Fahrradhelme Abus

Beim Abus-Helm entscheidet nicht das Design, sondern das Verschlusssystem über den Sitz – ein Detail, das die Sicherheit im Ernstfall bestimmt.

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  • 2022 (1)
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Abus Fahrradhelme im Vergleich worauf es ankommt

Der Preisunterschied zwischen einem Abus Macator für rund 35 Euro und einem Urban-I 3.0 ACE für über 100 Euro liegt nicht in der Grundsicherheit. Beide erfüllen die Norm EN 1078, beide bestehen denselben Aufpralltest. Was du mit mehr Geld kaufst, sind Passformpräzision, Gewichtsersparnis, integriertes Licht und Belüftung — und genau diese Punkte entscheiden, ob du den Helm nach drei Wochen noch trägst oder er im Flur hängt.

Abus baut Helme in klar getrennten Linien: Macator und Aduro für Alltag und Einstieg, Urban-I und Hyban für Pendler, StormChaser und Viantor für Rennrad, Pedelec-Modelle für schnelle E-Bikes. Wer die Linien kennt, sortiert das Angebot in zwei Minuten.

Warum ein normaler Helm auf dem S-Pedelec nicht reicht

Fährst du ein S-Pedelec mit 45 km/h, brauchst du in den Niederlanden zwingend und in Deutschland faktisch einen Helm nach NTA 8776 — der Abus Pedelec 2.0 ist genau dafür zertifiziert. Diese Norm verlangt eine größere Abdeckung an Schläfen und Hinterkopf und testet mit höheren Aufprallgeschwindigkeiten als EN 1078.

Der Unterschied ist messbar: Ein NTA-8776-Helm deckt etwa 10 Prozent mehr Kopffläche ab und wiegt dafür 400 bis 450 Gramm statt der 250 bis 300 Gramm eines Rennradhelms. Für 25-km/h-Pedelecs bleibt ein normaler Helm zulässig — die Norm betrifft nur die schnelle Klasse.

MIPS und QUIN was die Technik im Ernstfall leistet

Mehrere Abus-Modelle gibt es mit MIPS, einer beweglichen Innenschale, die bei schrägem Aufprall 10 bis 15 Millimeter Rotation zulässt. Das reduziert Drehkräfte auf das Gehirn — relevant, weil die meisten Radstürze eben nicht senkrecht, sondern schräg passieren. Der Aufpreis liegt meist bei 20 bis 30 Euro.

QUIN ist ein Sensor im Helm, der einen Sturz erkennt und über die App deine Notfallkontakte mit GPS-Position alarmiert, wenn du nicht innerhalb einer festgelegten Zeit reagierst. Für Alleinfahrer auf wenig befahrenen Strecken ist das der Unterschied zwischen sofortiger Hilfe und Warten am Straßenrand.

Beim Urban-I 3.0 und Hyban 2.0 sitzt zusätzlich ein LED-Rücklicht im Verstellrad am Hinterkopf. Es leuchtet auf Kopfhöhe, also deutlich über dem Gepäckträgerlicht — Autofahrer nehmen dich dadurch früher wahr, gerade an Kreuzungen, wo das Radlicht hinter parkenden Autos verschwindet.

Passform messen statt schätzen

Miss deinen Kopfumfang mit einem Maßband knapp über den Augenbrauen, bevor du bestellst. Abus-Größen überschneiden sich bewusst: M läuft je nach Modell von 52 bis 58 cm, L von 56 bis 61 cm. Liegst du im Überschneidungsbereich, nimm die kleinere Größe — das Verstellrad gleicht nach unten besser aus als nach oben.

Das Zoom-Ace-System stellt sich per Drehrad in Millimeterschritten ein und ist bei vielen Modellen zusätzlich höhenverstellbar. Ein Helm, der beim Kopfschütteln verrutscht, verliert bei einem Sturz einen Teil seiner Schutzwirkung, weil er nicht dort sitzt, wo er treffen muss. Zopfträgerinnen achten auf Modelle mit ausgesparter Verstellzone am Hinterkopf, sonst drückt das Rad auf den Haaransatz.

Belüftung, Gewicht und das Ablaufdatum jedes Helms

Ein Hyban 2.0 mit robuster ABS-Hartschale wiegt rund 400 Gramm und hat 13 Lüftungsöffnungen, ein StormChaser kommt auf etwa 270 Gramm — auf einer zweistündigen Tour im Sommer merkst du beides deutlich an Nacken und Kopftemperatur. Stadthelme setzen auf weniger, dafür größere Öffnungen mit Fliegennetz, das Insekten bei Tempo 25 zuverlässig draußen hält.

Die In-Mold-Bauweise, bei der Außenschale und EPS-Schaum verschweißt sind, spart Gewicht; die Hartschalen-Variante steckt Kratzer und den Sturz vom Fahrradkorb besser weg. Wer den Helm täglich in die Tasche stopft oder am Lenker baumeln lässt, fährt mit Hartschale länger.

Und der Punkt, den fast alle übersehen: Abus selbst empfiehlt den Austausch nach spätestens fünf Jahren, weil der EPS-Schaum durch UV-Licht und Temperaturwechsel versprödet. Nach jedem Sturz mit Kopfkontakt ist der Helm sofort fällig — der Schaum kann innen gestaucht sein, ohne dass du außen auch nur einen Kratzer siehst.

Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst

In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.

Miss deinen Kopfumfang knapp über den Augenbrauen und richte dich nach der Größenangabe in Zentimetern. Abus-Helme haben meist ein Verstellsystem am Hinterkopf, damit Du sie fein anpassen kannst. Der Helm sitzt richtig, wenn er waagerecht aufliegt und beim Kopfschütteln nicht rutscht.

Ein Abus Fahrradhelm für den Verkauf in Europa sollte die Norm EN 1078 erfüllen; die Kennzeichnung findest Du meist im Helm oder auf dem Etikett. Sie bestätigt, dass der Helm grundlegende Anforderungen an Stoßdämpfung und Haltbarkeit erfüllt. Für E-Bikes oder S-Pedelecs brauchst Du je nach Nutzung zusätzlich auf passende Freigaben und Normen zu achten.

Reinige die Schale mit lauwarmem Wasser und etwas mildem Spülmittel, aber keine Lösungsmittel oder scharfen Reiniger. Die Polster kannst Du meist herausnehmen und per Hand waschen. Bewahre den Helm trocken und nicht in direkter Sonne auf, damit Material und Riemen länger halten.

Nach einem Sturz solltest Du den Helm grundsätzlich ersetzen, auch wenn außen kaum Schäden zu sehen sind. Das gilt ebenso bei sichtbaren Rissen, geplatztem Schaum oder wenn der Helm nicht mehr sauber sitzt. Ohne Unfall empfehlen viele Hersteller einen Austausch nach etwa 3 bis 5 Jahren, weil Materialien altern.

Viele Abus-Modelle gibt es mit integriertem Rücklicht oder Reflektoren, bei einzelnen Serien auch mit MIPS gegen Rotationskräfte. Ob Zubehör passt, hängt vom konkreten Modell und der Bauform ab, deshalb lohnt sich der Blick in die Produktdetails. Achte auch darauf, dass zusätzliche Teile die Belüftung oder die Einstellbarkeit nicht beeinträchtigen.

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