Industriestaubsauger FLYSTAR
Nicht die Saugleistung entscheidet, sondern die Staubklasse: Wählst du die falsche, riskierst du beim Feinstaub Bußgeld und Gesundheit.
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FLYSTAR Industriestaubsauger im Vergleich und Test
Die Wattzahl auf dem Karton ist bei Industriesaugern die am meisten überschätzte Angabe. Ein FLYSTAR mit 1.400 Watt und gut abgestimmter Turbine erzeugt oft mehr Unterdruck als ein 3.000-Watt-Gerät mit zwei billigen Motoren. Entscheidend sind zwei Werte, die im Datenblatt weiter unten stehen: der Unterdruck in Millibar (gute Geräte liegen bei 18 bis 25 mbar) und der Luftdurchsatz in Litern pro Sekunde. Der Unterdruck hebt schwere Partikel wie Schrauben oder nasses Sägemehl an, der Luftdurchsatz transportiert sie weiter — fehlt einer der beiden Werte, verstopft der Schlauch bei grobem Schmutz nach wenigen Minuten.
FLYSTAR baut fast ausschließlich Nass-Trockensauger, und genau da liegt der zweite häufige Denkfehler: Ein 80-Liter-Behälter fasst beim Nasssaugen keine 80 Liter. Der Schwimmerschalter stoppt den Motor typischerweise bei 60 bis 70 Prozent Füllstand, damit kein Wasser in die Turbine gelangt. Wer regelmäßig einen vollgelaufenen Keller aussaugt, rechnet also mit rund 50 Litern nutzbarem Volumen pro Leerung — nicht mit dem Wert auf dem Typenschild.
Behältergröße und Material im Alltag
Die FLYSTAR-Modelle reichen von etwa 20 bis 80 Liter Behältervolumen. Der Unterschied zeigt sich weniger beim Saugen als beim Entleeren: Ein 30-Liter-Behälter mit nassem Inhalt wiegt schnell über 30 Kilogramm. Modelle ab 50 Litern haben deshalb meist einen Ablasshahn oder Ablassschlauch am Behälterboden — damit lässt du Wasser direkt in den Gully ab, statt den Kessel zu kippen.
Beim Behältermaterial ist Edelstahl nicht nur eine Optikfrage. Kunststoffbehälter bekommen bei Bauschutt und Metallspänen Kratzer, in denen sich feiner Staub festsetzt, und werden bei Temperaturen unter null spröde. Edelstahl verträgt heißes Wasser bis etwa 60 Grad beim Auswaschen und übersteht Stöße auf der Baustelle ohne Risse. Der Aufpreis liegt bei FLYSTAR meist bei 20 bis 40 Euro — bei täglichem Einsatz gut angelegt.
Gerätesteckdose und Einschaltautomatik für Elektrowerkzeuge
Wer den Sauger an eine Kreissäge, einen Exzenterschleifer oder eine Oberfräse anschließen will, achtet auf die integrierte Gerätesteckdose mit Einschaltautomatik. Der Sauger startet dann automatisch, sobald das Werkzeug läuft, und läuft nach dem Ausschalten 5 bis 10 Sekunden nach, um den Schlauch leerzusaugen. Ohne diese Funktion schaltest du bei jedem Sägeschnitt zwei Geräte einzeln — das nervt nicht nur, es sorgt in der Praxis dafür, dass der Sauger irgendwann gar nicht mehr mitläuft.
Prüfe dabei die maximale Anschlussleistung der Steckdose. Viele FLYSTAR-Modelle erlauben 2.000 bis 2.600 Watt am Zusatzanschluss. Eine Tischkreissäge mit 2.200 Watt läuft daran problemlos, eine große Kappsäge mit 2.800 Watt löst dagegen die Sicherung aus.
Filter, Abreinigung und die Sache mit dem Feinstaub
Der Filter entscheidet über die Saugkraft nach der zehnten Minute, nicht der Motor. Trockener Gips- oder Betonstaub setzt einen Patronenfilter ohne Abreinigung so schnell zu, dass die Saugleistung nach kurzer Zeit um 30 bis 50 Prozent einbricht. Modelle mit Filterabreinigung — per Rüttelknopf oder halbautomatisch per Luftstoß — stellen die Leistung in Sekunden wieder her, ohne dass du das Gerät öffnen musst.
Beim Nasssaugen muss der Papierfilterbeutel raus und der Schaumstoff- oder Patronenfilter für Flüssigkeiten rein. Wer das vergisst, hat einen aufgeweichten Beutel im Kessel und im schlimmsten Fall Wasser im Motor. Ein Blick in den Lieferumfang lohnt: Nicht jedes FLYSTAR-Set enthält beide Filtertypen ab Werk, Nachkauf-Filter kosten je nach Modell 10 bis 25 Euro.
Blasfunktion, Aktionsradius und Zubehöranschluss
Mehrere FLYSTAR-Sauger haben eine Blasfunktion: Der Schlauch wird am Abluftstutzen angeschlossen und das Gerät arbeitet als Gebläse. Das ist praktisch, um Laub aus der Garageneinfahrt zu pusten oder Späne aus Maschinenritzen zu blasen, wo keine Düse hinkommt — ersetzt aber keinen Laubbläser, weil die Luftmenge deutlich geringer ist.
Unterschätzt wird der Aktionsradius: Kabellänge plus Schlauchlänge bestimmen, wie oft du umstecken musst. Fünf Meter Kabel und drei Meter Schlauch ergeben rund acht Meter Reichweite — in einer Werkstatt ausreichend, in einer Tiefgarage nicht. Achte außerdem auf den Schlauchdurchmesser: 35 Millimeter sind Standard, für grobe Holzspäne an der Hobelmaschine sind 40 Millimeter oder mehr sinnvoll, weil sich lange Späne im dünneren Schlauch quer legen und Pfropfen bilden.
Ein Detail zum Schluss: Die Lenkrollen sind bei vollen Kesseln der Schwachpunkt vieler günstiger Geräte. Ein 50-Liter-Modell mit nassem Inhalt bringt über 60 Kilogramm auf die Rollen — Metallachsen und breite Räder halten das aus, dünne Kunststoffstifte brechen genau dann, wenn der Kessel voll ist.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du beim Kauf eines FLYSTAR Industriestaubsaugers achten?
Achte vor allem auf Behältervolumen, Leistung und Filterart. Für groben Schmutz und längere Einsätze ist ein größerer Tank praktisch, bei feinem Staub zählt ein gut abgestimmtes Filtersystem. Prüfe außerdem, ob das Gerät für Nass- und Trockensaugen ausgelegt ist, wenn Du beide Einsatzarten brauchst.
Welche Filter sind bei Industriestaubsaugern von FLYSTAR wichtig?
Für feinen Staub ist ein hochwertiger Filter entscheidend, damit Partikel nicht wieder in die Luft gelangen. Je nach Modell kommen Faltenfilter, Patronenfilter oder mehrstufige Systeme zum Einsatz. Wenn Du oft sehr feinen oder gesundheitskritischen Staub saugst, solltest Du auf eine passende Staubklasse und einen leicht wechselbaren Filter achten.
Wie pflegst Du einen FLYSTAR Industriestaubsauger richtig?
Leere den Behälter regelmäßig und reinige den Filter nach Herstellerangabe, damit die Saugleistung stabil bleibt. Prüfe Schläuche, Dichtungen und Zubehör auf Verstopfungen oder Verschleiß. Bei Nasssaugern solltest Du den Tank nach dem Einsatz immer trocknen, damit sich kein Geruch oder Schimmel bildet.
Kannst Du mit einem FLYSTAR Industriestaubsauger auch feuchten Schmutz saugen?
Nur wenn das jeweilige Modell ausdrücklich für Nass- und Trockensaugen freigegeben ist. Dann brauchst Du oft einen passenden Filtereinsatz und musst den Behälter nach dem Einsatz gründlich reinigen. Normale Trockensauger dürfen nicht für Flüssigkeiten verwendet werden, weil das Motor und Elektronik beschädigen kann.
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