Mountainbike Bergamont
Beim Bergamont-Kauf entscheidet nicht die Federgabel, sondern die Rahmengeometrie über deinen Fahrspaß – genau hier trennen sich die Modelle.
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Bergamont Mountainbikes im Vergleich und Test
Bei Bergamont steckt die wichtigste Kaufinformation nicht im Modellnamen, sondern in der Zahl dahinter. Ein Revox 4 und ein Revox 8 teilen sich zwar den Rahmen der Serie, liegen aber schnell 1,5 bis 2 kg Gewicht und mehrere hundert Euro auseinander — der Unterschied steckt in Gabel, Schaltung und Bremsen. Wer nur auf den Serienname schaut, vergleicht deshalb oft Räder, die auf dem Trail völlig unterschiedlich reagieren.
Die zweite Falle: Viele wählen zu viel Federweg. Ein Fully mit 150 mm klingt nach mehr Fahrspaß, wippt aber auf Waldautobahnen und moderaten Singletrails spürbar und kostet bergauf Kraft. Für den Großteil der Strecken in deutschen Mittelgebirgen reicht ein Hardtail mit 100 bis 120 mm — es ist leichter, wartungsärmer und beschleunigt direkter.
Hardtail oder Fully und wann sich der Aufpreis lohnt
Bergamonts Revox-Serie steht für klassische Hardtails: Federgabel vorn, starrer Hinterbau, meist zwischen 13 und 15 kg. Das Fehlen des Hinterbaudämpfers spart nicht nur rund 1.000 Euro gegenüber vergleichbar ausgestatteten Fullys, sondern auch jährliche Dämpferwartung von 80 bis 150 Euro.
Ein Fully wie das Trailster oder Contrail spielt seinen Vorteil erst aus, wenn du regelmäßig verblockte Abfahrten mit Wurzelteppichen und Stufen fährst. Dort hält der Hinterbau das Rad am Boden und du bremst später — auf ruppigen Trails macht das leicht 10 bis 20 Prozent Zeitunterschied bergab. Fährst du solche Strecken seltener als jede zweite Tour, zahlst du für Technik, die du kaum nutzt.
Laufradgröße und Rahmengeometrie richtig einordnen
Bergamont verbaut je nach Modell und Rahmengröße 27,5 oder 29 Zoll. Die größeren Laufräder rollen über Hindernisse bis etwa 5 cm Höhe merklich ruhiger und halten die Geschwindigkeit auf langen Touren besser. 27,5 Zoll lenkt agiler ein und passt Fahrern unter 1,70 m oft besser, weil das Rad kompakter bleibt — bei vielen Bergamont-Serien bekommen die kleinen Rahmengrößen deshalb automatisch die kleineren Laufräder.
Bei der Rahmengröße hilft die Faustregel: Körpergröße bis 1,70 m nimmt S oder M, bis 1,85 m M oder L, darüber XL. Entscheidender als der Buchstabe ist der Reach-Wert im Geometriedatenblatt — 20 mm Unterschied verändern die Sitzposition von gestreckt-sportlich zu aufrecht-tourig. Ein zu großer Rahmen lässt sich nicht durch einen kürzeren Vorbau retten, das ruiniert das Lenkverhalten.
Ausstattung entschlüsseln von Schaltung bis Bremse
Ab der mittleren Ausstattungsstufe fährt Bergamont fast durchgehend 1×12-Schaltungen von Shimano oder SRAM: ein Kettenblatt vorn, zwölf Ritzel hinten. Das spart Umwerfer, Schalthebel und rund 300 g Gewicht — und du schaltest nur noch mit einer Hand. Einstiegsmodelle kommen teils mit 2×9 oder 1×10, was funktioniert, aber gröbere Gangsprünge bedeutet.
Bei den Bremsen zählt die Scheibengröße mehr als der Hersteller. 160-mm-Scheiben genügen im Flachland, ab längeren Abfahrten mit über 300 Höhenmetern am Stück willst du vorn 180 mm — die größere Scheibe kühlt schneller und verliert bei Dauerbelastung weniger Bremskraft. Hydraulische Scheibenbremsen sind bei Bergamont ab der unteren Mittelklasse Standard.
Auch die Gabel verrät die Preisklasse: Luftfedergabeln lassen sich in Sekunden per Pumpe auf dein Körpergewicht abstimmen, Stahlfedergabeln der Einstiegsmodelle passen nur für einen Gewichtsbereich von etwa 20 kg Spanne. Wiegst du unter 65 oder über 90 kg, arbeitet eine nicht anpassbare Gabel oft zu hart oder sackt durch.
E-MTB von Bergamont was der Motor konkret ändert
Mit der E-Revox-Reihe bietet Bergamont E-Mountainbikes mit Bosch-Mittelmotor. Der Unterschied zum unmotorisierten Rad ist massiv: 23 bis 25 kg Gesamtgewicht statt 14 kg, dafür trägt dich die Unterstützung mit bis zu 85 Nm Drehmoment Steigungen von 15 Prozent hinauf, ohne dass der Puls explodiert. Akkus mit 500 bis 625 Wh schaffen im Tour-Modus 60 bis 90 km mit Höhenmetern.
Das Mehrgewicht spürst du beim Verladen und beim Tragen über Hindernisse — und bei leerem Akku fährt sich ein 24-kg-Rad zäh. Wer das E-MTB im Fahrradkeller ohne Steckdose abstellt, achtet auf einen entnehmbaren Akku; bei einigen E-Revox-Modellen sitzt er fest verschraubt im Unterrohr und lädt nur am Rad.
Ein Detail zum Schluss: Bergamont gibt auf viele Rahmen eine verlängerte Garantie nach Registrierung — die Frist dafür läuft ab Kaufdatum, meist innerhalb weniger Wochen. Wer die Registrierung vergisst, verschenkt mehrere Jahre Absicherung auf das teuerste Bauteil des Rades.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du bei der Rahmengröße eines Bergamont Mountainbikes achten?
Die Rahmengröße sollte zu Deiner Körpergröße und Deiner Innenbeinlänge passen, damit Du sicher sitzt und effizient trittst. Bergamont bietet je nach Modell unterschiedliche Größen, oft auch in mehreren Laufrad- und Rahmengrößen. Prüfe vor dem Kauf die Geometriedaten des konkreten Modells, nicht nur die Zollangabe.
Sind Bergamont Mountainbikes für den Straßenverkehr zugelassen?
Ein Mountainbike ist nicht automatisch verkehrssicher, wenn Licht, Reflektoren, Klingel und die nötige Bereifung fehlen. Für den Einsatz im Straßenverkehr brauchst Du die Ausstattung nach StVZO, besonders wenn Du täglich pendelst oder bei Dunkelheit fährst. Viele Modelle lassen sich mit passendem Zubehör nachrüsten, aber nicht jede Rahmengeometrie ist dafür gleich gut geeignet.
Welche Wartung braucht ein Bergamont Mountainbike regelmäßig?
Wichtig sind saubere und geölte Kette, korrekt eingestellter Reifendruck und ein regelmäßiger Check von Bremsen und Schaltung. Bei Modellen mit Federgabel oder Dämpfer solltest Du zusätzlich die Serviceintervalle des Herstellers beachten. Nach Fahrten im Matsch verlängert eine schnelle Reinigung die Lebensdauer deutlich.
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