Trockner mit Kondenstrockner
Kondenstrockner sammeln das Wasser im Tank statt es abzuleiten – achte auf die Behältergröße, sonst leerst du bei jedem Durchgang nach.
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Kondenstrockner im Vergleich was wirklich zählt
Der klassische Kondenstrockner hat einen Vorteil, den kaum jemand auf dem Zettel hat: Tempo. Eine volle 8-kg-Ladung Baumwolle ist in rund 100 bis 130 Minuten schranktrocken — ein Wärmepumpentrockner braucht für dieselbe Menge oft 160 bis 180 Minuten, weil er mit niedrigeren Temperaturen arbeitet. Wer abends nach der Arbeit noch zwei Ladungen durchbekommen will, merkt diesen Unterschied jede Woche.
Dafür bezahlst du an anderer Stelle. Die Geräte in dieser Kategorie unterscheiden sich weniger in der Trockenleistung als in den Folgekosten, der Kondensationseffizienz und der Frage, wohin eigentlich das ganze Wasser geht. Genau diese drei Punkte entscheiden, ob du nach zwei Jahren zufrieden bist oder dich ärgerst.
Stromverbrauch und wann der günstige Kaufpreis kippt
Ein klassischer Kondenstrockner mit Heizstab liegt typischerweise in Energieeffizienzklasse B und verbraucht etwa 3,5 bis 4,5 kWh pro Trockengang — hochgerechnet rund 500 kWh im Jahr bei drei Ladungen pro Woche. Ein Wärmepumpengerät kommt mit 160 bis 200 kWh jährlich aus. Bei 35 Cent pro Kilowattstunde macht das gut 100 bis 120 Euro Unterschied pro Jahr.
Der Heizstab-Kondenstrockner kostet in der Anschaffung oft 200 bis 300 Euro weniger. Rechne nach: Trocknest du selten, vielleicht einmal pro Woche, dauert es sechs bis acht Jahre, bis der Wärmepumpentrockner seinen Aufpreis eingespielt hat. Bei einer vierköpfigen Familie mit vier bis fünf Ladungen wöchentlich ist der Punkt schon nach knapp zwei Jahren erreicht.
Kondensationseffizienz entscheidet über Feuchtigkeit im Raum
Pro Ladung schleudert der Trockner drei bis vier Liter Wasser aus der Wäsche. Die Kondensationseffizienzklasse auf dem Energielabel sagt dir, wie viel davon tatsächlich im Behälter landet: Klasse A fängt über 90 Prozent ab, Klasse B nur 80 bis 90 Prozent. Bei Klasse B entweichen also bis zu 0,7 Liter Wasserdampf pro Durchgang in den Aufstellraum.
Das klingt nach wenig, summiert sich aber: Bei vier Ladungen pro Woche gibst du fast drei Liter Wasser wöchentlich an die Raumluft ab. In einem unbeheizten Kellerraum ohne Fenster schlägt sich das an kalten Wänden nieder — Schimmelrisiko inklusive. Steht das Gerät in einem kleinen, schlecht belüfteten Raum, lohnt der Aufpreis für Kondensationsklasse A mehr als jedes Zusatzprogramm.
Ein zweiter Punkt zum Aufstellort: Kondenstrockner geben Abwärme ab und heizen den Raum spürbar auf. In der Waschküche stört das niemanden, im Flur einer kleinen Wohnung erhöht es im Sommer die Raumtemperatur um mehrere Grad.
Fassungsvermögen, Kondensatbehälter und Ablaufschlauch
Die Modelle in dieser Kategorie fassen 7, 8 oder 9 kg. Faustregel: Die Trocknertrommel braucht mindestens die Kapazität deiner Waschmaschine, besser eine Stufe mehr — nasse Wäsche braucht Platz zum Fallen, sonst trocknet sie ungleichmäßig und knittert stärker. Eine 8-kg-Waschmaschine paart sich also sinnvoll mit einem 8- oder 9-kg-Trockner.
Der Kondensatbehälter fasst je nach Modell 3,5 bis 5 Liter und muss nach fast jedem Durchgang geleert werden. Viele Geräte bieten alternativ einen Anschluss für einen Ablaufschlauch: Steht ein Waschbecken oder Siphon in Reichweite, läuft das Wasser direkt ab und du sparst dir den Handgriff komplett. Prüfe vor dem Kauf, ob der Schlauch im Lieferumfang liegt — bei manchen Herstellern kostet er extra.
Sensortrocknung, Lautstärke und Knitterschutz
Geräte mit Feuchtesensoren messen die Restfeuchte in der Trommel und stoppen automatisch, statt stur ein Zeitprogramm abzuspulen. Das schont Fasern und spart pro Ladung 10 bis 20 Minuten Laufzeit — bei einem Heizstab-Gerät entsprechend auch Strom. Reine Zeitprogramme findest du heute fast nur noch bei den günstigsten Modellen, und dort übertrocknen sie Handtücher regelmäßig.
Bei der Lautstärke liegen Kondenstrockner meist zwischen 64 und 66 dB — etwa das Niveau eines lauten Gesprächs. Steht das Gerät hinter der Küchentür oder neben dem Wohnzimmer, lohnt der Blick aufs Datenblatt: Drei Dezibel weniger empfindet das Ohr als spürbar leiser.
Ein Detail, das im Alltag mehr bringt als viele Sonderprogramme: die reversierende Trommel mit Knitterschutz. Sie dreht nach Programmende bis zu zwei Stunden in Intervallen weiter, damit die Wäsche nicht verknautscht am Trommelboden liegt. Wer den Trockner morgens startet und erst abends leert, bügelt dadurch messbar weniger.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wie oft musst Du den Kondenswasserbehälter leeren?
Das hängt von der Beladung und dem Programm ab, bei vielen Geräten aber nach jedem Trockengang oder spätestens nach wenigen Durchläufen. Wenn Du das Leeren vergisst, stoppt der Trockner oft automatisch, damit kein Wasser überläuft.
Worauf solltest Du beim Aufstellort eines Kondenstrockners achten?
Ein Kondenstrockner braucht keinen Abluftschlauch nach außen, aber er sollte in einem gut belüfteten Raum stehen. Stell das Gerät möglichst waagerecht auf, damit das Kondenswasser sauber gesammelt wird und der Betrieb ruhig bleibt.
Welche Wartung ist bei Kondenstrocknern besonders wichtig?
Reinige regelmäßig das Flusensieb und den Wärmetauscher, falls Dein Modell einen zugänglichen Kondensator hat. Verstopfte Siebe verlängern die Trocknungszeit und erhöhen den Energieverbrauch deutlich.
Was bedeutet die Energieeffizienz bei Kondenstrocknern für Deine Stromkosten?
Kondenstrockner sind meist weniger sparsam als Wärmepumpentrockner, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Effizienzklasse besonders. Bei häufiger Nutzung machen schon kleine Unterschiede beim Verbrauch pro Zyklus spürbar etwas bei den Stromkosten aus.
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