Trockner Energieeffizienzklasse A++
Achte beim Vergleich nicht nur auf die Klasse A++, sondern auf den Jahresverbrauch in kWh – hier trennen sich sparsame Modelle von teuren Stromfressern.
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Trockner mit Energieeffizienzklasse A++ im Vergleich
Die meisten Käufer glauben, A+++ sei automatisch die bessere Wahl — und zahlen dafür oft 150 bis 250 Euro Aufpreis. Der tatsächliche Unterschied im Jahresverbrauch zwischen A++ und A+++ liegt bei einem 8-kg-Gerät aber nur bei etwa 40 bis 60 kWh, also rund 15 bis 20 Euro Stromkosten pro Jahr. Ein A++-Trockner amortisiert diesen Aufpreis erst nach zehn oder mehr Jahren — länger, als viele Geräte überhaupt laufen.
Interessanter ist der Blick nach unten: Gegenüber einem klassischen Kondenstrockner der Klasse B sparst du mit A++ etwa 300 kWh im Jahr. Bei 35 Cent pro Kilowattstunde sind das über 100 Euro jährlich — bei drei bis vier Trockengängen pro Woche rechnet sich der Wechsel schon im zweiten Jahr.
Wärmepumpe statt Heizstab und was das im Alltag bedeutet
Hinter der Klasse A++ steckt fast immer ein Wärmepumpentrockner. Er arbeitet mit rund 45 bis 60 Grad Prozesstemperatur statt der 100 Grad eines Heizstab-Geräts. Das schont Wolle, Funktionsjacken und elastische Fasern messbar — Sportkleidung mit Elasthan verliert bei niedrigen Temperaturen deutlich langsamer ihre Spannkraft.
Die niedrigere Temperatur hat einen Preis: Zeit. Ein Baumwollprogramm schranktrocken dauert bei A++-Geräten typischerweise 140 bis 170 Minuten, ein alter Kondenstrockner schafft dasselbe in 100 bis 120 Minuten. Wer abends um 21 Uhr startet, hängt die Wäsche also nicht mehr vor dem Schlafengehen ab — Geräte mit Startzeitvorwahl von bis zu 24 Stunden lösen das Problem, wenn du morgens fertige Wäsche brauchst.
Fassungsvermögen richtig einschätzen
Die gängigen Größen liegen bei 7, 8 und 9 kg. Wichtig zu wissen: Die Kilogramm-Angabe bezieht sich auf trockene Baumwollwäsche im Standardprogramm. Bei Feinwäsche oder Wolle sinkt die zulässige Beladung auf ein Drittel bis die Hälfte — ein 8-kg-Gerät trocknet im Wollprogramm nur etwa 2 bis 3 kg.
Eine überfüllte Trommel verlängert die Laufzeit und hinterlässt feuchte Stellen in der Mitte der Ladung. Als Faustwert: Eine 8-kg-Waschmaschinenladung Baumwolle passt komplett in einen 8-kg-Trockner, weil nasse Wäsche zwar schwerer ist, das Fassungsvermögen aber auf das Trockengewicht gerechnet wird. Für einen Vier-Personen-Haushalt sind 8 kg der praktikable Standard, bei Bettwäsche und großen Decken lohnen 9 kg.
Kondensationseffizienz und der richtige Aufstellort
Auf dem Energielabel steht neben der Effizienzklasse eine zweite Angabe, die kaum jemand liest: die Kondensationseffizienzklasse. Sie beschreibt, wie viel der entzogenen Feuchtigkeit tatsächlich im Kondensatbehälter landet. Klasse A bedeutet über 90 Prozent, Klasse B gibt bis zu 20 Prozent der Feuchte an die Raumluft ab. In einem fensterlosen Kellerraum oder einer kleinen Abstellkammer macht das den Unterschied zwischen trockener Wand und Schimmelrisiko.
Praktisch relevant ist auch der Kondensatablauf: Viele Modelle lassen sich per mitgeliefertem Schlauch direkt an den Abfluss anschließen. Dann entfällt das Leeren des Wasserbehälters nach jedem zweiten Durchgang — bei vier Trockengängen pro Woche sparst du dir rund 100 Handgriffe im Jahr.
Lautstärke, Wartung und die Sache mit dem Wärmetauscher
A++-Trockner liegen meist bei 64 bis 66 dB — das entspricht einem normalen Gespräch, ist durch eine geschlossene Tür aber hörbar. Steht das Gerät neben Küche oder Wohnzimmer, lohnt der Blick auf Modelle mit 62 dB oder weniger; drei Dezibel weniger nimmt das Ohr als etwa halb so laut wahr.
Beim Thema Pflege trennen sich die Geräte deutlich. Bei jedem Trockner reinigst du das Flusensieb nach jedem Durchgang. Der Wärmetauscher dagegen setzt sich langsam mit feinen Flusen zu — und jede Verstopfung erhöht den Verbrauch und verlängert die Laufzeit. Modelle mit selbstreinigendem Kondensator spülen ihn automatisch mit Kondenswasser durch; bei Geräten ohne diese Funktion steht alle paar Monate eine manuelle Reinigung an, sonst frisst das Gerät nach zwei Jahren spürbar mehr Strom als auf dem Label steht.
Ein Detail, das im Datenblatt oft untergeht: Der Knitterschutz bewegt die Trommel nach Programmende in Intervallen weiter, bei manchen Geräten bis zu zwei Stunden lang. Wer die Wäsche nicht sofort entnimmt, spart sich damit bei Hemden und T-Shirts einen Großteil des Bügelns — vorausgesetzt, die Funktion lässt sich in der Dauer einstellen und schaltet sich nicht nach 30 Minuten ab.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du bei einem Trockner mit Energieeffizienzklasse A++ noch achten?
A++ sagt vor allem etwas über den Stromverbrauch im Vergleich zur alten Skala aus, nicht automatisch über die Trocknungszeit oder den Bedienkomfort. Achte zusätzlich auf Fassungsvermögen, Kondensations- oder Wärmepumpentechnik und den jährlichen Energieverbrauch in kWh. So vermeidest Du ein Modell, das zwar sparsam wirkt, im Alltag aber nicht zu Deinem Wäscheaufkommen passt.
Welche Trocknerart ist bei A++ meist am sparsamsten?
Am wenigsten Strom brauchen meist Wärmepumpentrockner, weil sie die Wärme im Kreis führen und deutlich effizienter arbeiten als klassische Kondenstrockner. Bei Geräten mit A++ ist diese Technik besonders häufig zu finden. Wenn Du regelmäßig trocknest, lohnt sich der Blick auf den tatsächlichen Verbrauch pro 100 Zyklen.
Wie entsorgst Du einen alten Trockner richtig?
Alte Trockner gehören nicht in den Hausmüll, sondern zum Wertstoffhof oder zur Rücknahme beim Händler. Händler müssen Altgeräte oft kostenlos zurücknehmen, wenn Du ein neues Gerät kaufst. Vor der Abgabe solltest Du Kondenswasser entfernen und das Gerät vom Strom trennen.
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