Mountainbike Conway
Bei Conway entscheidet oft die Rahmengröße über den Komfort – ein halber Zentimeter zu viel und dein Bike fühlt sich auf Dauer sperrig an.
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Conway Mountainbikes im Vergleich und Test
Die teuerste Fehlentscheidung bei Conway ist selten die falsche Rahmengröße, sondern der falsche Antrieb. Etwa die Hälfte des Sortiments fährt inzwischen mit Motor — und zwischen einem MS-Hardtail mit rund 14 kg und einem Xyron-E-Fully mit knapp 25 kg liegen nicht nur mehrere Tausend Euro, sondern zwei grundverschiedene Räder. Wer diese Weiche zuerst stellt, sortiert das halbe Angebot in einer Minute aus.
Conway gehört zur Hartje-Gruppe aus Niedersachsen und wird klassisch über den Fachhandel vertrieben. Das hat eine praktische Folge für den Preisvergleich: Auslaufmodelle des Vorjahres liegen regelmäßig 20 bis 30 Prozent unter der aktuellen Serie — bei nahezu identischer Ausstattung, weil Conway die Modellreihen oft nur in Details überarbeitet.
Hardtail oder Fully und was 100 mm Federweg konkret bedeuten
Die MS-Serie bildet den Einstieg: Hardtails mit 100 mm Federgabel, gedacht für Waldwege, Schotter und den Weg zur Arbeit. 100 mm vorn schlucken Wurzeln und Bordsteine, aber keine Sprünge — wer regelmäßig verblockte Trails fährt, spürt jeden Schlag im Rücken, weil hinten nichts federt.
Fullys wie das Ryve mit 120 mm oder das WME mit 150 bis 160 mm Federweg an beiden Rädern kosten spürbar mehr und wiegen 2 bis 3 kg zusätzlich. Der Mehrwert zeigt sich erst ab echtem Gelände: Auf Asphalt und Forstweg wippt der Hinterbau mit und kostet Vortrieb, im Downhill hält der Reifen dafür deutlich länger Bodenkontakt. Ein Fully für reine Feierabendrunden auf Schotter ist Geld, das du nicht zurückbekommst.
E-Antrieb: Drehmoment und Akku richtig einordnen
Bei den E-Modellen Cairon und Xyron verbaut Conway überwiegend Bosch-Mittelmotoren. Der Performance Line CX liefert 85 Nm Drehmoment — genug, um Rampen mit 15 Prozent Steigung im Sitzen zu fahren. Die günstigeren Cairon-Varianten kommen teils mit schwächeren Motoren um 65 Nm, was in der Ebene keinen Unterschied macht, am Berg mit Gepäck aber sehr wohl.
Die Akkukapazität reicht im Sortiment von 500 bis 750 Wh. 750 Wh bedeuten im Turbo-Modus am Berg etwa 60 bis 80 km, im Eco-Modus über 120 km. Der große Akku bringt allerdings rund ein Kilo Mehrgewicht und einen Aufpreis von 300 bis 500 Euro — wer Touren unter 50 km fährt, zahlt für Reserve, die er nie leert.
Beachte das Gesamtgewicht: E-Fullys von Conway wiegen 23 bis 26 kg. In den Fahrradträger am Auto passt das nur, wenn der Träger pro Schiene mindestens 30 kg trägt — viele ältere Modelle sind auf 25 kg begrenzt.
Laufradgröße und Rahmenhöhe entscheiden über das Fahrgefühl
Conway baut die meisten Modelle mit 29-Zoll-Laufrädern, kleinere Rahmengrößen teils mit 27,5 Zoll. 29er rollen leichter über Hindernisse und halten die Geschwindigkeit besser, 27,5er lenken agiler ein und passen Fahrern unter 1,70 m besser, weil die Überstandshöhe niedriger ausfällt.
Die Rahmenhöhen laufen je nach Serie von S (ca. 38 cm) bis XL (ca. 53 cm). Als Faustregel: Schrittlänge in Zentimetern mal 0,226 ergibt die passende Rahmenhöhe für ein MTB. Ein zu großer Rahmen lässt sich nicht durch einen kürzeren Vorbau retten — das Rad bleibt träge in engen Kurven und du kommst im steilen Gelände nicht hinter den Sattel.
Schaltung und Bremsen: hier trennen sich die Preisklassen
An den Einstiegsmodellen findest du Shimano-Schaltungen mit 2×8 oder 1×10 Gängen, ab der Mittelklasse eine 1×12-Schaltung mit Deore oder SLX. Das 1×12-System spart den Umwerfer, klemmt seltener und deckt mit einer 10-51er-Kassette dieselbe Bandbreite ab wie alte Dreifach-Kurbeln. Für hügeliges Gelände ist das der spürbarste Ausstattungsunterschied im ganzen Sortiment.
Bei den Bremsen zählt die Scheibengröße mehr als der Markenname: 180 mm vorn reichen für Hardtails, E-MTBs und Enduros brauchen 200 oder 203 mm, weil das höhere Systemgewicht bei langen Abfahrten mehr Wärme erzeugt. Hydraulische Scheibenbremsen sind bei Conway ab der unteren Mittelklasse Standard — mechanische Varianten an den günstigsten Modellen verlangen deutlich mehr Handkraft und regelmäßiges Nachstellen der Züge.
Ein Detail, das im Datenblatt leicht untergeht: Die Reifenfreiheit vieler Conway-Rahmen erlaubt Reifen bis 2,4 oder 2,6 Zoll Breite. Wer später auf breitere Reifen mit weniger Luftdruck umrüsten will — spürbar mehr Grip auf losem Untergrund —, prüft das vor dem Kauf, denn nachträglich lässt sich am Rahmen nichts ändern.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Welche Rahmengröße passt zu Dir bei einem Conway Mountainbike?
Die passende Rahmengröße hängt vor allem von Deiner Körpergröße und Schrittlänge ab. Bei Conway ist die Geometrie je nach Modell unterschiedlich, deshalb solltest Du die Größentabellen der einzelnen Bikes genau prüfen. Wenn Du zwischen zwei Größen liegst, entscheidet meist Dein Fahrstil: kleiner für wendiger, größer für mehr Laufruhe.
Worauf solltest Du bei der Ausstattung eines Conway Mountainbikes achten?
Wichtiger als viele Einzelwerte sind Bremsen, Federgabel, Schaltung und Laufradgröße im Zusammenspiel. Für Touren und Alltag reicht oft eine solide 1x-Schaltung mit hydraulischen Scheibenbremsen, für sportlicheres Fahren lohnt sich eine hochwertigere Federgabel. Achte außerdem darauf, ob das Bike für Tubeless-Reifen vorbereitet ist, wenn Du Pannenschutz und weniger Rollwiderstand willst.
Wie pflegst Du ein Conway Mountainbike richtig?
Reinige den Antrieb regelmäßig und halte Kette, Kassette und Schaltröllchen sauber, damit der Verschleiß gering bleibt. Nach Fahrten im Regen oder auf Matsch solltest Du das Bike trocknen und die Kette neu schmieren. Kontrolliere außerdem den Luftdruck und die Bremsbeläge, weil beides die Sicherheit und das Fahrgefühl deutlich beeinflusst.
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