Waschmaschinen 79 dBA
Bei 79 dBA hörst du den Schleudergang im ganzen Haus – prüf vor dem Kauf die Aufstellung, denn diese Lautstärke passt nicht neben jedes Schlafzimmer.
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Waschmaschinen mit 79 dBA im Vergleich und Test
79 dBA klingen nach Baustelle — tatsächlich beschreibt der Wert nur die lautesten Minuten des gesamten Waschgangs, nämlich den Schleudergang. Beim normalen Waschen liegen dieselben Maschinen meist bei 50 bis 58 dB, also auf dem Niveau eines ruhigen Gesprächs. Wer die Angabe auf dem Energielabel als Dauerlautstärke liest, sortiert brauchbare Geräte grundlos aus.
Relevant wird der Wert erst durch den Aufstellort. Steht die Maschine im Keller oder hinter einer geschlossenen Badezimmertür, dringen von den 79 dB nur noch etwa 45 bis 50 dB in den Wohnraum. In einer offenen Wohnküche dagegen fehlt jede Dämpfung — dort machen sich die acht bis zwölf Minuten Schleudern pro Waschgang deutlich bemerkbar, besonders abends.
Schleuderdrehzahl und Restfeuchte hängen direkt zusammen
Die Lautstärke beim Schleudern ist kein Zufall, sondern Folge der Schleuderdrehzahl. Maschinen in dieser Klasse arbeiten meist mit 1.200 bis 1.400 Umdrehungen pro Minute. Der Unterschied wirkt klein, ist aber messbar: 1.400 U/min drücken die Restfeuchte auf rund 50 Prozent, bei 1.200 U/min bleiben etwa 53 Prozent Wasser in der Wäsche.
Diese drei Prozentpunkte kosten dich Geld, wenn ein Trockner dahinter läuft — er braucht pro Ladung spürbar länger und zieht mehr Strom. Trocknest du auf der Leine, verlängert sich die Trockenzeit um ein bis zwei Stunden. Wer keinen Trockner nutzt und die Wäsche über Nacht aufhängt, kann die niedrigere Drehzahl dagegen problemlos verschmerzen und spart beim Kaufpreis oft 50 bis 100 Euro.
Fassungsvermögen ehrlich rechnen statt großzügig schätzen
Die Modelle in diesem Vergleich fassen typischerweise 7 bis 9 kg Trockenwäsche. Ein Zwei-Personen-Haushalt produziert pro Woche etwa 10 bis 12 kg — mit einer 7-kg-Maschine sind das zwei Waschgänge, mit 9 kg oft nur einer plus Restladung. Klingt nach klarem Vorteil für die große Trommel, stimmt aber nur bei voller Beladung.
Eine 9-kg-Maschine, die regelmäßig mit 4 kg läuft, verbraucht ohne Mengenautomatik fast so viel Wasser und Strom wie bei Volllast. Achte deshalb darauf, ob das Gerät die Beladung erkennt und Wassermenge sowie Laufzeit anpasst — bei den günstigeren Modellen dieser Kategorie fehlt diese Funktion häufiger, als die Produktseiten vermuten lassen.
Energieklasse, Eco-Programm und die Sache mit der Laufzeit
Zwischen Energieklasse A und Klasse C liegen bei 100 Waschgängen rund 15 bis 20 kWh Unterschied — bei aktuellen Strompreisen etwa 5 bis 7 Euro pro Jahr bei durchschnittlicher Nutzung. Die Klasse allein rechtfertigt also selten einen Aufpreis von 150 Euro. Interessanter ist der Wasserverbrauch: Sparsame Geräte kommen mit 45 Litern pro Waschgang aus, ältere Konstruktionen brauchen über 55 Liter.
Die Effizienzwerte gelten außerdem nur für das Programm Eco 40-60, das mit drei bis vier Stunden Laufzeit rechnet. Im Kurzprogramm oder bei 60 Grad Baumwolle steigt der Verbrauch deutlich über den Labelwert. Wäschst du hauptsächlich schnell und heiß, sagt dir das Energielabel wenig über deine tatsächliche Stromrechnung.
Vibration ist das eigentliche Lärmproblem
Was Nachbarn und Mitbewohner stört, ist selten der Luftschall aus dem Datenblatt, sondern der Körperschall durch den Boden. Auf Holzdielen im Altbau überträgt sich das Schleudern einer 79-dB-Maschine stärker als das einer 72-dB-Maschine auf Estrich. Eine funktionierende Unwuchtkontrolle, die die Trommel bei ungleicher Beladung neu verteilt, bringt hier mehr als drei Dezibel weniger auf dem Papier.
Prüfe vor dem ersten Waschgang zwei Dinge: Die Transportsicherungen müssen entfernt sein — vergessene Sicherungsbolzen sind die häufigste Ursache für wanderndes Gerät und Reklamationen in den ersten Wochen. Und die Maschine muss mit der Wasserwaage ausgerichtet sein; schon zwei Millimeter Schieflage verstärken die Vibration beim Schleudern erheblich.
Ein Detail, das in Produktbeschreibungen selten steht: Viele Geräte dieser Klasse bieten eine Startzeitvorwahl von bis zu 24 Stunden. Damit legst du den lauten Schleudergang gezielt in die Mittagszeit statt in den Feierabend — bei 79 dBA der wirksamste Trick, um mit der Lautstärke im Alltag gar nicht erst in Konflikt zu geraten.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wie laut ist eine Waschmaschine mit 79 dBA im Alltag?
79 dBA ist hörbar laut und eher für Räume mit etwas Abstand zur Wohn- oder Schlafzone geeignet. Beim Schleudern kann das deutlich störend wirken, besonders in kleinen Wohnungen. Wenn Du eine Maschine für offene Wohnbereiche suchst, lohnt sich ein direkter Vergleich mit leiseren Modellen unter 75 dBA.
Worauf solltest Du bei 79-dBA-Waschmaschinen beim Aufstellen achten?
Stell die Maschine möglichst auf einen ebenen, festen Boden, damit sie beim Schleudern nicht zusätzlich vibriert. Transportsicherungen müssen vor der ersten Nutzung entfernt werden, sonst kann es zu Schäden und starker Geräuschentwicklung kommen. Eine gute Entkopplung über Gummifüße oder eine Antivibrationsmatte kann die Belastung im Alltag spürbar senken.
Wie kannst Du eine laute Waschmaschine im Betrieb etwas leiser machen?
Eine niedrige Schleuderzahl, eine gleichmäßige Beladung und ein stabiler Stand helfen am meisten. Überladene oder sehr einseitig beladene Trommeln erhöhen Vibrationen und damit auch den Lärm. Regelmäßige Pflege, etwa das Reinigen von Sieben und Dichtungen, verhindert außerdem unnötige Geräusche durch Ablagerungen.
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