Waschmaschinen mit 1350 U/Min
1350 U/Min klingt nach viel, doch der Sprung zu 1400 spart dir kaum Trockenzeit – dafür zahlst du beim Verbrauch oft drauf.
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Waschmaschinen mit 1350 U/Min im Vergleich
1350 Umdrehungen sind eine ungewöhnliche Zahl — die meisten Hersteller staffeln bei 1200, 1400 und 1600. Genau deshalb lohnt der Blick: Maschinen mit 1350 U/Min sitzen preislich oft näher an den 1200er-Modellen, liefern beim Schleuderergebnis aber fast das Niveau der 1400er-Klasse. Die Restfeuchte liegt bei rund 52 bis 53 Prozent, bei 1200 Umdrehungen sind es 55 bis 60 Prozent.
Was das konkret heißt: Aus 8 kg nasser Wäsche presst eine 1350er-Trommel etwa 300 bis 400 Gramm mehr Wasser als ein 1200er-Modell. Wer einen Trockner nutzt, spart damit pro Ladung 10 bis 15 Minuten Trocknungszeit — und über ein Jahr mit drei Wäschen pro Woche schnell 20 bis 30 kWh Strom, die nicht auf der Rechnung der Waschmaschine, sondern beim Trockner auftauchen.
Warum die Drehzahl im Datenblatt nicht immer die Drehzahl im Alltag ist
Die 1350 U/Min gelten fast immer als Maximalwert im Baumwollprogramm. Feinwäsche schleudert bei 600 bis 800, Wolle bei 400 Umdrehungen — unabhängig davon, was auf dem Typenschild steht. Prüfe deshalb, ob sich die Drehzahl pro Programm manuell hochsetzen lässt, denn manche Geräte deckeln bestimmte Programme fest.
Ein zweiter Punkt aus dem Kleingedruckten: Die Schleuderwirkungsklasse steht auf dem EU-Energielabel und reicht von A bis G. Zwei Maschinen mit identischen 1350 U/Min können in Klasse B oder C landen, weil Trommeldurchmesser und Schleuderdauer mitentscheiden. Klasse B ist bei dieser Drehzahl realistisch — steht dort C, arbeitet die Mechanik unter ihren Möglichkeiten.
Füllmenge und Beladungserkennung entscheiden über die Stromrechnung
Die Modelle in dieser Kategorie fassen meist 7 bis 9 kg. Klingt nach viel Spielraum, aber: Eine 9-kg-Maschine, die regelmäßig nur halb voll läuft, verbraucht ohne Mengenautomatik fast so viel Wasser und Strom wie bei Vollbeladung. Geräte mit Beladungssensor passen Wassermenge und Laufzeit an und sparen bei Teilbeladung 20 bis 30 Prozent Wasser.
Als Faustregel für die Größenwahl: 7 kg reichen für zwei Personen, 8 kg für drei bis vier, 9 kg lohnen sich ab vier Personen oder wenn regelmäßig Bettwäsche und Handtücher in einer Ladung laufen. Eine Doppelbettdecke braucht mindestens 8 kg Trommelvolumen, sonst wird sie nicht gleichmäßig durchgespült.
Lautstärke beim Schleudern und der Aufstellort
Beim Waschen liegen fast alle Geräte bei leisen 48 bis 52 dB — der Unterschied zeigt sich erst beim Schleudern. Hier trennen sich die Modelle mit 70 dB von denen mit 76 dB, und diese 6 dB entsprechen subjektiv fast einer Verdopplung der Lautstärke. Steht die Maschine in der Küche einer offenen Wohnung oder neben dem Schlafzimmer, ist ein Wert unter 72 dB die relevante Grenze.
Geräte mit Inverter-Motor (bürstenlos, oft mit 10 Jahren Motorgarantie) laufen beim Schleudern spürbar ruhiger als solche mit klassischem Kohlebürstenmotor. Zusätzlich wichtig bei Altbauböden: eine Unwuchtkontrolle, die die Wäsche vor dem Schleudern neu verteilt — ohne sie wandert die Maschine bei 1350 Umdrehungen buchstäblich durch den Raum.
Verbrauchswerte, Programmdauer und Wasserschutz
Seit dem neuen Energielabel wird der Verbrauch pro 100 Waschzyklen im Eco-40-60-Programm angegeben. Effizienzklasse A bedeutet hier etwa 45 bis 50 kWh pro 100 Zyklen, Klasse B rund 55 bis 60 kWh. Bei 150 Wäschen im Jahr macht der Unterschied zwischen A und C ungefähr 15 bis 20 Euro Stromkosten jährlich aus — über zwölf Jahre Lebensdauer summiert sich das auf 180 bis 240 Euro.
Das sparsame Eco 40-60 läuft allerdings 3,5 bis 4 Stunden. Wer meist Kurzprogramme mit 60 bis 90 Minuten nutzt, verbraucht real deutlich mehr, als das Label verspricht — die Effizienzklasse sagt dann wenig über deine tatsächliche Rechnung aus. Ein zuschaltbares SpeedPerfect- oder Turbo-Feature verkürzt Standardprogramme um bis zu 65 Prozent, kostet aber pro Durchgang etwa 30 Prozent mehr Strom.
Zum Schluss ein Detail, das erst im Schadensfall zählt: AquaStop ist nicht gleich Aqua-Stop. Ein einfacher Schlauch mit mechanischem Ventil stoppt nur bei geplatztem Zulaufschlauch. Ein Vollwasserschutz mit Bodenwanne und Sensor erkennt auch Leckagen im Gerät selbst — einige Hersteller koppeln daran eine Garantie über die gesamte Gerätelebensdauer, die im Wasserschadenfall die Versicherungsfrage erspart.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Ist 1350 U/Min für die Wäsche schonend oder eher aggressiv?
1350 U/Min ist ein mittlerer bis hoher Schleudergang und meist ein guter Kompromiss aus Restfeuchte und Materialschonung. Für robuste Textilien ist das unproblematisch, bei empfindlicher Wäsche solltest Du aber oft niedriger schleudern. Je weniger Restfeuchte bleibt, desto kürzer ist später die Trockenzeit.
Wie viel Feuchtigkeit bleibt bei 1350 U/Min ungefähr in der Wäsche?
Die Restfeuchte hängt stark von Trommelbeladung, Textilart und Maschine ab, liegt bei 1350 U/Min aber typischerweise niedriger als bei 1200 U/Min. Das heißt für Dich meist: Die Wäsche kommt spürbar trockener aus der Trommel und trocknet schneller auf der Leine. Bei dicken Stoffen wie Handtüchern oder Jeans kann trotzdem noch einiges an Wasser drin sein.
Für welche Textilien sind 1350 U/Min eher sinnvoll?
1350 U/Min eignen sich besonders für Alltagswäsche, Bettwäsche, Handtücher und pflegeleichte Stoffe. Für Wolle, Seide oder sehr empfindliche Teile ist ein deutlich niedrigeres Schleudern besser, damit die Fasern geschont werden. Schau deshalb immer auf die Pflegeetiketten und die Schleudereinstellung des Programms.
Verbrauchen Waschmaschinen mit 1350 U/Min mehr Strom oder Wasser?
Die Drehzahl selbst entscheidet nicht direkt über Strom- oder Wasserverbrauch, sondern vor allem Programm, Beladung und Effizienzklasse. Höheres Schleudern kann aber indirekt helfen, weil die Wäsche danach schneller trocknet und Du beim Trocknen Energie sparst. Für den Kauf lohnt sich daher der Blick auf den gesamten Verbrauchswert der Maschine.
Worauf solltest Du beim Kauf neben 1350 U/Min noch achten?
Wichtiger als nur die Drehzahl sind Fassungsvermögen, Energieeffizienz, Lautstärke und ein passendes Kurz- oder Schonprogramm. Wenn Du oft große Textilien wäschst, ist auch die Trommelgröße relevant, damit die Wäsche bei 1350 U/Min sauber verteilt wird. Achte außerdem auf eine gute Schleuderwirkungsklasse, wenn Du möglichst trockene Wäsche möchtest.
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