Mountainbike Cube
Beim Cube-Mountainbike entscheidet nicht der Rahmen, sondern die Laufradgröße über dein Fahrgefühl im Gelände – ein 29er rollt völlig anders als ein 27,5er.
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Cube Mountainbikes im Vergleich worauf es ankommt
Der größte Preisunterschied zwischen zwei Cube Mountainbikes steckt selten im Rahmen. Ein Aim für rund 550 Euro und ein Attention für 900 Euro nutzen fast identische Alu-Rahmen — das Geld fließt in Federgabel, Schaltung und Bremsen. Wer nur auf die Optik schaut, zahlt schnell für Teile, die er nicht braucht, oder spart an der Stelle, die den Fahrkomfort am stärksten bestimmt.
Cube staffelt sein Sortiment in klar getrennte Linien: Aim und Attention als Einstieg, Reaction als sportliches Hardtail mit Carbon-Option, Stereo als vollgefedertes Trail- und Enduro-Bike, dazu die Stereo-Hybrid-Modelle mit Bosch-Motor. Diese Namen zu kennen spart dir Stunden beim Vergleichen.
Hardtail oder Fully und was der Aufpreis tatsächlich kauft
Ein vollgefedertes Stereo beginnt bei Cube um 2.000 Euro — für dasselbe Geld bekommst du ein Reaction-Hardtail mit deutlich besserer Schaltgruppe und rund 1,5 bis 2 kg weniger Gewicht. Der Hinterbau-Dämpfer lohnt sich erst auf verblockten Trails mit Wurzelfeldern und Absätzen. Auf Forstwegen, Schotter und flowigen Strecken ist das Hardtail schneller, weil keine Energie in der Federung verpufft.
Rechne beim Fully außerdem mit laufenden Kosten: Dämpfer- und Gabelservice stehen etwa alle 100 Betriebsstunden an, zusammen 150 bis 250 Euro pro Jahr bei regelmäßiger Nutzung. Beim Hardtail entfällt die Hälfte davon.
Federgabel und Federweg als eigentliche Preistreiber
Unter 700 Euro verbaut Cube meist eine Suntour XCM mit Stahlfeder — sie wiegt über 2,5 kg und lässt sich kaum ans Fahrergewicht anpassen. Ab der Attention-Klasse kommen Luftfedergabeln von RockShox, die rund 700 Gramm leichter sind und sich per Pumpe exakt einstellen lassen. Diesen Unterschied spürst du bei jeder Bodenwelle, nicht erst im Gelände.
Beim Federweg gilt: 100 mm reichen für Touren und Cross-Country, die Stereo-One-Modelle bringen 140 bis 150 mm für Trails mit Sprüngen und Stufen. Mehr Federweg bedeutet aber auch eine flachere Sitzposition und trägeres Handling bergauf — 150 mm auf der Feierabendrunde im Flachland sind Ballast, kein Gewinn.
Laufradgröße und Rahmengröße hängen bei Cube zusammen
Cube koppelt die Laufradgröße an die Rahmengröße: Kleine Rahmen (S, teils M) rollen auf 27,5 Zoll, größere auf 29 Zoll. 29er halten die Geschwindigkeit besser und überrollen Hindernisse leichter, 27,5er lenken agiler ein und passen Fahrern unter etwa 170 cm besser. Prüfe beim Vergleichen also immer, welche Laufradgröße zu deiner Rahmengröße gehört — dasselbe Modell fährt sich in S und XL spürbar anders.
Als Faustregel für Cube-Hardtails: Körpergröße 165–175 cm entspricht Rahmengröße M (etwa 16–17 Zoll), 175–185 cm Größe L. Ein zu großer Rahmen lässt sich nicht durch einen kürzeren Vorbau retten, ein zu kleiner nicht durch eine lange Sattelstütze. Falsche Größe ist der häufigste Grund für Rückgaben in dieser Kategorie.
Ausstattungsstufen lesen und beim E-MTB auf den Akku achten
Innerhalb einer Linie unterscheiden sich die Stufen — etwa Reaction Pro, Race und SLT — vor allem bei Schaltung und Bremsen. Ab der Race-Stufe bekommst du eine 12-fach-Schaltung mit einem einzigen Kettenblatt: weniger Wartung, kein Umwerfer, dafür eine Kassette mit bis zu 51 Zähnen für steile Anstiege. Hydraulische Scheibenbremsen sind bei Cube ab der Aim-Pro-Stufe Standard; die mechanischen Bremsen der Basismodelle verlangen bei Nässe deutlich mehr Handkraft und längere Bremswege.
Bei den Stereo Hybrid E-MTBs entscheidet die Akkugröße über die Tourenlänge: 625 Wh schaffen im Turbo-Modus am Berg etwa 1.200 bis 1.500 Höhenmeter, die 750-Wh-Variante rund ein Viertel mehr. Der Bosch Performance CX liefert 85 Nm Drehmoment — genug, um 15 % Steigung im Sitzen zu fahren. Der Aufpreis für den großen Akku liegt meist bei 200 bis 300 Euro und ist nachträglich nicht in jedem Rahmen nachrüstbar.
Ein Detail, das im Datenblatt leicht untergeht: Die Reifenbreite. Viele Cube-Modelle kommen ab Werk mit 2,25 Zoll schmalen Reifen — auf losem Untergrund bringt ein Wechsel auf 2,4 Zoll mehr Grip als jedes teurere Schaltwerk, für unter 100 Euro.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du bei der Rahmenhöhe eines Cube Mountainbikes achten?
Die Rahmenhöhe sollte zu Deiner Körpergröße und Schrittlänge passen, sonst sitzt Du schnell zu gestreckt oder zu kompakt. Cube gibt je nach Modell meist Größen von XS bis XXL an, oft auch mit Größenempfehlungen für die Körpergröße. Wenn Du zwischen zwei Größen liegst, hilft die geplante Nutzung: sportlicher und verspielter meist kleiner, laufruhiger und komfortabler eher größer.
Sind Cube Mountainbikes für den Straßenverkehr in Deutschland direkt zugelassen?
Nicht automatisch. Für die Straßennutzung brauchst Du eine StVZO-konforme Ausstattung wie Licht, Reflektoren, Klingel und zwei unabhängig wirkende Bremsen. Viele Cube MTBs werden ohne diese Ausstattung verkauft, besonders im Sport- und Trailbereich.
Kannst Du an einem Cube Mountainbike einfach Schutzbleche und Gepäckträger montieren?
Bei vielen Cube Hardtails ist das möglich, aber nicht bei jedem Modell sinnvoll oder vorgesehen. Entscheidend sind Montagepunkte an Rahmen und Gabel sowie die Reifenbreite; bei Fullys ist die Nachrüstung oft deutlich eingeschränkter. Prüfe vor dem Kauf, ob Dein Wunschmodell Ösen für Schutzbleche, Ständer oder Gepäckträger hat.
Welche Wartung braucht ein Cube Mountainbike regelmäßig?
Reinige und schmiere die Kette regelmäßig, kontrolliere den Reifendruck vor jeder längeren Fahrt und prüfe Bremsbeläge sowie Schrauben in kurzen Abständen. Bei Federgabel und Dämpfer sind die Serviceintervalle des Herstellers wichtig, sonst leidet die Funktion. Nach nassen oder schlammigen Touren solltest Du Antrieb und Lager besonders gründlich pflegen.
Woran erkennst Du beim Kauf, ob ein Cube Mountainbike zu Deinem Einsatz passt?
Achte vor allem auf Federweg, Laufradgröße und Schaltung, weil sie das Fahrverhalten stark bestimmen. Für Touren und Alltag reicht oft ein Hardtail mit weniger Federweg, für technische Trails ist ein Fully meist sinnvoller. Die Reifenbreite und die Übersetzung sollten zu den Strecken passen, die Du wirklich fährst.
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