Waschmaschinen mit 56 bis 64 Liter
Bei 56 bis 64 Litern zählt nicht die reine Fassung, sondern die Trommeltiefe – sie entscheidet, ob deine Bettdecke wirklich sauber wird.
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Waschmaschinen mit 56 bis 64 Litern im Vergleich
Die Kilogramm-Angabe auf dem Energielabel führt in die Irre: Sie bezieht sich auf trockene Baumwollwäsche, die maschinell verdichtet wird — kein Mensch belädt seine Maschine so. Das Trommelvolumen in Litern sagt dir mehr über den Alltag. 56 bis 64 Liter entsprechen nominell 8 bis 9 kg, aber zwei Maschinen mit identischer kg-Angabe können 6 Liter Volumenunterschied haben. Das entscheidet darüber, ob deine Bettwäsche frei fällt oder als Knäuel rotiert.
Praktisch bedeutet diese Größenklasse: Ein komplettes Bettwäsche-Set für zwei Personen plus Handtücher in einem Durchgang, oder die Wochenwäsche eines 3- bis 4-Personen-Haushalts in zwei statt drei Ladungen. Wer bisher mit 45 Litern gewaschen hat, spart pro Woche real einen ganzen Waschgang — bei durchschnittlich 47 Litern Wasser und rund 0,5 kWh pro Zyklus summiert sich das übers Jahr.
Schleuderdrehzahl und was Restfeuchte danach kostet
Bei 1.400 Umdrehungen pro Minute verlässt die Wäsche die Trommel mit etwa 50 Prozent Restfeuchte, bei 1.600 U/min mit rund 44 Prozent. Sechs Prozentpunkte klingen unscheinbar, verkürzen aber jeden Trocknerlauf um 15 bis 20 Minuten. Wer ohne Trockner arbeitet und in der Wohnung trocknet, merkt den Unterschied an der Luftfeuchtigkeit im Raum.
Modelle mit 1.600 U/min kosten meist 80 bis 150 Euro mehr und schleudern hörbar lauter — oft 76 statt 72 dB. Da 3 dB bereits einer Verdopplung des Schalldrucks entsprechen, ist das kein Detail, wenn die Maschine neben dem Schlafzimmer steht. Auf dem Wäscheständer im Freien spielt die höhere Drehzahl dagegen kaum eine Rolle.
Stromverbrauch: warum das Eco-Programm vier Stunden dauert
Auf dem aktuellen Label steht der Verbrauch pro 100 Zyklen im Programm Eco 40-60. Effiziente 9-kg-Geräte der Klasse A liegen bei 45 bis 50 kWh, Klasse-C-Geräte bei 65 bis 70 kWh. Bei 180 Waschgängen im Jahr und 35 Cent pro kWh macht das 12 bis 15 Euro jährlichen Unterschied — über zehn Jahre Lebensdauer deutlich mehr als der Aufpreis beim Kauf.
Der Haken: Das Eco-Programm erreicht seine Werte über lange Laufzeiten von 3,5 bis 4 Stunden bei niedriger Heiztemperatur. Ein Kurzprogramm mit 60 Minuten verbraucht schnell das Doppelte an Strom, weil das Wasser schneller aufgeheizt wird. Prüfe deshalb, welche Programme du wirklich nutzt — das Label bildet nur eines davon ab.
Maße und Gewicht: 64 Liter passen nicht in jede Nische
Mehr Trommelvolumen braucht Platz nach hinten. Während 56-Liter-Geräte oft mit 55 bis 57 cm Tiefe auskommen, messen 64-Liter-Maschinen 60 bis 66 cm — plus 5 bis 10 cm für Schlauchanschlüsse und Wandabstand. In einer 60 cm tiefen Küchennische wird das eng, miss also vor der Bestellung nach.
Auch das Gewicht steigt mit dem Volumen: 70 bis 85 kg sind in dieser Klasse üblich. Das liegt am Betongegengewicht, das die Unwucht beim Schleudern ausgleicht — schwerere Geräte wandern seltener über den Boden. Für den Transport in den vierten Stock ohne Aufzug brauchst du allerdings zwei Personen und einen Tragegurt.
Ausstattung, die den Aufpreis zurückverdient
Eine automatische Dosierung misst Beladung und Verschmutzung und gibt Waschmittel aus einem Tank ab. Hersteller geben bis zu 30 Prozent Ersparnis beim Waschmittel an — realistisch, weil die meisten Menschen von Hand deutlich überdosieren. Bei einem Waschmittelbudget von 60 bis 80 Euro im Jahr amortisiert sich der Aufpreis von etwa 100 Euro nach vier bis fünf Jahren.
Wichtiger als jede App-Funktion ist der Aquastop: ein doppelwandiger Zulaufschlauch mit Absperrventil, das bei einem Schlauchbruch den Wasserzulauf stoppt. Viele Hausratversicherungen verlangen ihn sogar für den vollen Schutz bei Wasserschäden. Ein einfacher Wasserstopp im Schlauchende schützt nur den Schlauch selbst, nicht die Maschine — die Bezeichnungen werden im Handel gern vermischt.
Eine Nachlegefunktion lohnt sich bei den langen Eco-Laufzeiten mehr, als sie klingt: In den ersten 20 bis 30 Minuten lässt sich die Tür noch öffnen, solange der Wasserstand niedrig ist. Die vergessene Socke wandert so noch in die Trommel, statt vier Stunden auf den nächsten Waschgang zu warten.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wie viel Wäsche passt in Waschmaschinen mit 56 bis 64 Liter Trommelvolumen?
Das entspricht meist etwa 7 bis 8 kg Beladung, je nach Bauform und Herstellerangabe. Für größere Mengen Bettwäsche oder Handtücher ist das oft ein guter Mittelweg zwischen Kompaktgerät und Familienmaschine. Achte trotzdem auf die kg-Angabe, denn das Trommelvolumen allein sagt noch nicht alles über die tatsächliche Füllmenge aus.
Kann ich in dieser Größenklasse auch große Textilien wie Decken waschen?
Ja, leichte Decken, Bettwäsche oder große Handtücher sind oft möglich, solange die zulässige Beladung nicht überschritten wird. Entscheidend ist nicht nur das Volumen, sondern auch die Trommelöffnung und die Programmauswahl für Pflegeleicht, Feinwäsche oder Bettwäsche. Sehr voluminöse Stücke brauchen aber manchmal mehr Platz, damit sie sich gut bewegen können.
Worauf solltest Du beim Kauf neben dem Trommelvolumen achten?
Wichtiger als das reine Volumen sind die maximale Beladung, der Energieverbrauch und die Schleuderdrehzahl. Auch eine gute Restfeuchte nach dem Schleudern kann für kürzere Trockenzeiten wichtig sein. Wenn Du wenig Platz hast, prüfe zusätzlich die Gerätemaße und die Türöffnung.
Muss ich eine Waschmaschine mit 56 bis 64 Liter Trommelvolumen besonders warten?
Regelmäßige Pflege hilft, Gerüche und Ablagerungen zu vermeiden. Lass die Tür nach dem Waschen offen, reinige gelegentlich Flusensieb und Waschmittelschublade und starte ab und zu ein heißes Reinigungsprogramm. So bleibt die Maschine hygienisch und die Leistung stabil.
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