Kühlschränke Energie B
Kühlschränke der Energieklasse B verbrauchen oft doppelt so viel Strom wie A-Modelle – bei kaum größerem Fassungsvolumen zahlst du diesen Unterschied jahrelang mit.
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Kühlschränke der Energieklasse B im Vergleich
Die Energieklasse B klingt nach Mittelmaß — ist aber aktuell fast die Spitze. Seit der Umstellung des EU-Labels 2021 wurde die Skala so streng neu berechnet, dass ein früheres A+++-Gerät heute oft nur noch in Klasse C oder D landet. Kühlschränke mit B-Label gehören damit zu den sparsamsten Geräten, die du überhaupt kaufen kannst, denn die Klasse A ist bewusst als Reserve für künftige Technik angelegt und im Handel kaum besetzt.
Konkret heißt das: Ein B-Kühlschrank mit 200 Litern Nutzinhalt verbraucht typischerweise 90 bis 120 kWh im Jahr. Ein vergleichbares D-Gerät liegt bei 160 bis 200 kWh. Bei 35 Cent pro Kilowattstunde sparst du mit B rund 20 bis 30 Euro jährlich — über 15 Jahre Laufzeit, die ein Kühlschrank realistisch erreicht, sind das 300 bis 450 Euro.
Wann sich der Aufpreis gegenüber Klasse C rechnet
B-Geräte kosten in der Anschaffung meist 80 bis 150 Euro mehr als das gleiche Modell in C. Rechne den Unterschied im Jahresverbrauch nach, der auf dem Label in kWh angegeben ist: Liegen zwischen beiden Geräten 30 kWh pro Jahr, holst du 100 Euro Aufpreis nach etwa zehn Jahren wieder rein. Bei 50 kWh Differenz sind es nur noch sechs Jahre — und der Kühlschrank läuft danach noch lange weiter.
Wichtig dabei: Der Verbrauch auf dem Label gilt für Normbedingungen. Steht das Gerät neben Herd oder Spülmaschine oder in einer Küche mit über 25 Grad Raumtemperatur, steigt der reale Verbrauch um 10 bis 20 Prozent. Die Klimaklasse (meist SN-T) verrät, für welche Umgebungstemperaturen das Gerät ausgelegt ist.
Nischenmaß und Bauform kommen vor dem Nutzinhalt
Der häufigste Fehlkauf passiert nicht beim Verbrauch, sondern beim Maß. Einbaugeräte folgen festen Nischenhöhen: 88, 102, 122 und 178 cm sind die Standardmaße. Ein 122-cm-Gerät passt nicht in eine 102er-Nische — miss also die vorhandene Öffnung, bevor du Modelle vergleichst. Freistehende Geräte brauchen zusätzlich 5 cm Wandabstand hinten und oben, sonst staut sich die Wärme am Kondensator und der Verbrauch steigt.
Beim Nutzinhalt gilt als Faustregel: 100 bis 140 Liter für eine Person, plus rund 50 Liter pro weiterer Person im Haushalt. Ein zu großer Kühlschrank kühlt permanent leeren Raum — das kostet bei 100 Litern ungenutztem Volumen etwa 15 bis 20 kWh pro Jahr zusätzlich.
Gefrierfach und Abtautechnik entscheiden über Folgekosten
Ein integriertes 4-Sterne-Gefrierfach hält minus 18 Grad und erlaubt das Einfrieren frischer Ware. Es erhöht den Jahresverbrauch aber um 30 bis 60 kWh gegenüber einem reinen Vollraumkühlschrank. Wer bereits eine separate Gefriertruhe besitzt, fährt mit einem Gerät ohne Fach spürbar günstiger — sowohl beim Kaufpreis als auch bei den Stromkosten.
Bei Geräten mit Gefrierfach lohnt der Blick auf die Abtautechnik. NoFrost verhindert Eisbildung komplett, kostet aber rund 50 bis 100 Euro Aufpreis und minimal mehr Strom im Betrieb. Ohne diese Technik musst du manuell abtauen: Schon eine 5 mm dicke Eisschicht treibt den Verbrauch des Gefrierfachs um bis zu 30 Prozent nach oben. Wer das Abtauen erfahrungsgemäß aufschiebt, zahlt mit NoFrost unterm Strich weniger.
Lautstärke, Türanschlag und Details für den Alltag
Die Lautstärke steht in Dezibel auf dem Energielabel und wird oft überlesen. 35 dB entspricht einem Flüstern, 39 dB einem leisen Gespräch — der Unterschied klingt klein, wird aber in offenen Wohnküchen oder Einzimmerwohnungen jede Nacht hörbar. Da Dezibel logarithmisch skalieren, sind 4 dB Unterschied fast eine Verdopplung des empfundenen Geräuschs.
Prüfe außerdem, ob der Türanschlag wechselbar ist. Bei den meisten Modellen lässt sich die Tür von rechts auf links umbauen, bei manchen Einbaugeräten mit Festtürmontage ist das aufwendiger oder ausgeschlossen. Öffnet die Tür gegen die Arbeitsrichtung deiner Küche, läufst du bei jedem Griff in den Kühlschrank einen unnötigen Bogen — fünfzehn Jahre lang.
Ein Detail, das im Datenblatt selten auffällt: Die Position des Gemüsefachs und die Anzahl der Türablagen bestimmen, wie viel vom Nutzinhalt du tatsächlich sinnvoll füllst. Ein Gerät mit 200 Litern und flexiblen Glasböden fasst in der Praxis oft mehr als ein 230-Liter-Modell mit starrer Aufteilung.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Was bedeutet die Energieeffizienzklasse B bei Kühlschränken nach neuem EU-Label?
Energie B ist auf dem neuen EU-Label eine gute Effizienzklasse, liegt aber nicht mehr in den früheren Bestklassen wie A+++. Seit 2021 wurden die Klassen neu skaliert, daher können viele Geräte mit B heute deutlich sparsamer sein als ältere Modelle mit ähnlicher Bezeichnung. Wichtig ist beim Vergleich neben der Klasse auch der angegebene Jahresverbrauch in kWh.
Wie erkennst Du, ob ein Kühlschrank in Deine Küche passt?
Achte vor allem auf die Nischenmaße, also Höhe, Breite und Tiefe inklusive etwas Luft nach hinten und oben. Zusätzlich solltest Du prüfen, auf welcher Seite die Tür anschlägt und ob sie wechselbar ist. Gerade bei Einbau- und Standgeräten entscheidet oft ein paar Zentimeter über den passenden Kauf.
Worauf solltest Du beim Stromverbrauch neben Energie B noch achten?
Der Jahresverbrauch in kWh ist oft aussagekräftiger als nur die Effizienzklasse, weil zwei Geräte mit Energie B unterschiedlich viel Strom brauchen können. Auch die Nutzinhalte von Kühl- und Gefrierteil sowie Zusatzfunktionen wie NoFrost beeinflussen den Verbrauch. Vergleiche deshalb immer Klasse, kWh-Angabe und Größe zusammen.
Wie lange hält ein Kühlschrank mit Energie B im Normalfall?
Ein guter Kühlschrank kann viele Jahre laufen, oft 10 bis 15 Jahre oder länger, wenn er sauber und richtig genutzt wird. Regelmäßiges Abtauen bei Geräten ohne NoFrost, saubere Türdichtungen und freie Lüftungsschlitze helfen dabei. So bleibt der Verbrauch stabil und die Technik wird nicht unnötig belastet.
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