Mountainbike Blau
Nicht die Rahmenfarbe entscheidet über deinen Fahrspaß, sondern die Federweg-Klasse – blaue Modelle reichen vom Hardtail bis zum Enduro mit 160 mm.
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Blaue Mountainbikes im Vergleich und Test
Blau ist bei Mountainbikes nicht gleich Blau — und die Lackart entscheidet mehr, als viele denken. Matte Petrol- und Navy-Töne sehen im Laden edler aus, zeigen aber jeden Fingerabdruck und lassen sich bei Steinschlägen kaum unsichtbar ausbessern. Glänzender Lack verzeiht Kratzer besser und lässt sich mit Politur auffrischen, mattes Finish nicht. Wer sein Bike regelmäßig auf Trails mit Schotter bewegt, klebt bei Mattlack besser von Anfang an eine Schutzfolie auf Unterrohr und Kettenstrebe.
Danach zählt, was unter der Farbe steckt. Die blauen Modelle in dieser Kategorie reichen vom Einsteiger-Hardtail um 400 Euro bis zum vollgefederten Trailbike jenseits von 2.000 Euro — bei identischer Optik auf dem Produktfoto trennen die Räder technisch Welten.
Hardtail oder Fully und was der Preisunterschied wirklich kauft
Ein Hardtail hat nur eine Federgabel vorn, ein Fully zusätzlich einen Dämpfer im Rahmen. Der Hinterbau eines Fullys kostet in brauchbarer Qualität allein 400 bis 600 Euro Aufpreis — ein Fully unter 1.500 Euro spart deshalb fast immer an Gabel, Schaltung und Bremsen. In dieser Preisklasse bekommst du als Hardtail durchweg die bessere Ausstattung.
Dazu kommt das Gewicht: Ein Fully wiegt bei gleichem Preis etwa 1,5 bis 2 kg mehr, meist 14 bis 16 kg statt 12 bis 13 kg. Auf Waldwegen und Forstautobahnen spürst du den Dämpfer kaum, bezahlst ihn aber bei jedem Anstieg mit. Erst auf wurzeligen Abfahrten spielt der gefederte Hinterbau seinen Vorteil aus.
Laufradgröße und Federweg richtig einordnen
Bei der Laufradgröße stehen 27,5 und 29 Zoll zur Wahl. 29er rollen über Wurzeln und Steine spürbar ruhiger und halten die Geschwindigkeit besser — der größere Abrollumfang überrollt Hindernisse in flacherem Winkel. 27,5er beschleunigen schneller aus Kurven und lassen sich in engen Serpentinen leichter dirigieren. Fährst du unter 1,70 m Körpergröße, passt 27,5 Zoll oft besser zur Rahmengeometrie, weil das Überstandsmaß niedriger ausfällt.
Beim Federweg sind 100 bis 120 mm der Standard für Touren und leichte Trails. Mehr Federweg klingt verlockend, macht das Bike aber träger im Antritt. Wichtiger als Millimeter ist die Gabelqualität: Eine Luftfedergabel lässt sich auf dein Körpergewicht abstimmen, eine einfache Stahlfedergabel unter 500-Euro-Bikes federt für einen 60-kg-Fahrer viel zu hart und für einen 95-kg-Fahrer zu weich. Ein Lockout-Hebel, der die Gabel auf Asphalt blockiert, spart auf dem Weg zum Trail spürbar Kraft.
Schaltung und Bremsen als versteckte Preisgrenze
Moderne Mountainbikes fahren mit 1x-Antrieb: ein Kettenblatt vorn, 10 bis 12 Ritzel hinten. Das spart den vorderen Umwerfer, reduziert Kettenabwürfe und macht das Schalten intuitiver. Günstige Modelle mit 3×8-Schaltung bieten zwar 24 Gänge auf dem Papier, davon überschneiden sich aber viele — eine 1×12 mit 10-51er-Kassette deckt dieselbe Bandbreite mit weniger Wartungsaufwand ab.
Bei den Bremsen liegt die Grenze bei hydraulischen Scheibenbremsen, die ab etwa 600 Euro Standard sind. Mechanische Scheibenbremsen darunter verzögern zwar, brauchen aber deutlich mehr Handkraft — auf einer zehnminütigen Abfahrt ermüden die Finger spürbar. Achte auch auf den Scheibendurchmesser: 180 mm vorn bremsen standfester als 160 mm, relevant ab etwa 85 kg Systemgewicht oder langen Abfahrten.
Rahmengröße messen statt schätzen
Die häufigste Fehlbestellung in dieser Kategorie ist die falsche Rahmenhöhe. Als Faustwert gilt: Schrittlänge in Zentimetern mal 0,226 ergibt die Rahmenhöhe in Zoll. Bei 84 cm Schrittlänge landest du bei rund 19 Zoll, also Größe L bei den meisten Herstellern. Miss die Schrittlänge mit einem Buch an der Wand — die Körpergröße allein täuscht, weil Bein- und Oberkörperlängen stark variieren.
Liegst du zwischen zwei Größen, nimm bei sportlicher Fahrweise den kleineren Rahmen für mehr Wendigkeit, bei langen Touren den größeren für die gestrecktere Sitzposition. Vorbaulänge und Sattelstütze gleichen ein bis zwei Zentimeter aus — eine ganze Rahmengröße gleichen sie nicht aus. Und noch ein Detail zur Farbe: Eloxierte blaue Anbauteile wie Vorbau oder Sattelklemme bleichen unter UV-Licht nach zwei bis drei Sommern sichtbar aus, lackierte Rahmen halten den Farbton deutlich länger.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du bei einem blauen Mountainbike im Gelände achten?
Wichtiger als die Farbe sind Rahmengeometrie, Federweg und Bremsen. Für Trails sind hydraulische Scheibenbremsen und eine passende Rahmengröße besonders wichtig, damit Du sicher und kontrolliert fährst. Die blaue Lackierung sollte außerdem kratzfest sein, wenn Du oft im Gelände unterwegs bist.
Sind blaue Mountainbikes genauso pflegeleicht wie andere Farben?
Ja, die Farbe selbst macht im Alltag kaum einen Unterschied. Auf dunklem Blau fallen Staub und Schmutz oft etwas weniger auf als bei sehr hellen Farben, Kratzer können je nach Lack aber sichtbar sein. Regelmäßiges Reinigen und Kettenpflege bleiben trotzdem wichtig, damit Rahmen und Antrieb lange halten.
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