HiFi Audiolab
Bei Audiolab entscheidet oft der DAC-Chip über den Klang, nicht die Wattzahl – darauf solltest du beim Vergleich der Verstärker und Player achten.
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Audiolab HiFi im Vergleich und was die Serien trennt
Der häufigste Fehlkauf bei Audiolab betrifft die CD-Laufwerke: 6000CDT, 7000CDT und 9000CDT sind reine CD-Transporte ohne eingebauten Wandler. Sie geben ausschließlich digitale Signale über Koaxial- und Toslink-Ausgang aus — an einem klassischen Verstärker ohne Digitaleingang bleibt es still. Wer einen Transport kauft, braucht zwingend einen DAC in der Kette, und genau deshalb kombiniert Audiolab die Transporte mit den eigenen Vollverstärkern, die alle einen ESS-Sabre-Wandler an Bord haben.
Diese Arbeitsteilung ist kein Manko, sondern Konzept: Der Transport konzentriert sich aufs fehlerfreie Auslesen, der Verstärker übernimmt Wandlung und Lautstärke. Das spart eine Gerätegeneration an doppelt verbauter Technik — vorausgesetzt, du weißt vorher, welches Gerät welche Aufgabe übernimmt.
6000er, 7000er, 9000er — wo dein Geld tatsächlich landet
Die drei Serien unterscheiden sich messbar bei Leistung und Wandler. Der 6000A liefert 2 x 50 Watt an 8 Ohm mit einem ES9018-Chip, der 7000A steigert auf 2 x 70 Watt und den ES9038Q2M, der 9000A bringt 2 x 100 Watt und den ES9038PRO — denselben Wandlerchip, der in reinen DACs der 2.000-Euro-Klasse steckt. Der Leistungssprung von 50 auf 100 Watt entspricht rund 3 dB mehr Pegelreserve, hörbar vor allem an Lautsprechern mit Wirkungsgraden unter 86 dB.
Für Regallautsprecher in Räumen bis 20 m² genügen die 50 Watt des 6000A ohne Kompromisse. Standlautsprecher mit 4-Ohm-Last in Räumen ab 30 m² fordern die Netzteilreserven des 9000A, dessen Ringkerntrafo deutlich größer dimensioniert ist. Alle drei arbeiten in Class AB mit diskretem Aufbau — der klangliche Unterschied entsteht weniger durch die Schaltungstopologie als durch Netzteil und Wandlerstufe.
Der Verstärker als Schaltzentrale für Phono, Kopfhörer und Digital
Alle Audiolab-Vollverstärker bringen einen MM-Phonoeingang mit, dessen Qualität externe Phonovorstufen unter 150 Euro überflüssig macht. Wer einen Plattenspieler mit MC-System betreibt, braucht trotzdem einen zusätzlichen Übertrager oder Vorverstärker — MC unterstützt keiner der drei.
Der Kopfhörerausgang ist beim 6000A ein Zusatz, beim 9000A eine eigenständige Stufe mit dedizierter Stromversorgung. Bei Kopfhörern ab 250 Ohm Impedanz, etwa klassischen Studiomodellen, macht sich das in Pegel und Kontrolle bemerkbar. Praktisch für Erweiterungen: Alle Modelle lassen sich per Menü in einen reinen Vorverstärker- oder Endstufenmodus schalten — der 6000A funktioniert so später als Endstufe hinter einem Streamer mit eigener Lautstärkeregelung.
Bei den Digitaleingängen zählt die Auflösung: Der 9000A verarbeitet PCM bis 32 Bit/768 kHz und DSD512 über USB, der 6000A endet bei 24 Bit/192 kHz über Koaxial. Wer hochauflösende Downloads besitzt, prüft das vor dem Kauf — nicht nachher.
Streaming nachrüsten oder gleich integriert kaufen
Für Netzwerk-Audio gibt es zwei Wege. Der 6000N Play ist ein reiner Streamer mit DTS Play-Fi, der Spotify Connect, Tidal und Internetradio in eine bestehende Kette holt — er braucht einen Verstärker mit Analogeingang oder nutzt dessen DAC per Digitalausgang. Der Omnia dagegen vereint CD-Laufwerk, Streamer, DAC und 2 x 50 Watt Verstärkung in einem Gehäuse mit 4,3-Zoll-Farbdisplay: eine Ein-Geräte-Lösung, die drei Einzelkomponenten ersetzt und dabei rund 40 cm Stellfläche spart.
Bluetooth ist bei allen Verstärkern verbaut, aber nicht gleichwertig. Der 7000A und 9000A unterstützen aptX HD mit bis zu 576 kbit/s, der 6000A das einfache aptX mit 352 kbit/s. Für gelegentliches Zuspielen vom Handy reicht beides — wer Bluetooth als Hauptquelle nutzt, hört den Unterschied bei dynamischer Musik an guten Lautsprechern.
Warum ein Transport besser liest als mancher CD-Player
Die CDT-Modelle lesen die Disc in einen Pufferspeicher und wiederholen fehlerhafte Lesevorgänge, bevor die Daten den Ausgang erreichen — bei zerkratzten CDs greift diese Fehlerkorrektur dort, wo günstige Player bereits Aussetzer produzieren. Der 9000CDT ergänzt das um ein schwereres Laufwerkschassis gegen Vibrationen.
Ein Detail, das im Datenblatt untergeht: Alle Transporte spielen auch MP3- und WMA-Dateien von gebrannten CD-Rs und lassen sich per USB-Stick als Zuspieler nutzen. Wer eine große Sammlung selbstgebrannter Archiv-CDs besitzt, bekommt damit ein Abspielgerät, das aktuelle Streamer schlicht nicht ersetzen — weil kaum noch jemand Laufwerke baut, die CD-R zuverlässig auslesen.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du bei HiFi-Audiolab-Komponenten vor dem Kauf achten?
Achte vor allem auf die Impedanz der Lautsprecher, die Ausgangleistung des Verstärkers und die passenden Eingänge an CD-Player, Streamer oder Plattenspieler. Audiolab-Geräte arbeiten oft im klassischen HiFi-Umfeld mit 4- bis 8-Ohm-Lautsprechern und Line-Quellen; für Plattenspieler brauchst Du meist zusätzlich einen Phono-Preamp. So verhinderst Du Fehlkäufe und unnötige Adapterlösungen.
Sind HiFi-Audiolab-Verstärker mit modernen Digitalsignalen kompatibel?
Viele aktuelle Audiolab-Verstärker und DACs unterstützen digitale Eingänge wie USB, koaxial und optisch, teils auch hochauflösende Formate bis 24 Bit/192 kHz oder DSD. Prüfe vor dem Kauf, ob Dein Streamer, Fernseher oder PC den passenden Ausgang bietet. Gerade bei TV-Anschluss ist ein optischer Eingang oft die einfachste Lösung.
Wie pflegst Du HiFi-Audiolab-Geräte richtig?
Staubfreie, trockene Aufstellung ist am wichtigsten, damit Lüftungsschlitze und Bedienelemente frei bleiben. Wische das Gehäuse nur mit einem weichen, leicht trockenen Tuch ab und vermeide Reinigungsmittel auf den Anschlüssen. Lass die Geräte außerdem etwas Abstand zu anderen Komponenten, damit sich nichts unnötig aufheizt.
Welche Garantie ist bei HiFi-Audiolab-Produkten üblich?
In Deutschland gilt für Neuware grundsätzlich die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren gegenüber dem Händler. Zusätzlich kann der Hersteller je nach Modell eine eigene Garantie anbieten, deren Dauer und Bedingungen Du vor dem Kauf prüfen solltest. Wichtig ist auch, Rechnungen und Seriennummern aufzubewahren, falls später ein Servicefall entsteht.
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