Trockner mit Zeitprogramm
Achte beim Zeitprogramm auf die exakte Restlaufzeit-Anzeige – viele Modelle schätzen nur grob und lassen deine Wäsche länger laufen als nötig.
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Trockner mit Zeitprogramm im Vergleich und Test
Ein Zeitprogramm klingt nach Technik von gestern — dabei fehlt es ausgerechnet bei vielen günstigen Geräten und ist bei teuren Wärmepumpentrocknern wieder Standard. Der Grund: Die Sensortrocknung, die sonst alles automatisch regelt, braucht mindestens etwa ein Kilogramm feuchte Wäsche, um die Restfeuchte zuverlässig zu messen. Bei zwei Handtüchern, einer Daunenjacke oder Sneakern im Trocknerkorb misst der Sensor ins Leere und schaltet zu früh ab.
Genau dafür ist die manuelle Zeitwahl da. Typisch sind Stufen von 20 Minuten bis 3 Stunden, oft in 10-Minuten-Schritten. Wer regelmäßig kleine Mengen nachtrocknet oder empfindliche Teile nur kurz auflockern will, nutzt diese Funktion häufiger als jedes Automatikprogramm.
Wärmepumpe oder Kondensation und was der Unterschied jährlich kostet
Die Bauart entscheidet über deine Stromrechnung deutlicher als jede andere Eigenschaft. Ein Wärmepumpentrockner verbraucht pro Ladung rund 0,8 bis 1,5 kWh, ein klassischer Kondenstrockner 3,5 bis 4 kWh. Bei 160 Trockengängen im Jahr macht das grob 40 Euro gegen 180 Euro Stromkosten — die Wärmepumpe holt ihren Aufpreis von 150 bis 300 Euro also in zwei bis drei Jahren wieder rein.
Der Kondenstrockner hat trotzdem einen Vorteil: Er trocknet mit 60 bis 70 °C Prozesstemperatur schneller, eine volle Ladung ist nach etwa 100 Minuten fertig. Die Wärmepumpe arbeitet mit rund 45 bis 50 °C und braucht dafür 2,5 bis 3 Stunden. Wer den Trockner selten nutzt und keinen Platz zum Aufheizen der Wohnung hat, rechnet hier anders als ein Vier-Personen-Haushalt.
Füllmenge realistisch einschätzen
Die Herstellerangabe zur Füllmenge bezieht sich auf trockene Baumwollwäsche — 8 kg entsprechen ungefähr dem Inhalt einer vollen 8-kg-Waschmaschine, also etwa vier Bettbezügen oder rund 40 T-Shirts. Für einen Zwei-Personen-Haushalt reichen 7 kg, ab drei Personen oder regelmäßiger Bettwäsche lohnen sich 8 bis 9 kg.
Wichtig ist der Blick auf die Trommelgröße in Litern: Unter 110 Litern knittert Bettwäsche stärker, weil sie sich beim Wenden verheddert. Eine reversierende Trommel, die regelmäßig die Drehrichtung wechselt, reduziert genau dieses Problem und verkürzt das Bügeln messbar.
Lautstärke, Aufstellort und der unterschätzte Kondensatschlauch
Typische Trockner liegen bei 62 bis 65 dB im Betrieb — das entspricht einem normalen Gespräch und stört in der offenen Küche durchaus. Modelle unter 60 dB kosten meist etwas mehr, lassen sich aber auch abends laufen lassen, ohne dass der Fernseher lauter gestellt werden muss. Steht das Gerät im Keller, kannst du diesen Punkt komplett streichen und das gesparte Geld in Effizienz stecken.
Fast alle Kondens- und Wärmepumpentrockner sammeln das Wasser in einem Behälter, den du nach jeder oder jeder zweiten Ladung leerst — bei einer 8-kg-Ladung fallen bis zu 4 Liter an. Viele Geräte haben einen Anschluss für einen Kondensatschlauch, der das Wasser direkt in den Abfluss leitet. Steht ein Siphon in Reichweite, entfällt das Leeren komplett; beim Aufstellort lohnt sich diese Überlegung vor dem Kauf, nicht danach.
Programme, die du wirklich nutzt
Zwölf Programme auf dem Wahlknopf sagen wenig — entscheidend ist, ob die drei bis vier dabei sind, die zu deiner Wäsche passen. Ein Wollprogramm mit reduzierter Trommelbewegung, ein Programm für Outdoor- oder Funktionskleidung und die Zeitwahl decken bei den meisten Haushalten 90 Prozent der Fälle ab. Ein separates Kaltluft-Zeitprogramm ist praktisch, um Kleidung nur aufzufrischen, ohne Energie fürs Heizen zu verbrauchen.
Achte außerdem auf den Knitterschutz: Nach Programmende bewegt die Trommel die Wäsche bis zu 120 Minuten in Intervallen weiter. Wer den Trockner startet und dann einkaufen geht, holt so keine zerknautschten Hemden heraus. Bei Geräten ohne diese Funktion liegt die warme Wäsche zusammengepresst am Trommelboden — nach 30 Minuten sind die Falten drin.
Ein Detail, das in Datenblättern gern untergeht: Die Restlaufanzeige rechnet bei Sensorprogrammen dynamisch und springt gern mal von 45 auf 20 Minuten. Beim Zeitprogramm stimmt die Anzeige dagegen auf die Minute — genau deshalb schätzen viele Nutzer die manuelle Steuerung auch bei Geräten mit voller Sensorausstattung.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wie hilft Dir ein Zeitprogramm beim Trocknen?
Mit einem Zeitprogramm legst Du die Laufzeit selbst fest und kannst den Trockner gezielt auf die Wäschemenge abstimmen. Das ist praktisch, wenn Du keine Automatik nach Restfeuchte nutzen willst oder einzelne Teile nur kurz nachtrocknen möchtest. So behältst Du die Trockendauer besser im Blick.
Worauf solltest Du bei Trocknern mit Zeitprogramm beim Kauf achten?
Achte vor allem auf die maximale Beladung, die vorhandenen Trockenstufen und darauf, ob das Zeitprogramm für Deine Textilien fein genug einstellbar ist. Sinnvoll sind auch Angaben zum Energieverbrauch, zur Lautstärke und zum Kondenswasserbehälter oder Ablaufschlauch. So passt das Gerät besser zu Deinem Alltag und zur Aufstellung.
Sind Trockner mit Zeitprogramm für empfindliche Wäsche geeignet?
Ja, wenn Du die Laufzeit kurz hältst und ein schonendes Programm nutzt, kannst Du empfindliche Textilien gezielter behandeln. Ein zu langes Trocknen belastet Fasern und kann Einlaufen fördern, deshalb ist die genaue Zeitwahl wichtig. Beachte immer die Pflegehinweise im Etikett.
Wie pflegst Du einen Trockner mit Zeitprogramm richtig?
Reinige nach jedem Trocknen das Flusensieb, damit Luft und Trocknungsleistung erhalten bleiben. Bei Kondenstrocknern solltest Du auch den Kondenswasserbehälter regelmäßig leeren und den Wärmetauscher nach Herstellerangabe säubern. Das reduziert Störungen und hilft, den Verbrauch stabil zu halten.
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