Kühlschränke Blau
Blaue Kühlschränke unterscheiden sich stark in der Farbbeständigkeit: Pulverbeschichtete Modelle bleichen unter Sonnenlicht kaum aus, lackierte schon.
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Blaue Kühlschränke im Vergleich und Test
Die Farbe entscheidet hier mehr als du denkst — nicht nur optisch, sondern technisch. Blaue Kühlschränke sind fast ausschließlich freistehende Retro-Modelle, denn Einbaugeräte verschwinden hinter Möbelfronten und werden schlicht nicht lackiert. Wer Blau will, entscheidet sich damit automatisch für ein Standgerät mit sichtbaren Seiten, gewölbter Tür und meist verchromtem Griff. Das schränkt die Auswahl bei Bauform und Technik von Anfang an ein.
Und noch etwas fällt beim Preisvergleich sofort auf: Für die blaue Lackierung zahlst du gegenüber dem baugleichen weißen Modell häufig 100 bis 300 Euro Aufschlag. Bei Marken wie Smeg kann derselbe Kühlschrank in Pastellblau über 200 Euro mehr kosten als in Weiß — die Technik dahinter ist identisch. Rechne den Farbaufpreis bewusst ein, statt ihn mit besserer Ausstattung zu verwechseln.
Warum Retro-Optik oft weniger Platz bedeutet als gedacht
Die geschwungenen Türen und abgerundeten Ecken kosten Nutzinhalt. Ein Retro-Kühlschrank mit 150 cm Höhe bringt oft nur 220 bis 250 Liter unter — ein kantiges Standardgerät gleicher Höhe schafft 280 bis 300 Liter. Für einen Zwei-Personen-Haushalt reichen 120 bis 160 Liter Kühlteil, ab drei Personen rechnest du mit 50 Litern pro zusätzlicher Person.
Prüf außerdem die Innenaufteilung: Viele Retro-Modelle haben fest verbaute Flaschenhalter aus Chromdraht, die zwar hübsch aussehen, aber weniger flexibel sind als verstellbare Glasböden. Eine 1,5-Liter-Flasche stehend unterzubringen scheitert bei manchen Geräten an nur 28 cm Fachtiefe in der Tür.
Energieklasse und was 100 kWh Unterschied pro Jahr kosten
Zwischen den blauen Modellen liegen bei der Energieeffizienz Welten. Ein Gerät der Klasse D verbraucht rund 100 kWh pro Jahr, eines mit Klasse F kommt auf 200 kWh oder mehr. Bei 35 Cent pro Kilowattstunde macht das 35 Euro Differenz jährlich — über eine typische Laufzeit von zwölf Jahren also gut 400 Euro. Damit relativiert sich ein höherer Kaufpreis für das sparsamere Modell schnell.
Vorsicht bei besonders günstigen Retro-Kühlschränken unter 300 Euro: Hier findest du überdurchschnittlich oft Klasse E oder F. Das neue Energielabel gibt den Jahresverbrauch in kWh direkt an — vergleich diese Zahl, nicht nur den Buchstaben, denn innerhalb einer Klasse schwanken die Werte um bis zu 30 Prozent.
Gefrierfach, Türanschlag und die Frage nach dem Abtauen
Viele blaue Kühlschränke kommen ohne Gefrierfach oder nur mit einem kleinen 4-Sterne-Fach von 15 bis 20 Litern. Das reicht für zwei Pizzen und eine Packung Eis, aber nicht für Vorratshaltung. Wer regelmäßig einfriert, braucht eine Kühl-Gefrier-Kombination mit mindestens 60 Litern Gefrierteil — die gibt es in Blau, aber die Auswahl schrumpft deutlich.
Beim Türanschlag lohnt ein genauer Blick ins Datenblatt: Bei den meisten Standgeräten lässt er sich wechseln, bei einigen Retro-Modellen mit geschwungener Tür jedoch nicht. Steht der Kühlschrank rechts neben der Arbeitsfläche und die Tür öffnet zur falschen Seite, läufst du bei jedem Griff einmal ums Gerät herum. Klär das vor der Bestellung, nicht beim Auspacken.
NoFrost oder LowFrost findest du im Retro-Segment selten. Ohne diese Technik taust du das Gefrierfach zwei- bis dreimal im Jahr manuell ab — eine Eisschicht von nur 5 mm erhöht den Stromverbrauch bereits um rund 15 Prozent. Wenn dir das lästig ist, filter gezielt nach Modellen mit automatischer Abtauung.
Lautstärke und Aufstellung im offenen Wohnraum
Gerade weil blaue Kühlschränke als Designobjekt oft in offenen Küchen oder sogar im Wohnbereich stehen, zählt die Betriebslautstärke mehr als bei einem Einbaugerät hinter der Front. 39 dB gelten als leise und sind im Nebenraum praktisch unhörbar, ab 42 dB nimmst du das Brummen beim Fernsehen wahr. Der Unterschied von 3 dB klingt gering, entspricht aber physikalisch einer Verdopplung des Schalldrucks.
Achte zusätzlich auf die Klimaklasse: SN-T deckt Raumtemperaturen von 10 bis 43 °C ab und funktioniert auch im kühlen Flur oder der warmen Dachgeschosswohnung. Ein Gerät der Klasse N regelt unter 16 °C Raumtemperatur unzuverlässig — das Gefrierfach taut dann unbemerkt an. Und plane seitlich 5 cm sowie hinten 7 cm Wandabstand ein: Steht das Gerät zu eng, steigt der Verbrauch, und die lackierten Seitenwände, für die du beim blauen Modell extra bezahlt hast, sieht ohnehin niemand.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Verblasst die blaue Farbe bei Kühlschränken mit der Zeit?
Bei lackierten oder folierten Fronten kann starke Sonneneinstrahlung die Farbe mit der Zeit ausbleichen. Stelle den Kühlschrank deshalb möglichst nicht direkt ans Fenster. Für lange Haltbarkeit sind hochwertige Lackierungen und pulverbeschichtete Oberflächen meist robuster.
Kann ich einen blauen Kühlschrank später in einer anderen Farbe lackieren?
Das ist grundsätzlich möglich, aber nur mit passender Grundierung und Farbe für Metall- oder Kunststoffoberflächen. Wichtig ist, dass die Lüftungsgitter, Dichtungen und Typenschilder nicht überlackiert werden. Bei Geräten mit Garantie solltest Du vorher prüfen, ob eine Lackierung die Ansprüche beeinträchtigt.
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