Waschmaschinen mit freistehend
Freistehende Waschmaschinen unterscheiden sich stark bei Schleuderdrehzahl und Lautstärke – genau das entscheidet, ob dein Schlafzimmer nebenan ruhig bleibt.
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Freistehende Waschmaschinen im Vergleich und Test
Die meisten Käufer greifen zur zu großen Trommel. Ein deutscher Durchschnittshaushalt wäscht pro Ladung real nur 3 bis 3,5 kg — eine 9-kg-Maschine läuft damit dauerhaft halb leer und verbraucht trotzdem fast so viel Strom und Wasser wie bei Vollbeladung. Für zwei Personen reichen 7 kg fast immer, 8 kg lohnen sich ab drei Personen, 9 kg erst, wenn regelmäßig Bettwäsche und Handtücher in einer Ladung landen.
Die Mengenautomatik neuerer Modelle fängt das nur teilweise ab: Sie passt die Wassermenge an, aber die Trommel muss trotzdem bewegt werden. Wer die Füllmenge ehrlich am eigenen Wäscheberg misst, spart beim Kauf oft 100 bis 150 Euro — und über die Jahre spürbar Betriebskosten.
Schleuderdrehzahl und was die Restfeuchte kostet
1400 oder 1600 Umdrehungen pro Minute — das klingt nach einem kleinen Unterschied, entscheidet aber über die Restfeuchte. Bei 1400 U/min bleiben rund 50 % Feuchtigkeit in der Wäsche, bei 1600 U/min etwa 44 %. Wer einen Trockner nutzt, spart mit der höheren Drehzahl pro Trockengang messbar Strom, weil der Trockner weniger Wasser verdampfen muss.
Wer auf der Leine trocknet, kann sich die 1600er sparen: Der Aufpreis von oft 80 bis 120 Euro amortisiert sich dann kaum, und die Wäsche ist stärker geknittert. Maschinen mit 1200 U/min findest du fast nur noch im Einstiegssegment — für Handtücher und Jeans ist das spürbar zu wenig.
Verbrauch pro 100 Zyklen richtig lesen
Das Energielabel gibt den Stromverbrauch pro 100 Waschzyklen im Eco-40-60-Programm an. Ein A-Gerät liegt bei etwa 45 bis 50 kWh, ein B-Gerät bei 55 bis 60 kWh — auf 200 Waschgänge im Jahr gerechnet sind das rund 8 bis 10 Euro Unterschied jährlich. Wenn das B-Gerät 150 Euro günstiger ist, rechnet sich das A-Label erst nach über zehn Jahren.
Wichtiger als der Buchstabe ist der Wasserverbrauch: Zwischen sparsamen und durstigen Modellen liegen 45 gegen 60 Liter pro Zyklus. Bei 200 Waschgängen macht das 3.000 Liter im Jahr — je nach lokalem Wasser- und Abwasserpreis 12 bis 20 Euro. Beide Werte stehen auf dem Label, kaum jemand liest den zweiten.
Ein Detail zum Eco-Programm: Es dauert oft 3,5 bis 4 Stunden, weil niedrige Temperatur mit langer Einwirkzeit kompensiert wird. Wer regelmäßig auf Kurzprogramme ausweicht, verbraucht real 30 bis 50 % mehr Strom, als das Label suggeriert.
Maße, Transportsicherung und der Vorteil der freien Aufstellung
Freistehend heißt: Du bist nicht an eine Nische gebunden und kannst das Gerät bei einem Umzug problemlos mitnehmen. Die Standardtiefe liegt bei 55 bis 60 cm — dazu kommen 5 bis 10 cm für Schläuche und Wandabstand. Für schmale Bäder gibt es Slim-Modelle mit 45 bis 47 cm Tiefe, die dann allerdings meist nur 6 bis 7 kg fassen.
Prüfe vor dem Kauf, ob das Modell unterbaufähig ist, falls es später unter eine Arbeitsplatte wandern könnte: Dafür muss der Deckel abnehmbar sein, was nicht bei jedem freistehenden Gerät der Fall ist. Und stelle die Maschine mit einer Wasserwaage exakt gerade — ein schief stehendes Gerät wandert beim Schleudern und wird deutlich lauter.
Apropos Lautstärke: Beim Schleudern liegen die Werte zwischen 70 und 78 dB. Der Unterschied klingt gering, aber 76 dB werden doppelt so laut wahrgenommen wie 70 dB. Steht die Maschine in der Küche oder neben dem Schlafzimmer, lohnt der Blick auf Modelle mit bürstenlosem Invertermotor — die laufen leiser und bringen oft 10 Jahre Garantie auf den Motor mit.
Dosierautomatik und Programme, die du wirklich nutzt
Eine automatische Dosierung hält Waschmittel für 15 bis 20 Ladungen im Tank und gibt pro Zyklus exakt die passende Menge ab. Das klingt nach Komfort-Spielerei, verhindert aber Überdosierung — den häufigsten Grund für Waschmittelrückstände in der Wäsche und Ablagerungen in der Maschine. Der Aufpreis liegt bei etwa 100 bis 200 Euro.
Nachlegefunktion, Dampfprogramm gegen Gerüche und WLAN-Anbindung stehen auf vielen Datenblättern. Ehrlich genutzt wird davon meist nur die Restzeitanzeige per App. Bevor du für Ausstattung zahlst, zähl durch, welche drei Programme du in den letzten Monaten tatsächlich gewählt hast — bei den meisten sind es Eco, Buntwäsche 40 Grad und ein Kurzprogramm. Genau diese drei findest du auch am Gerät für 400 Euro.
Ein letzter Punkt, der beim Auspacken oft schiefgeht: Die Transportsicherungsschrauben an der Rückseite müssen vor dem ersten Waschgang raus. Wer sie drin lässt, zerstört beim ersten Schleudern die Stoßdämpfer — ein Schaden, den keine Garantie abdeckt.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du bei einer freistehenden Waschmaschine beim Aufstellen achten?
Du brauchst einen ebenen, tragfähigen Untergrund und genügend Abstand zu Wand und Möbeln, damit das Gerät nicht vibriert. Entferne vor dem ersten Start unbedingt die Transportsicherungen, sonst kann die Trommel beschädigt werden.
Braucht eine freistehende Waschmaschine einen besonderen Wasser- oder Stromanschluss?
Nein, sie wird in der Regel an einen normalen Kaltwasseranschluss, einen Abfluss und eine Schuko-Steckdose angeschlossen. Wichtig ist, dass Steckdose und Wasseranschluss gut erreichbar bleiben und der Zulaufschlauch sicher sitzt.
Wie entsorgst Du eine alte freistehende Waschmaschine richtig?
Alte Waschmaschinen gelten als Elektroschrott und dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Du kannst sie meist beim Wertstoffhof abgeben oder beim Händler abholen lassen, wenn Du ein neues Gerät kaufst.
Welche Pflege verlängert die Lebensdauer einer freistehenden Waschmaschine?
Reinige regelmäßig das Flusensieb, die Waschmittelschublade und die Türdichtung, damit sich Schmutz und Gerüche nicht festsetzen. Lass nach dem Waschen die Tür etwas offen, damit die Trommel trocknen kann und sich weniger Schimmel bildet.
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