Trockner mit Mengenautomatik
Die Mengenautomatik stoppt erst, wenn die Wäsche wirklich trocken ist – Modelle ohne dieses Sensorsystem trocknen nach Zeit und verschwenden so bares Geld.
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Trockner mit Mengenautomatik im Vergleich und Test
Die Mengenautomatik misst nicht die Wäschemenge — das glauben viele, und der Name trägt daran Schuld. Tatsächlich sitzen in der Trommel Leitfähigkeitssensoren, die die Restfeuchte der Wäsche erfassen. Der Trockner passt Laufzeit und Temperatur laufend an und schaltet ab, sobald die Wäsche den gewählten Trockengrad erreicht hat. Bei halber Beladung verkürzt das den Durchgang um 30 bis 40 Prozent gegenüber einem starren Zeitprogramm.
Genau darin liegt der Unterschied zu Geräten ohne diese Funktion: Ein Zeitprogramm läuft 120 Minuten, egal ob nach 70 Minuten schon alles trocken ist. Das kostet Strom und strapaziert die Fasern unnötig. Wolle und Funktionskleidung leiden unter Übertrocknung messbar — Elasthan verliert bei wiederholter Überhitzung an Spannkraft.
Wärmepumpe oder Kondensator und was die Stromrechnung sagt
Ein Wärmepumpentrockner braucht pro Ladung rund 1,5 kWh, ein klassischer Kondenstrockner 3,5 bis 4 kWh. Bei 160 Trocknungen im Jahr und 35 Cent pro Kilowattstunde sind das etwa 85 bis 140 Euro Differenz — jedes Jahr. Der Aufpreis von 150 bis 250 Euro beim Kauf ist damit nach zwei bis drei Jahren wieder drin.
Der zweite Effekt betrifft den Aufstellort: Wärmepumpengeräte trocknen bei 45 bis 60 °C statt bei 100 bis 125 °C. Das schont empfindliche Textilien und erlaubt die Aufstellung in kleinen Räumen, weil weniger Abwärme entsteht. Nachteil: Ein Durchgang dauert 30 bis 60 Minuten länger. Wer abends um 22 Uhr noch schnell Handtücher trocknen will, merkt das.
Fassungsvermögen und warum 8 kg nicht gleich 8 kg sind
Die Kilogramm-Angabe bezieht sich auf trockene Baumwolle im Standardprogramm. Für Bettwäsche oder Daunenjacken zählt eher das Trommelvolumen: Unter 110 Litern knittert ein Bettbezug stark, weil er sich nicht frei bewegen kann. Ab 8 kg Fassungsvermögen liegen die meisten Trommeln bei 112 bis 120 Litern — das reicht für einen Vier-Personen-Haushalt.
Wichtig für die Mengenautomatik selbst: Sie arbeitet auch bei kleinen Ladungen präzise, aber nur, wenn die Wäsche die Sensoren berührt. Zwei einzelne T-Shirts in einer 9-kg-Trommel können an den Fühlern vorbeifliegen — dann bricht das Programm zu früh ab. Für Haushalte, die häufig Kleinstmengen trocknen, ist eine 7-kg-Trommel deshalb oft die bessere Entscheidung als das größte verfügbare Modell.
Lautstärke, Knitterschutz und die Frage nach dem Aufstellort
Trockner liegen zwischen 60 und 67 dB — der Unterschied klingt klein, ist aber eine wahrgenommene Verdopplung der Lautstärke, weil die Dezibel-Skala logarithmisch verläuft. Steht das Gerät im Keller, spielt das keine Rolle. In der offenen Küche oder im Bad neben dem Schlafzimmer lohnt der Blick auf Modelle unter 62 dB.
Der Knitterschutz arbeitet direkt mit der Mengenautomatik zusammen: Nach Programmende dreht die Trommel bis zu zwei Stunden lang in Intervallen weiter, damit die Wäsche nicht verknautscht am Boden liegt. Wer den Trockner morgens vor der Arbeit startet, holt abends deutlich glattere Hemden heraus — bei manchen Modellen entfällt das Bügeln komplett.
Wartung, die über die Messgenauigkeit entscheidet
Ein selbstreinigender Kondensator spült Flusen automatisch mit Kondenswasser aus. Ohne diese Funktion setzt sich der Wärmetauscher zu, der Verbrauch steigt schleichend um 10 bis 20 Prozent, und du musst alle paar Monate manuell mit dem Staubsauger ran. Bei Wärmepumpengeräten ist die Funktion besonders relevant, weil der Wärmetauscher dort schwerer zugänglich ist.
Und ein Detail, das kaum jemand kennt: Weichspüler hinterlässt auf den Feuchtigkeitssensoren einen dünnen Film, der die Leitfähigkeitsmessung verfälscht. Der Trockner hält die Wäsche dann für trockener, als sie ist, und schaltet zu früh ab. Die Metallfühler in der Trommel alle zwei bis drei Monate mit etwas Essig abwischen — das dauert eine Minute und stellt die Genauigkeit der gesamten Automatik wieder her.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wie spart ein Trockner mit Mengenautomatik Strom?
Die Mengenautomatik misst die aktuelle Beladung und passt Trocknungsdauer oder Energieeinsatz daran an. Bei kleinerer Wäschemenge läuft das Programm also meist kürzer und verbraucht weniger Strom als ein Gerät ohne diese Funktion. Das lohnt sich besonders, wenn Du oft nur halbe Trommeln trocknest.
Worin unterscheidet sich die Mengenautomatik von einer Feuchtigkeitssensorik?
Die Mengenautomatik erkennt vor allem, wie viel Wäsche in der Trommel liegt, während eine Feuchtigkeitssensorik den tatsächlichen Trocknungsgrad misst. Viele moderne Trockner kombinieren beides, damit die Laufzeit besser zur Beladung und Restfeuchte passt. So wird die Wäsche weniger unnötig lange getrocknet.
Welche Beladung ist für die Mengenautomatik am sinnvollsten?
Am besten funktioniert sie bei normal gefüllter, aber nicht überladener Trommel. Wenn Du den Trockner zu voll packst, kann die Luft schlechter zirkulieren und die Automatik arbeitet ungenauer. Als Faustregel gilt: Die Wäsche sollte locker fallen können und nicht stark zusammengedrückt sein.
Was solltest Du bei der Pflege eines Trockners mit Mengenautomatik beachten?
Reinige Flusensieb und Kondensator regelmäßig, sonst kann die Luftzirkulation leiden und die Automatik misst schlechter. Auch der Wärmepumpenfilter, falls vorhanden, sollte nach Herstellervorgabe sauber gehalten werden. So bleiben Trocknungszeit und Energieverbrauch zuverlässig.
Ist bei einem Trockner mit Mengenautomatik eine spezielle Installation nötig?
Nein, für die Mengenautomatik selbst brauchst Du keine besondere Installation. Wichtig ist nur der passende Anschluss je nach Gerätetyp, zum Beispiel Stromanschluss und bei Kondenstrocknern ein Platz für das Kondenswasser. Prüfe außerdem, ob die Geräteabmessungen zu Deinem Stellplatz passen.
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