Fahrradhelme Contec
Beim Contec-Helm zählt nicht der Preis, sondern die Passform: Ein zu locker sitzender Verschluss schützt dich im Ernstfall kaum.
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Contec Fahrradhelme im Vergleich und Test
Ein Fahrradhelm für 35 Euro besteht dieselbe Prüfung wie ein Modell für 200 Euro. Die Norm EN 1078 schreibt für alle in Europa verkauften Helme identische Aufpralltests vor — Contec-Helme erfüllen sie genauso wie die teure Konkurrenz. Was du bei einem günstigeren Helm nicht mitbezahlst, sind Rennrad-Aerodynamik und Karbonverstärkungen, die im Stadtverkehr keinen messbaren Unterschied machen.
Entscheidend ist etwas anderes: Ein Helm, der nicht exakt sitzt, verrutscht beim Aufprall und schützt Stirn oder Schläfe dann nur teilweise. Deshalb steht die Passform vor jedem anderen Kriterium — und genau da unterscheiden sich die Contec-Modelle deutlicher als beim Preis.
Kopfumfang messen statt Größe raten
Contec gibt seine Helme in Zentimeter-Bereichen an, typisch sind Spannen wie 54–58 cm oder 58–62 cm. Miss deinen Kopfumfang mit einem Maßband etwa einen Fingerbreit über den Augenbrauen — liegst du am oberen Rand einer Größe, nimm die nächstgrößere. Ein Helm, der nur mit maximal geöffnetem Verstellrad passt, drückt nach zwei Stunden Fahrt spürbar.
Das Drehrad-Verstellsystem am Hinterkopf gleicht dabei nur 3 bis 4 cm aus, keine ganze Größenstufe. Prüfe nach dem Einstellen den Schütteltest: Kopf kräftig schütteln, ohne den Kinnriemen zu schließen — bewegt sich der Helm mehr als einen Zentimeter, passt die Schale nicht zu deiner Kopfform.
Gewicht und Belüftung im Alltag
Zwischen 250 und 380 Gramm liegen die meisten Contec-Helme. 100 Gramm Unterschied klingen unbedeutend, verändern aber die Nackenbelastung auf einer 90-minütigen Tour deutlich — vor allem, wenn du in gebeugter Haltung auf einem sportlichen Rad sitzt und der Nacken das Gewicht permanent hält.
Bei der Belüftung zählt weniger die Anzahl der Öffnungen als ihre Anordnung. Kanäle, die von der Stirn zum Hinterkopf durchgehen, führen Fahrtwind über die Kopfhaut ab; reine Löcher ohne Kanalführung bringen ab 20 °C Außentemperatur wenig. City-Helme mit 8 bis 12 Öffnungen reichen fürs Pendeln, für Touren im Sommer lohnen sich Modelle mit 15 und mehr durchgehenden Kanälen.
LED-Rücklicht, Visier und Sichtbarkeit
Mehrere Contec-Helme haben ein integriertes LED-Rücklicht am Verstellrad. Das ersetzt kein Rücklicht am Rad — die StVZO verlangt weiterhin eine fest montierte Beleuchtung —, hebt dich aber auf Augenhöhe von Autofahrern sichtbar an. Achte auf den Batterietyp: Knopfzellen halten je nach Modus 20 bis 60 Stunden, USB-aufladbare Varianten sparen dir den Batteriewechsel.
Ein abnehmbares Visier hat zwei Aufgaben: Es hält tiefstehende Sonne und Regentropfen von den Augen fern und schützt auf Waldwegen vor Ästen. Wer mit Rennradhaltung fährt, montiert es besser ab — bei stark gesenktem Kopf schiebt es sich ins Sichtfeld. Helle Schalenfarben oder reflektierende Elemente erhöhen die Erkennbarkeit in der Dämmerung um mehrere Sekunden Reaktionszeit für den Gegenverkehr.
Wann der Helm ausgetauscht gehört
Der Schaumkern aus EPS arbeitet nach dem Einweg-Prinzip: Beim Aufprall verformt er sich dauerhaft und absorbiert so die Energie. Nach einem Sturz ist der Helm Sondermüll, auch wenn außen kein Riss zu sehen ist — die Stauchung im Inneren erkennst du nicht. Das gilt ebenso für einen Sturz aus zwei Metern Höhe vom Gepäckträger auf Asphalt.
Auch ohne Unfall altert das Material. UV-Strahlung und Temperaturschwankungen machen den Schaum spröde, nach fünf bis acht Jahren sinkt die Schutzwirkung messbar. Das Produktionsdatum findest du auf einem Aufkleber im Helminneren — beim Kauf lohnt ein Blick darauf, denn Lagerware kann bereits zwei Jahre alt sein.
Zur Pflege reichen lauwarmes Wasser und milde Seife. Lösungsmittel, Aufkleber mit aggressivem Kleber und die Ablage hinter der Windschutzscheibe im Sommer greifen den EPS-Kern an — dort entstehen im Auto schnell über 60 °C, genug, um den Schaum zu verformen.
Die herausnehmbaren Polster der Contec-Helme sind waschbar und als Ersatzteil erhältlich. Das verlängert zwar nicht die Lebensdauer des Kerns, hält den Helm aber hygienisch — verschwitzte Polster verlieren nach etwa einem Jahr täglicher Nutzung ihre Dämpfung an den Kontaktstellen und verändern damit den Sitz um wertvolle Millimeter.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Woran erkennst Du, ob ein Contec Fahrradhelm richtig sitzt?
Der Helm sitzt richtig, wenn er waagerecht auf dem Kopf liegt und Stirn, Hinterkopf sowie Schläfen gut abdeckt. Zwischen Kinn und Riemen sollte etwa ein Finger Platz bleiben, ohne dass der Helm wackelt. Prüfe den Sitz immer mit geschlossener Kinnriemen-Einstellung und vor der ersten Fahrt.
Welche Sicherheitsnorm sollte ein Contec Fahrradhelm erfüllen?
Achte darauf, dass der Helm die EN 1078 erfüllt, denn das ist die wichtige Norm für Fahrradhelme in Europa. Sie regelt unter anderem die Stoßdämpfung und die Halterung am Kopf. Für E-Bikes und schnellere Pedelecs reicht ein normaler Fahrradhelm oft nicht aus, wenn zusätzlich eine spezielle Norm verlangt wird.
Wie pflegst Du einen Contec Fahrradhelm richtig?
Reinige den Helm mit lauwarmem Wasser und etwas mildem Seifenreiniger, damit Schale und Polster nicht beschädigt werden. Löse die Polster zum Trocknen, aber setze den Helm keiner direkten Sonne oder großer Hitze aus. Chemische Reiniger, Lösungsmittel und aggressive Sprays solltest Du vermeiden.
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