E-Bikes mit Rahmenschloss
Ein integriertes Rahmenschloss sichert dein E-Bike ohne Zusatzgewicht am Rad – achte auf den passenden Schließzylinder, damit du später mit einer Kette nachrüsten kannst.
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E-Bikes mit Rahmenschloss im Vergleich und Test
Ein Rahmenschloss blockiert nur das Hinterrad — wegtragen kann das Rad trotzdem jeder. Trotzdem funktioniert dieser Schutz bei E-Bikes deutlich besser als bei normalen Rädern, und der Grund ist banal: Ein City-E-Bike wiegt 24 bis 28 kg. Wer das über mehr als ein paar Meter schleppen will, fällt auf. Für den Stopp beim Bäcker oder vor der Packstation reicht das Rahmenschloss deshalb aus, für die Nacht am Bahnhof nicht.
Genau da liegt der Punkt, den viele erst beim Schadensfall lernen: Die meisten Fahrradversicherungen erkennen ein Rahmenschloss allein nicht als ausreichende Sicherung an. Verlangt wird ein zertifiziertes Zweitschloss oder eine Einsteckkette, die ins Rahmenschloss geklickt und um einen festen Gegenstand gelegt wird. Achte beim Vergleich also darauf, ob das verbaute Schloss eine solche Kette überhaupt aufnehmen kann.
Schlossmarke, Sicherheitslevel und die Kettenfrage
Verbaut sind fast immer Schlösser von ABUS oder AXA — aber nicht in derselben Qualität. Ein ABUS Pro Shield mit Sicherheitslevel 9 hält Aufbruchversuchen spürbar länger stand als ein namenloses Ringschloss ohne Einstufung. Bei AXA gilt: Modelle mit ART-2-Zertifizierung erfüllen die Anforderungen der meisten Versicherer, einfache Modelle ohne Zertifikat nicht.
Die passende Einsteckkette gibt es in 100 bis 140 cm Länge und kostet 30 bis 50 Euro extra. Sie verwandelt das Rahmenschloss in eine Anschließ-Sicherung — ohne dass du ein zweites Schloss mit eigenem Schlüssel mitschleppst. Prüfe vor dem Kauf, ob das verbaute Schloss eine Einstecköffnung hat; bei günstigen Rädern unter 1.500 Euro fehlt sie häufig.
Ein Schlüssel für Akku und Schloss
Bei besser ausgestatteten Modellen sind Akkuschloss und Rahmenschloss gleichschließend: ein Schlüssel für beides. Das klingt nach Komfortdetail, spart aber täglich Gefummel — vor allem, wenn du den Akku zum Laden mit in die Wohnung nimmst, weil das Rad im unbeheizten Keller steht. Bei Rädern mit zwei getrennten Schließsystemen trägst du dauerhaft zwei Schlüssel am Bund und verlierst statistisch gesehen irgendwann einen davon.
Wichtig auch die Bedienung: Manche Rahmenschlösser halten den Schlüssel im offenen Zustand fest im Schloss. Das verhindert, dass du losfährst und den Schlüssel zu Hause vergisst — beim abgeschlossenen Rad steckt er nie. Andere Modelle geben den Schlüssel immer frei. Beide Varianten haben Anhänger, aber wechseln kannst du später nicht ohne Umbau.
Motor und Akku entscheiden über den Alltag, nicht das Schloss
Räder mit Rahmenschloss ab Werk sind fast immer City- und Trekkingbikes — und da trennt sich das Feld beim Antrieb. Ein Mittelmotor von Bosch oder Shimano zieht ab etwa 8 % Steigung gleichmäßiger durch als ein Heckmotor und schont die Kette, weil er mit der Schaltung zusammenarbeitet. Heckmotoren findest du in Modellen unter 2.000 Euro; auf flachen Pendelstrecken merkst du den Unterschied kaum.
Bei der Akkugröße rechne konkret: 400 Wh bringen dich 40 bis 60 km weit, 500 bis 625 Wh schaffen 70 bis 100 km. Wer täglich 15 km pendelt, lädt mit 500 Wh nur zweimal pro Woche. Ein rahmenintegrierter Akku ist zusätzlich gegen Regen und Diebstahl geschützt — passend zum Thema dieser Kategorie kein Nebenaspekt.
Gewicht, Bremsen und der versteckte Aufpreis
Das Rahmenschloss selbst wiegt 500 bis 800 Gramm, plus Einsteckkette landest du bei rund 2 kg Sicherungstechnik am Rad. Zusammen mit Gepäckträger, Schutzblechen und Lichtanlage kommen viele Modelle auf 26 bis 28 kg. Wer das Rad in einen Fahrradkeller mit drei Stufen bugsiert, merkt jedes Kilo — das Datenblatt nennt das Gewicht oft ohne Akku, der allein 2,5 bis 3,5 kg wiegt.
Bei den Bremsen gilt die 1.800-Euro-Grenze als grober Marker: Darüber sind hydraulische Scheibenbremsen Standard, darunter triffst du auf mechanische Scheiben- oder Felgenbremsen. Bei einem 27-kg-Rad mit Zuladung ist das kein Detail — der Bremsweg aus 25 km/h verlängert sich mit Felgenbremsen bei Nässe um mehrere Meter.
Ein letzter Blick lohnt auf die Schlossposition: Sitzt das Rahmenschloss zu eng an breiten Reifen ab 55 mm, schleift der Riegel beim Schließen. Bei Rädern mit dicken Ballonreifen prüfst du das besser vor dem Kauf — nachrüsten lässt sich ein anderes Schloss nur, wenn der Rahmen die passenden Anschraubpunkte hat.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Schützt ein Rahmenschloss ein E-Bike allein ausreichend vor Diebstahl?
Nein, ein Rahmenschloss reicht allein meist nicht aus. Es blockiert zwar das Hinterrad und verhindert das schnelle Wegfahren, aber das Rad kann trotzdem getragen oder mitgenommen werden. Sichere Dein E-Bike zusätzlich immer mit einem guten Bügel-, Falt- oder Kettenschloss an einem festen Objekt.
Woran erkennst Du, ob ein Rahmenschloss zu einem E-Bike passt?
Achte vor allem auf den Hinterbau und den Platz am Rahmen, damit das Schloss nicht mit Reifen, Gepäckträger oder Schutzblech kollidiert. Wichtig ist auch, ob das Modell als fest montiertes Rahmenschloss oder als nachrüstbares System angeboten wird. Bei vielen E-Bikes lässt sich das Schloss nur an bestimmten Rahmenformen sauber befestigen.
Kann ich ein Rahmenschloss mit einem Einsteckkabel oder einer Zusatzkette erweitern?
Ja, viele Rahmenschlösser haben dafür einen passenden Anschluss. Damit sicherst Du das E-Bike zusätzlich an Fahrradständer, Pfosten oder Geländern. Das ist deutlich sinnvoller als das Rahmenschloss allein, weil der Diebstahlschutz so spürbar steigt.
Wie pflegst Du ein Rahmenschloss am E-Bike richtig?
Halte den Schließzylinder sauber und sprühe ihn gelegentlich mit geeignetem Schmiermittel für Schlösser ein, nicht mit harzenden Ölen. Prüfe außerdem regelmäßig die Schrauben und die Befestigung am Rahmen, damit das Schloss nicht locker wird. Nach Regen oder im Winter lohnt es sich, das Schloss trocken zu halten, damit es nicht schwergängig wird.
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