Waschmaschinen BAUKNECHT
Beim Vergleich zählt nicht die Schleuderzahl, sondern der Verbrauchswert pro Kilo – hier trennst du sparsame Bauknecht-Modelle von teuren Stromfressern.
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Bauknecht Waschmaschinen im Vergleich und Test
Die meisten Käufer filtern sofort nach Frontladern und übersehen dabei, dass Bauknecht zu den wenigen Herstellern gehört, die noch ernsthaft Toplader bauen. Ein Toplader ist nur 40 cm breit — ein Frontlader braucht 60 cm plus Türschwenkbereich. In einem schmalen Bad oder einer Nische zwischen Waschbecken und Wand entscheidet dieser Unterschied darüber, ob überhaupt eine Maschine hineinpasst. Der Preis dafür: Toplader fassen meist nur 6 bis 7 kg und sind nicht unterbaufähig.
Beim Fassungsvermögen greifen viele reflexartig zur 9-kg-Maschine, obwohl ein Zwei-Personen-Haushalt selten mehr als 4 bis 5 kg pro Waschgang zusammenbekommt. Eine halb beladene 9-kg-Trommel wäscht zwar dank Mengenautomatik nicht doppelt so teuer, verbraucht aber trotzdem mehr Wasser und Strom als eine passend gefüllte 7-kg-Maschine. Als Faustwert: 7 kg entsprechen etwa 35 T-Shirts oder einem kompletten Bettwäsche-Set plus Handtüchern.
Schleuderdrehzahl und was sie deinen Trockner kostet
Bauknecht-Modelle gibt es mit 1200 und mit 1400 Umdrehungen pro Minute. Der Unterschied klingt marginal, schlägt aber bei der Restfeuchte durch: Bei 1400 U/min bleiben rund 50 Prozent Wasser in der Wäsche, bei 1200 U/min etwa 53 Prozent. Wer anschließend einen Trockner nutzt, zahlt diese drei Prozentpunkte bei jedem Trockengang mit — über 150 Trocknungen im Jahr summiert sich das auf mehrere Kilowattstunden.
Ohne Trockner ist die Rechnung anders: Wäsche mit 53 Prozent Restfeuchte hängt auf dem Ständer nur ein bis zwei Stunden länger. Wer ausschließlich lufttrocknet, kann die 1200er-Variante nehmen und spart beim Kauf meist 50 bis 100 Euro. Empfindliche Wolle und Seide schleudern ohnehin nur mit 400 bis 800 U/min — die Maximaldrehzahl betrifft vor allem Baumwolle und Handtücher.
Energieklasse A oder B — was auf der Stromrechnung ankommt
Seit dem neuen Label steht auf jeder Maschine der Verbrauch pro 100 Waschzyklen. Bauknecht-Geräte der Klasse A liegen bei etwa 45 bis 50 kWh, Klasse-B-Modelle bei 55 bis 60 kWh. Bei 150 Wäschen im Jahr und 35 Cent pro Kilowattstunde trennen beide Klassen rund 5 bis 8 Euro jährlich. Kostet das A-Modell 120 Euro mehr, dauert es 15 Jahre, bis sich der Aufpreis rechnet — länger, als die meisten Maschinen laufen.
Wichtiger als der Sprung von B auf A ist, wie du wäschst. Die sparsamen Labelwerte gelten für das Eco-40-60-Programm, das drei bis vier Stunden läuft. Wäschst du regelmäßig im Kurzprogramm bei 60 Grad, verbrauchst du pro Gang bis zu 50 Prozent mehr Strom, als das Label verspricht. Auch der Wasserverbrauch steht auf dem Label: 45 bis 52 Liter pro Zyklus sind bei Bauknecht üblich, Unterschiede zwischen den Modellen bleiben klein.
ZEN-Motor, Lautstärke und die Frage nach der Wohnküche
Mehrere Bauknecht-Serien setzen auf den ZEN-Direktantrieb: Der Motor sitzt ohne Riemen direkt an der Trommel. Das reduziert den Schleuderlärm auf etwa 68 bis 70 dB, während riemengetriebene Maschinen bei 74 bis 78 dB liegen. Zur Einordnung: 6 dB weniger empfindet das Ohr als ungefähr halb so laut. Steht die Maschine neben der offenen Küche oder in einer Etagenwohnung mit dünnen Wänden, ist das der Unterschied zwischen abendlichem Waschen und Wochenendpflicht. Auf den Direktantrieb gibt Bauknecht bei vielen Modellen eine verlängerte Motorgarantie — bis zu zehn Jahre, deutlich mehr als die üblichen zwei Jahre Gewährleistung aufs Gesamtgerät.
Bei den Programmen lohnt der Blick auf zwei Details. Die Dampffunktion frischt getragene, aber nicht verschmutzte Kleidung in 20 Minuten auf — das spart komplette Waschgänge bei Hemden und Blusen. Und die Antiflecken-Programme behandeln laut Bauknecht die häufigsten Fleckenarten wie Gras, Kaffee oder Öl bereits bei 40 Grad, was gegenüber der 60-Grad-Wäsche etwa ein Drittel der Energie einspart.
Ein Punkt, den kaum jemand vor dem Kauf prüft: die Unterbaufähigkeit. Nur Modelle mit abnehmbarer Deckplatte passen unter eine 85 cm hohe Arbeitsplatte. Steht in der Produktbeschreibung nichts davon, ist die Maschine in der Regel nicht unterbaufähig — nachträglich lässt sich der Deckel bei den meisten Bauknecht-Geräten nicht einfach entfernen, ohne die Garantie zu riskieren.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du bei einer Bauknecht-Waschmaschine beim Stromverbrauch achten?
Achte auf das EU-Energielabel und den jährlichen Energieverbrauch in kWh, nicht nur auf die Schleuderdrehzahl. Moderne Bauknecht-Modelle bieten oft Eco-Programme, die weniger Energie und Wasser verbrauchen, dafür aber länger laufen. Für häufige Waschgänge kann das spürbar die Betriebskosten senken.
Wie findest Du die passende Schleuderdrehzahl bei Bauknecht?
Für normale Haushalte sind 1.400 U/min meist ein guter Kompromiss aus Restfeuchte und Materialschonung. Wenn Du oft empfindliche Textilien wäschst, kann eine Maschine mit einstellbarer oder niedrigerer Schleuderdrehzahl sinnvoll sein. Höhere Drehzahlen verkürzen die Trocknungszeit, erhöhen aber auch Geräusch und Belastung für manche Stoffe.
Welche Bauknecht-Waschmaschine passt zu einem kleinen Haushalt?
Für Singles oder Paare reichen oft 6 bis 7 kg Fassungsvermögen, weil die Trommel dann besser ausgelastet ist. Größere Trommeln verbrauchen bei Teilfüllung unnötig viel Wasser und Strom. Wenn Du wenig Platz hast, prüfe zusätzlich die Tiefe des Geräts und die Türanschlagseite.
Was solltest Du beim Aufstellen einer Bauknecht-Waschmaschine prüfen?
Der Untergrund sollte eben und tragfähig sein, damit die Maschine bei hoher Schleuderdrehzahl nicht wandert. Entferne vor der Inbetriebnahme unbedingt die Transportsicherungen, sonst kann das Gerät stark vibrieren oder beschädigt werden. Prüfe außerdem, ob Zulauf, Ablauf und Steckdose gut erreichbar sind.
Wie pflegst Du eine Bauknecht-Waschmaschine richtig, damit sie lange hält?
Lass die Tür und die Waschmittelschublade nach dem Waschen offen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Reinige regelmäßig das Flusensieb und starte gelegentlich ein heißes Reinigungsprogramm, um Ablagerungen und Gerüche zu reduzieren. Dichtungen solltest Du nach Restwasser und Fremdkörpern kontrollieren.
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