Trockner Energieeffizienzklasse A+++
Beim Trocknerkauf zählt nicht nur A+++, sondern der jährliche Stromverbrauch in kWh – zwei Geräte derselben Klasse trennen oft über 30 Euro pro Jahr.
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Trockner Energieeffizienzklasse A+++ im Vergleich
Hinter jedem Trockner mit A+++ steckt zwangsläufig eine Wärmepumpe — mit klassischer Kondensationstechnik ist diese Klasse technisch nicht erreichbar. Das hat eine Folge, die viele erst zu Hause bemerken: Diese Geräte trocknen mit nur 45 bis 60 °C statt mit über 100 °C. Ein Baumwollprogramm dauert dadurch 150 bis 180 Minuten, während ein alter Kondenstrockner in 90 Minuten fertig war. Der langsamste Trockner im Haushalt ist also gleichzeitig der sparsamste — und der schonendste für Wolle, Funktionsjacken und alles mit Elasthan.
Beim Verbrauch reden wir über echte Unterschiede: Ein A+++-Gerät zieht rund 130 bis 180 kWh pro Jahr, ein Kondenstrockner der Klasse B über 500 kWh. Bei 35 Cent pro Kilowattstunde sind das 120 bis 130 Euro Differenz — jedes Jahr, über typischerweise 10 bis 13 Jahre Lebensdauer.
A+++ gegen A++ und wann sich der Aufpreis rechnet
Der Sprung von A++ auf A+++ kostet beim Kauf meist 100 bis 200 Euro extra, spart aber nur etwa 60 bis 80 kWh im Jahr — also rund 20 bis 28 Euro Stromkosten. Bei zwei bis drei Trocknungen pro Woche amortisiert sich der Aufpreis nach fünf bis sieben Jahren. Wer den Trockner fast täglich nutzt, etwa mit Kindern im Haushalt, holt das Geld schon nach drei Jahren wieder rein.
Achte dabei auf den Wert im Datenblatt: Der Jahresverbrauch wird mit 160 Standardzyklen berechnet. Trocknest du seltener, verschiebt sich die Rechnung entsprechend nach hinten — trocknest du öfter, kippt sie deutlich zugunsten von A+++.
Füllmenge und warum 8 kg nicht gleich 8 kg sind
Die Füllmenge gilt für trockene Wäsche — 8 kg Fassungsvermögen entsprechen etwa einer vollen Ladung aus einer 8-kg-Waschmaschine. Kaufst du den Trockner kleiner als die Waschmaschine, musst du jede Ladung splitten und verdoppelst faktisch die Laufzeiten. Gängig sind 7, 8 und 9 kg; für einen Zwei-Personen-Haushalt reichen 7 kg, ab vier Personen lohnen 9 kg.
Wichtig für die Wäschequalität: Wärmepumpentrockner arbeiten nur dann effizient, wenn die Trommel zu mindestens der Hälfte gefüllt ist. Bei drei T-Shirts allein läuft der Feuchtigkeitssensor ins Leere und das Programm bricht zu früh oder zu spät ab. Wer regelmäßig Kleinstmengen trocknet, nutzt besser die zeitgesteuerten Programme statt der Automatik.
Selbstreinigender Kondensator oder Handarbeit
Der größte versteckte Unterschied zwischen den Modellen ist die Kondensatorreinigung. Bei Geräten mit selbstreinigendem Kondensator spült das Kondenswasser den Wärmetauscher nach jedem Durchgang automatisch frei. Bei einfacheren Modellen musst du den Kondensator alle ein bis zwei Monate manuell absaugen oder ausspülen — vergisst du das, steigt der Verbrauch um bis zu 20 Prozent und die Trockenzeit verlängert sich spürbar.
Das Flusensieb bleibt bei beiden Varianten Pflicht: nach jedem Durchgang leeren, sonst verliert der Sensor an Genauigkeit. Den Kondenswasserbehälter kannst du dir sparen, wenn ein Abwasseranschluss in Reichweite ist — fast alle Geräte lassen sich mit einem Ablaufschlauch direkt anschließen, das Zubehör liegt oft bei.
Lautstärke, Aufstellort und die Details im Programm
Wärmepumpentrockner liegen bei 62 bis 66 dB im Betrieb — das ist lauter als eine moderne Waschmaschine im Waschgang und in einer offenen Wohnküche deutlich hörbar. Der Unterschied zwischen 62 und 66 dB klingt klein, entspricht aber gefühlt gut der doppelten Lautstärke, weil Dezibel logarithmisch skalieren. Steht das Gerät im Keller oder Hauswirtschaftsraum, ist der Wert egal; im Wohnbereich lohnt der Blick aufs Datenblatt.
Ein Programmdetail mit Alltagswert ist der Knitterschutz: Nach Programmende bewegt die Trommel die Wäsche in Intervallen weiter, teils bis zu 120 Minuten. Wer den Trockner abends startet und die Wäsche erst morgens herausnimmt, spart sich damit bei Hemden und Blusen einen Teil des Bügelns. Bei den günstigsten Modellen fehlt diese Funktion oder läuft nur 30 Minuten.
Noch ein Punkt für unbeheizte Räume: Die Wärmepumpe arbeitet zwischen 5 und 35 °C Raumtemperatur zuverlässig. In einer Garage, die im Winter unter 5 °C fällt, verlängern sich die Programme drastisch oder das Gerät bricht ab — anders als der alte Kondenstrockner, dem die Kälte egal war.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du bei einem Trockner mit Energieeffizienzklasse A+++ achten?
Achte vor allem auf den Trocknertyp, die Beladungsmenge und den Stromverbrauch pro Programm. Wärmepumpentrockner sind bei A+++ meist am sparsamsten, brauchen aber oft etwas länger als andere Modelle.
Sind Trockner mit A+++ heute noch sinnvoll?
Ja, wenn Du ein Gerät mit möglichst niedrigem Stromverbrauch suchst, sind sie weiterhin interessant. Die Kennzeichnung hilft Dir, sparsame Modelle schnell zu erkennen und die laufenden Kosten besser einzuschätzen.
Welche Pflege braucht ein A+++ Trockner für einen niedrigen Verbrauch?
Reinige Flusensieb und Kondensator regelmäßig, damit das Gerät effizient bleibt. Auch der Wärmetauscher sollte, je nach Modell, von Staub und Fusseln frei gehalten werden, sonst steigt der Energiebedarf.
Welche Rolle spielt die Beladung bei einem energieeffizienten Trockner?
Die Beladung hat großen Einfluss auf den Verbrauch, weil halbleere Trommeln unnötig Energie kosten. Trockne daher möglichst passende Mengen und orientiere Dich an der empfohlenen Füllmenge des Herstellers.
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