Trockner mit WLAN
Achte beim Vergleich nicht nur auf die App, sondern auf den Wärmepumpen-Kompressor – er entscheidet über Stromkosten und Lebensdauer deines Trockners.
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Trockner mit WLAN im Vergleich und Test
Der Fernstart per App ist ausgerechnet die Funktion, die bei WLAN-Trocknern am wenigsten bringt — und die Hersteller bewerben sie am lautesten. Der Grund: Aus Sicherheitsgründen musst du bei fast allen Geräten die Fernstart-Freigabe nach jedem Türöffnen direkt am Gerät neu aktivieren. Du stehst also ohnehin vor der Maschine. Der echte Nutzen der WLAN-Anbindung liegt woanders: Push-Benachrichtigung bei Programmende, Verbrauchsstatistik pro Ladung und bei einigen Modellen die automatische Startverzögerung auf günstige Stromzeiten.
Genau diese Unterschiede trennen die Geräte in dieser Kategorie. Zwei Trockner mit identischer App-Werbung können sich im Funktionsumfang massiv unterscheiden — der eine zeigt nur den Restzeit-Timer, der andere protokolliert jede Kilowattstunde und lässt dich Programme aus der App nachladen.
Wärmepumpe oder Kondensation und was das jährlich kostet
Ein Wärmepumpentrockner der Klasse A+++ verbraucht rund 1,5 bis 2 kWh pro Trockengang, ein klassischer Kondenstrockner der Klasse B zwischen 3,5 und 4,5 kWh. Bei 160 Ladungen im Jahr und 35 Cent pro Kilowattstunde macht das 100 bis 140 Euro Differenz — jedes Jahr. Der Aufpreis von 150 bis 250 Euro beim Kauf ist damit nach spätestens zwei Jahren wieder drin.
Fast alle WLAN-Modelle in dieser Kategorie sind Wärmepumpengeräte, aber die Effizienzklassen streuen von A+++ bis A+. Zwischen A+++ und A+ liegen pro Ladung etwa 0,8 kWh. Die App macht diesen Unterschied übrigens sichtbar: Geräte mit Verbrauchsmonitoring zeigen dir nach jedem Programm den realen Strombedarf — nicht den Laborwert vom Energielabel.
Welche App-Funktionen im Alltag wirklich zählen
Die Programmende-Meldung aufs Handy klingt banal, verhindert aber das häufigste Wäscheproblem: Kleidung, die stundenlang zerknittert in der Trommel liegt. Einige Modelle knüpfen daran eine automatische Knitterschutz-Verlängerung, die du aus der Ferne aktivierst, wenn du später nach Hause kommst als geplant.
Interessanter wird es bei Geräten mit Anbindung an dynamische Stromtarife oder eine PV-Anlage. Sie verschieben den Start automatisch in Zeitfenster mit günstigem oder eigenem Strom. Bei einem dynamischen Tarif mit Nachtpreisen um 20 Cent statt 40 Cent tagsüber halbierst du die Trockenkosten pro Ladung — ohne dein Verhalten zu ändern. Prüfe vor dem Kauf, ob das Modell mit deinem Smart-Home-System spricht: Manche Hersteller koppeln nur mit der eigenen App, andere unterstützen offene Standards.
Ein Punkt, der in Datenblättern selten steht: Fast alle Trockner funken ausschließlich im 2,4-GHz-Band. Steht das Gerät im Keller und dein Router zwei Etagen höher, brauchst du einen Repeater — sonst ist die smarte Funktion nach der Einrichtung dauerhaft offline.
Füllmenge und Sensortrocknung richtig einordnen
Die gängigen Größen liegen bei 8 und 9 kg Füllmenge. 8 kg reichen für einen Haushalt mit zwei bis drei Personen; ab vier Personen oder viel Bettwäsche lohnen 9 kg, weil ein Bettbezug-Set sonst zwei Durchgänge braucht. Wichtig: Die Kilogramm-Angabe bezieht sich auf Baumwolle im Schranktrocken-Programm — bei Feinwäsche oder Wolle halbiert sich die nutzbare Menge.
Entscheidender als die reine Größe ist die Feuchtesensorik. Gute Sensoren messen die Restfeuchte kontinuierlich und beenden das Programm exakt beim eingestellten Trocknungsgrad. Das spart pro Ladung 10 bis 20 Minuten Laufzeit und schont die Fasern — Übertrocknung ist der Hauptgrund, warum T-Shirts nach einem Jahr eingelaufen und ausgeblichen aussehen.
Lautstärke, Aufstellort und die Sache mit dem Standby
Die Modelle in diesem Vergleich liegen zwischen 62 und 67 dB im Betrieb. Fünf Dezibel klingen nach wenig, entsprechen aber grob einer Verdopplung der wahrgenommenen Lautstärke. Steht der Trockner in der offenen Küche oder neben dem Schlafzimmer, lohnt der Blick auf Werte unter 64 dB — im Keller ist das egal.
Die Dauerverbindung ins WLAN kostet Strom, auch wenn das Gerät nichts tut. Rechne mit 0,5 bis 2 Watt Standby-Leistung, also bis zu 6 Euro im Jahr. Manche Modelle trennen die Verbindung nach dem Programmende automatisch, andere bleiben permanent online. Ein Detail, das kaum ein Hersteller aufs Datenblatt schreibt, aber in den technischen Unterlagen steht — und über zehn Jahre Gerätelaufzeit einen niedrigen zweistelligen Betrag ausmacht.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Welche Vorteile hat ein Trockner mit WLAN im Alltag?
Du kannst den Trockner per App starten, pausieren und den Programmstatus von unterwegs prüfen. Viele Modelle senden dir auch Benachrichtigungen, wenn die Wäsche fertig ist oder der Filter gereinigt werden sollte. Das spart dir Wege und hilft, den Trockengang besser in deinen Alltag einzupassen.
Brauche ich für einen WLAN-Trockner ein Smart-Home-System?
Nein, meistens reicht die Hersteller-App auf dem Smartphone aus. Ein Smart-Home-System ist nur nötig, wenn Du den Trockner zusätzlich in Apple Home, Google Home oder ähnliche Plattformen einbinden willst. Prüfe vorher, ob die App und die Sprachassistenten mit Deinem System kompatibel sind.
Worauf solltest Du bei der App-Kompatibilität achten?
Achte darauf, ob die App für iOS und Android verfügbar ist und regelmäßige Updates bekommt. Wichtig ist auch, dass Dein WLAN-Router das benötigte Frequenzband unterstützt, meist 2,4 GHz. Manche Geräte brauchen außerdem ein Benutzerkonto beim Hersteller, um alle Funktionen freizuschalten.
Sind WLAN-Trockner sicher im Betrieb?
Ja, die Trockner selbst arbeiten nach denselben Sicherheitsstandards wie Modelle ohne WLAN. Für die vernetzte Steuerung solltest Du aber ein sicheres Passwort und möglichst aktuelle Firmware nutzen. So reduzierst Du das Risiko unbefugter Zugriffe auf die App-Steuerung.
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