrad einsetzen — dafür brauchst du 30 bis 45 Minuten und einen Drehmomentschlüssel, denn Carbon-Vorbauten vertragen meist nur 5 bis 6 Nm. Wer den überdreht, riskiert Risse, die von außen unsichtbar bleiben.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du bei der Rahmengröße von Airtracks Gravel Bikes achten?
Die Rahmengröße sollte zu Deiner Körpergröße und Schrittlänge passen, damit Du auf langen Strecken bequem und sicher sitzt. Bei Airtracks sind oft mehrere Größen erhältlich, deshalb lohnt sich der Blick auf die Geometrietabelle des jeweiligen Modells. Wenn Du zwischen zwei Größen liegst, ist die gewünschte Sitzposition entscheidend: sportlich eher kleiner, komfortabler eher größer.
Sind Airtracks Gravel Bikes für Tubeless-Reifen geeignet?
Viele Gravel-Bikes von Airtracks lassen sich mit Tubeless-Reifen fahren, aber das hängt vom konkreten Laufradsatz und der Felge ab. Prüfe vor dem Kauf, ob Felgen und Reifen tubeless-ready sind, wenn Du Pannenschutz und niedrigerem Reifendruck mehr Gewicht gibst. Für den Umbau brauchst Du außerdem passendes Dichtmittel und Ventile.
Welche Reifenbreite passt bei Airtracks Gravel Bikes sinnvoll?
Für Gravel sind Reifen zwischen etwa 35 und 45 mm meist der praktische Bereich, weil sie Rollwiderstand und Komfort gut verbinden. Wie breit Du gehen kannst, hängt von Rahmen, Gabel und Bremsen ab. Achte deshalb immer auf die maximale Reifenfreiheit des jeweiligen Airtracks Modells.
Wie pflegst Du ein Airtracks Gravel Bike nach Fahrten auf Schotter und bei Nässe?
Nach nassen oder staubigen Fahrten solltest Du Antrieb, Kette und Bremsen reinigen und die Kette anschließend neu schmieren. Gerade Schotter setzt Lager, Schaltwerk und Bremsen stärker zu, deshalb lohnt sich eine regelmäßige Sichtprüfung auf Spiel und Verschleiß. So bleibt das Rad länger leise, präzise und sicher.
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