Trockner mit Ablufttrockner
Ablufttrockner brauchen einen Abluftschlauch nach draußen – planst du das nicht ein, steht dein Gerät nutzlos herum. Achte vor dem Kauf auf den Standort.
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Ablufttrockner im Vergleich und was wirklich zählt
Ein Ablufttrockner ist in der Anschaffung die günstigste Trocknerart überhaupt — solide Geräte starten bei rund 250 Euro, während Wärmepumpentrockner selten unter 400 Euro zu haben sind. Gleichzeitig trocknet er schneller: Eine 7-kg-Ladung Baumwolle ist in 90 bis 120 Minuten fertig, ein Wärmepumpentrockner braucht im Eco-Programm oft 150 bis 180 Minuten. Der Haken steckt woanders, und den rechnen wir weiter unten durch.
Vorher die wichtigste Frage, die viele erst nach der Lieferung stellen: Wohin mit der Luft? Ein Ablufttrockner pustet pro Ladung drei bis vier Liter Wasser als feuchtwarme Luft aus dem Gerät. Bleibt die im Raum, hast du nach zwei Ladungen beschlagene Fenster und auf Dauer Schimmel an den Wänden.
Abluftführung: Fenster, Mauerkasten oder gar nicht
Der mitgelieferte Abluftschlauch misst meist 100 bis 125 mm im Durchmesser und lässt sich auf zwei bis drei Meter verlängern. Länger geht nur mit Leistungsverlust: Jeder zusätzliche Meter und jede 90-Grad-Biegung bremsen den Luftstrom, die Trocknungszeit steigt spürbar. Plane den Standort also nah am Auslass, nicht am freien Steckdosenplatz.
- Die Fensterlösung ist die einfachste Variante: Schlauch durch den gekippten Flügel oder eine Fensterdurchführung aus Stoff. Im Winter kühlt der Raum dabei aus, weil kalte Außenluft nachströmt — für einen Kellerraum egal, fürs Bad im Wohnbereich unangenehm.
- Ein Mauerkasten mit Rückstauklappe ist die Dauerlösung: einmal 10 bis 12 cm Kernbohrung, danach dicht und zugfrei. Die Klappe verhindert, dass bei ausgeschaltetem Gerät kalte Luft hereinzieht.
Ein Detail, das kaum ein Datenblatt erwähnt: Der Trockner saugt die Luft, die er nach draußen bläst, aus dem Raum an — im Winter also deine beheizte Zimmerluft. Steht das Gerät im beheizten Bereich, zahlst du die Heizenergie für diese Luft mit. Ein unbeheizter Keller oder Hauswirtschaftsraum ist deshalb der sinnvollste Aufstellort.
Stromverbrauch ehrlich gerechnet
Ablufttrockner erreichen fast durchgehend Energieeffizienzklasse C und verbrauchen 3,3 bis 4 kWh pro Baumwoll-Ladung. Bei 30 Cent pro Kilowattstunde kostet dich jede Ladung rund 1,00 bis 1,20 Euro — ein Wärmepumpentrockner der Klasse A+++ liegt mit etwa 1,5 kWh bei knapp 50 Cent.
Auf 160 Ladungen im Jahr macht das 90 bis 110 Euro Mehrkosten. Der Anschaffungspreis-Vorteil von 150 bis 250 Euro ist damit nach zwei bis drei Jahren aufgebraucht. Wer nur ein- bis zweimal pro Woche trocknet, fährt mit dem Abluftgerät trotzdem lange günstig; bei täglichem Betrieb kippt die Rechnung schnell.
Fassungsvermögen und Sensorik im Alltag
Die gängige Trommelgröße liegt bei 7 kg, einzelne Modelle fassen 8 kg. 7 kg entsprechen etwa einer vollen Waschmaschinenladung Baumwolle — für einen Zwei- bis Vier-Personen-Haushalt passt das, Bettwäsche für zwei Betten geht in einem Durchgang durch. Kleinere 6-kg-Geräte zwingen dich bei großen Waschladungen zum Aufteilen, was den Stromverbrauch pro Kilo nach oben treibt.
Achte auf eine echte Restfeuchtesteuerung statt reiner Zeitprogramme. Sensoren messen die Feuchte in der Trommel und stoppen, sobald die Wäsche schrank- oder bügeltrocken ist — das spart pro Ladung 15 bis 30 Minuten Laufzeit gegenüber einem pauschal eingestellten Zeitprogramm und schont Elastikfasern, die bei Übertrocknung ausleiern. Günstige Einstiegsgeräte unter 280 Euro arbeiten oft nur mit Zeitwahl von 20 bis 150 Minuten; da trocknest du anfangs nach Gefühl und stellst nach.
Lautstärke, Flusensieb und Aufstellhöhe
Mit 65 bis 69 dB sind Ablufttrockner hörbar lauter als Wärmepumpengeräte mit ihren 62 bis 65 dB — der Unterschied von 4 dB entspricht ungefähr der gefühlten Verdopplung des Geräuschs. Neben Schlafzimmer oder Wohnzimmer nervt das bei zweistündiger Laufzeit; im Keller spielt es keine Rolle.
Das Flusensieb musst du nach jeder Ladung leeren, sonst verlängert sich die Trocknungszeit und die Heizspirale überhitzt. Anders als beim Kondenstrockner entfällt dafür das Leeren eines Wasserbehälters komplett — die Feuchtigkeit geht direkt nach draußen. Prüfe zuletzt die Gerätemaße: Die meisten Modelle sind 85 cm hoch und 60 cm breit, aber die Tiefe schwankt zwischen 54 und 65 cm, und hinten braucht der Schlauchanschluss je nach Bauart noch 5 bis 10 cm Luft zur Wand.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wie viel Platz braucht ein Ablufttrockner in der Küche oder im Hauswirtschaftsraum?
Ein Ablufttrockner braucht vor allem einen sicheren Weg für die Abluft nach draußen, zum Beispiel durch ein Fenster oder eine Wandöffnung. Plane außerdem etwas Abstand zur Wand ein, damit der Abluftschlauch nicht geknickt wird. Ohne passenden Abluftweg ist dieses Trocknerprinzip nicht sinnvoll nutzbar.
Worauf solltest Du bei der Aufstellung eines Ablufttrockners aus Sicherheitsgründen achten?
Der Abluftschlauch sollte kurz, strömungsgünstig und hitzebeständig verlegt werden, damit sich keine unnötige Wärme staut. Der Auslass darf nicht in geschlossene Räume oder in Bereiche mit Feuchtigkeit zurückgeführt werden. Achte außerdem darauf, dass der Trockner stabil steht und die Luftöffnung nicht blockiert ist.
Welche Wartung ist bei einem Ablufttrockner besonders wichtig?
Du solltest das Flusensieb nach jedem Trockengang reinigen, damit Luft gut zirkulieren kann und das Gerät nicht überhitzt. Prüfe regelmäßig den Abluftschlauch auf Knicke, Verstopfungen oder Ablagerungen. Auch der Außenbereich des Abluftauslasses sollte frei bleiben, damit die Feuchtigkeit zuverlässig abgeführt wird.
Wie entsorgst Du einen alten Ablufttrockner richtig?
Ein Trockner gehört nicht in den Hausmüll, sondern zum Elektroschrott oder zur kommunalen Sammelstelle. Oft nehmen auch Wertstoffhöfe oder der Handel Altgeräte zurück. Trenne vor der Abgabe lose Zubehörteile wie Schlauch oder Stecker nur, wenn die Annahmestelle das so vorgibt.
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