Kühlschränke mit Kühlen & Gefrieren
Beim Kühl-Gefrier-Kombi entscheidet nicht der Preis, sondern die Klimaklasse: Wählst du falsch, taut dein Gefrierfach in der warmen Küche auf.
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Kühlschränke mit Kühlen und Gefrieren im Vergleich
Wer heute nach A+++ sucht, findet nichts mehr — und hält deshalb viele gute Geräte für schlecht. Seit 2021 gilt eine neue Label-Skala, auf der Klasse A praktisch leer ist. Eine Kühl-Gefrier-Kombination mit Energieeffizienzklasse C gehört heute zu den sparsamsten am Markt, ein D-Gerät entspricht ungefähr dem alten A++.
Der Unterschied ist keine Kosmetik. Eine Kombi mit 300 Litern in Klasse C verbraucht rund 130 kWh im Jahr, ein F-Gerät gleicher Größe kommt auf 250 bis 280 kWh. Bei 35 Cent pro Kilowattstunde sind das etwa 50 Euro Mehrkosten jährlich — über 15 Jahre Laufzeit rund 750 Euro. Ein Aufpreis von 200 Euro für die bessere Klasse rechnet sich damit schon im vierten Jahr.
NoFrost und was eine Eisschicht wirklich kostet
Eine fünf Millimeter dicke Eisschicht im Gefrierteil treibt den Stromverbrauch um 10 bis 15 Prozent nach oben, weil das Eis wie eine Isolierschicht auf den Kühlelementen liegt. Ohne NoFrost heißt das: zweimal im Jahr abtauen, Gefriergut zwischenlagern, mehrere Stunden warten.
NoFrost-Technik hält die Luft im Gefrierraum trocken, sodass sich gar kein Eis bildet. Die Umluft kostet selbst etwas Energie, unterm Strich liegt ein regelmäßig vereistes Gerät ohne NoFrost aber höher im Verbrauch. Günstiger Mittelweg ist LowFrost: Hier bildet sich Eis deutlich langsamer, abtauen musst du trotzdem — nur seltener.
Nutzinhalt richtig aufteilen statt nur Liter zählen
Die Gesamtliterzahl allein sagt wenig, entscheidend ist das Verhältnis von Kühl- zu Gefrierteil. Für einen Zwei-Personen-Haushalt reichen 150 bis 200 Liter Kühlvolumen plus 60 bis 80 Liter Gefrierteil — das deckt einen Wocheneinkauf ab. Wer regelmäßig auf Vorrat einfriert oder Selbstgekochtes portioniert, braucht eher 100 Liter Gefriervolumen und findet die in Kombis ab etwa 185 cm Höhe.
Ein Blick lohnt sich auf die 0-°C-Zone, die viele Hersteller als VitaFresh, BioFresh oder PerfectFresh vermarkten. In diesem Fach mit knapp über null Grad und regulierbarer Feuchtigkeit halten Fisch und Fleisch zwei- bis dreimal so lange wie im normalen Kühlbereich, Salat und Gemüse bleiben bis zu einer Woche länger knackig. Wer viel frisch kocht statt einzufrieren, hat davon im Alltag mehr als von 50 Litern Extra-Gefrierraum.
Lautstärke und Aufstellort werden am häufigsten unterschätzt
Zwischen 35 und 42 dB liegen auf dem Papier sieben Dezibel — im Ohr ist das fast eine Verdopplung der wahrgenommenen Lautstärke. In einer offenen Wohnküche oder einem Ein-Zimmer-Apartment hörst du Geräte ab etwa 38 dB deutlich, sobald es abends still wird. Modelle mit Inverter-Kompressor laufen kontinuierlich auf niedriger Stufe statt in lauten Schaltintervallen und liegen häufig bei 34 bis 36 dB.
Steht das Gerät in Keller oder Garage, entscheidet die Klimaklasse darüber, ob es dort überhaupt funktioniert. Klasse N ist für 16 bis 32 °C ausgelegt — fällt die Raumtemperatur im Winter darunter, schaltet der Kompressor ab und das Gefriergut taut langsam auf, obwohl das Gerät läuft. Für unbeheizte Räume brauchst du Klasse SN (ab 10 °C) oder ein Modell mit ausdrücklicher Wintertauglichkeit.
Maße, Türanschlag und die Sache mit der Nische
Freistehende Kombis sind meist 55 bis 70 cm breit; ab 60 cm Breite steigt der Nutzinhalt pro Zentimeter Stellfläche spürbar, weil die Isolierung nicht mitwächst. Bei Einbaugeräten zählt das Nischenmaß auf den Millimeter — Standard sind 178 cm Höhe, ältere Küchen haben oft 158-cm-Nischen, in die aktuelle Standardgeräte nicht passen.
Prüf vor dem Kauf, ob der Türanschlag wechselbar ist. Öffnet die Tür zur falschen Seite, stehst du beim Ausräumen jedes Mal zwischen Tür und Arbeitsplatte — bei fast allen Standgeräten lässt sich der Anschlag umbauen, bei manchen Einbaumodellen mit Festtürmontage dagegen nicht. Und miss den Weg in die Wohnung: Eine 190 cm hohe Kombi passt aufrecht nicht in jeden Aufzug, gekippt transportieren darfst du sie wegen des Kompressoröls nur eingeschränkt — danach muss das Gerät mindestens zwölf Stunden stehen, bevor es ans Netz geht.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wie viel Nutzinhalt sollte ein Kühlschrank mit Kühl- und Gefrierbereich haben?
Für 1 bis 2 Personen reichen oft etwa 120 bis 200 Liter Gesamtnutzinhalt. Für 3 bis 4 Personen sind meist 200 bis 300 Liter sinnvoll, bei größeren Haushalten eher mehr. Achte dabei nicht nur auf die Gesamtgröße, sondern auch auf die Aufteilung von Kühl- und Gefrierteil.
Was bedeutet die Klimaklasse bei Kühlschränken mit Kühlen und Gefrieren?
Die Klimaklasse zeigt, bei welchen Umgebungstemperaturen das Gerät zuverlässig arbeitet. Gängige Klassen wie SN, N, ST oder T decken unterschiedliche Raumtemperaturen ab, zum Beispiel Keller, Küche oder warme Wohnbereiche. Wenn der Kühlschrank an einem kühlen oder sehr warmen Ort steht, solltest Du die Klimaklasse unbedingt prüfen.
Wie entsorge ich einen alten Kühlschrank richtig?
Kühlschränke gehören nicht in den Hausmüll, weil Kältemittel und Elektronik fachgerecht behandelt werden müssen. Du kannst das Altgerät meist beim Wertstoffhof, über den Handel bei Lieferung eines Neugeräts oder über kommunale Sammelstellen abgeben. Entferne vorher Lebensmittel und sichere lose Teile, damit der Transport sauber und sicher bleibt.
Worauf sollte ich bei der Energieeffizienz achten?
Bei Kühlschränken mit Kühlen und Gefrieren zählt vor allem der jährliche Stromverbrauch in kWh, weil das Gerät dauerhaft läuft. Seit der neuen EU-Energielabel-Skala wirken viele Geräte schlechter eingestuft als früher, obwohl sie effizient sein können. Vergleiche deshalb immer das Energielabel zusammen mit dem realen Verbrauch und der Größe.
Wann ist NoFrost bei einem Kühlschrank mit Gefrierfach sinnvoll?
NoFrost ist sinnvoll, wenn Du Eisbildung im Gefrierteil vermeiden und nicht regelmäßig abtauen willst. Das spart Pflegeaufwand und hilft, den Platz im Gefrierfach konstant zu halten. Dafür brauchen NoFrost-Geräte oft etwas mehr Strom und sind meist teurer als einfache Modelle.
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