Waschmaschinen 73 dBA
Bei 73 dBA hörst du die Waschmaschine im Nebenraum deutlich – für offene Wohnküchen lohnt sich der Blick auf leisere Modelle vor dem Kauf.
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Waschmaschinen mit 73 dBA im Vergleich richtig einordnen
73 dBA klingt nach viel — verglichen mit den leisesten Modellen am Markt (66 dBA) sind das immerhin 7 Dezibel mehr. Der Haken: Die Dezibel-Skala ist logarithmisch. Schon 10 dB Unterschied empfindet das Ohr als doppelt so laut. Trotzdem ist der Wert weniger dramatisch, als er wirkt, denn die 73 dBA gelten nur für den Schleudergang — also für rund 8 bis 12 Minuten pro Waschgang. Beim eigentlichen Waschen liegen dieselben Maschinen meist bei 50 bis 53 dB, das entspricht normaler Gesprächslautstärke.
Ob dich das stört, entscheidet der Aufstellort. Im Keller oder in einem separaten Hauswirtschaftsraum spielt der Schleuderwert praktisch keine Rolle. Steht die Maschine in der offenen Wohnküche oder neben dem Kinderzimmer, hörst du den Unterschied zu einem 70-dBA-Modell deutlich — dann lohnt sich der Blick auf Programme mit reduzierter Drehzahl oder eine Zeitvorwahl, die das Schleudern in Zeiten legt, in denen niemand zu Hause ist.
Schleuderdrehzahl und Restfeuchte hängen direkt zusammen
Die meisten Maschinen in dieser Lautstärkeklasse schleudern mit 1.200 bis 1.400 Umdrehungen pro Minute. Der Unterschied klingt klein, ist aber messbar: Bei 1.400 U/min bleibt etwa 50 % Restfeuchte in der Wäsche, bei 1.200 U/min rund 53 %. Wer einen Trockner nutzt, spart mit der höheren Drehzahl pro Ladung 10 bis 15 Minuten Trocknungszeit und den entsprechenden Strom.
Höhere Drehzahl bedeutet allerdings auch mehr Vibration. Genau hier trennt sich billige von guter Technik: Modelle mit Unwuchtkontrolle verteilen die Wäsche vor dem Schleudern automatisch neu, statt mit schiefer Beladung loszurattern. Auf einem schwimmenden Estrich oder Holzboden ist das der Unterschied zwischen leisem Brummen und wanderndem Gerät.
Füllmenge realistisch kalkulieren statt größer kaufen
7, 8 oder 9 kg — die Zahl bezeichnet Trockenwäsche, nicht das Volumen der Trommel. 8 kg entsprechen etwa 40 T-Shirts oder zwei kompletten Bettwäsche-Garnituren. Ein Zwei-Personen-Haushalt füllt eine 9-kg-Trommel selten voll, und halb beladene Großmaschinen verbrauchen ohne Beladungserkennung fast so viel Wasser wie volle.
Achte deshalb auf eine Mengenautomatik: Sie misst das Gewicht der Ladung und passt Wasser und Laufzeit an. Der Effekt ist konkret — bei halber Beladung sinkt der Wasserverbrauch um 20 bis 30 %, statt der vollen 45 bis 50 Liter pro Waschgang. Für Familien mit vier Personen und Sportwäsche rechnen sich 9 kg dagegen tatsächlich, weil zwei Waschgänge zu einem werden.
Energieklasse und Motortyp bestimmen die Folgekosten
Seit dem neuen EU-Label gibt das Etikett den Verbrauch pro 100 Waschzyklen an. Eine Maschine der Klasse A liegt bei etwa 47 bis 52 kWh pro 100 Zyklen, ein C-Modell bei 65 bis 70 kWh. Bei 200 Waschgängen im Jahr und 35 Cent pro Kilowattstunde macht das rund 12 bis 16 Euro Unterschied jährlich — über zehn Jahre Laufzeit relativiert das einen Aufpreis von 100 Euro beim Kauf komplett.
Der Motortyp entscheidet über Haltbarkeit und einen Teil der Geräuschkulisse: Inverter-Motoren ohne Kohlebürsten laufen verschleißärmer und surren gleichmäßiger als klassische Bürstenmotoren, die mit den Jahren hörbar lauter werden. Mehrere Hersteller geben auf Invertermotoren 10 Jahre Garantie — ein brauchbarer Indikator dafür, wie lange die Maschine insgesamt halten dürfte.
Ein Punkt, den Datenblätter gern verstecken: die Laufzeit des Eco-Programms. Sparprogramme dauern oft 3,5 bis 4 Stunden, weil sie mit niedrigerer Temperatur und längerer Einwirkzeit arbeiten. Wer regelmäßig Kurzprogramme mit 60 °C nutzt, verbraucht real deutlich mehr, als das Label verspricht.
Aufstellung, Anschluss und was beim Auspacken schiefgeht
Standardmaschinen sind 60 cm breit und 60 cm tief — plus 5 bis 6 cm für Schläuche und Anschlüsse hinter dem Gerät. Wer nur 60 cm Nischentiefe hat, greift zu Slim-Modellen mit 45 bis 50 cm Tiefe, die meist 6 bis 7 kg fassen. Ein AquaStop-Schlauch stoppt bei einem Defekt die Wasserzufuhr direkt am Hahn; manche Hausratversicherungen verlangen ihn sogar als Bedingung für die volle Deckung bei Wasserschäden.
Und der häufigste Fehler bei der ersten Inbetriebnahme: die Transportsicherungen. Drei bis vier Schrauben fixieren die Trommel für den Transport — bleiben sie drin, hämmert die Maschine beim ersten Schleudergang, als würde sie auseinanderfallen, und die Stoßdämpfer nehmen dauerhaft Schaden. Werkzeug dafür liegt fast immer bei, der Blick in die Rückwand kostet zwei Minuten.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wie laut ist eine Waschmaschine mit 73 dBA im Alltag?
73 dBA entspricht einer deutlich hörbaren Waschmaschine, die in offenen Wohnküchen oder kleinen Wohnungen schnell auffällt. Für Schlafräume oder direkt neben dem Wohnzimmer ist das eher grenzwertig, vor allem beim Schleudern. Achte deshalb nicht nur auf den dBA-Wert, sondern auch auf die Schleuderdrehzahl und die Aufstellposition.
Worauf solltest Du bei einer lauten Waschmaschine besonders achten?
Wichtig sind ein fester, ebener Stand und möglichst wenig Körperschall, sonst wirkt die Maschine lauter als der reine dBA-Wert vermuten lässt. Anti-Vibrationsmatten, korrekte Ausrichtung der Füße und eine stabile Stellfläche helfen spürbar. Prüfe außerdem, ob der Hersteller den Geräuschwert für Waschen oder Schleudern angibt, denn das macht einen großen Unterschied.
Welche Pflege hilft, damit eine Waschmaschine nicht unnötig lauter wird?
Regelmäßige Reinigung von Flusensieb, Türdichtung und Waschmittelschublade verhindert Ablagerungen und Unwucht. Lass außerdem gelegentlich ein 60-Grad-Programm laufen, damit Fett- und Seifenreste im Inneren reduziert werden. Wenn die Maschine plötzlich lauter wird, kann auch eine ungleichmäßige Beladung oder ein Verschleiß an den Stoßdämpfern der Grund sein.
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