HiFi mit Radio
Beim Radioempfang zählt DAB+ statt nur UKW – sonst stehst du bald vor einem Gerät, das die Sender von morgen nicht mehr abspielt.
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HiFi-Radios im Vergleich und was die Technik unterscheidet
Der größte Irrtum beim Radiokauf: Viele Geräte, die wie kleine HiFi-Anlagen aussehen, spielen in Mono. Zwei Lautsprecheröffnungen im Gehäuse bedeuten nicht automatisch Stereo — bei Küchen- und Kompaktradios laufen beide Membranen oft mit demselben Signal. Ob ein Gerät echtes Stereo liefert, steht im Datenblatt unter „2.0″ oder „Stereo-Ausgang“, und genau dieser Punkt trennt Hintergrundbeschallung von echtem Musikhören.
Der zweite Punkt, der oft untergeht: UKW wird in mehreren Bundesländern schrittweise abgeschaltet — in Sachsen-Anhalt und Bayern laufen erste Frequenzen bereits aus. Ein reines UKW-Radio kaufst du damit heute mit eingebautem Verfallsdatum. Geräte mit DAB+ und UKW kosten im Schnitt nur 20 bis 30 Euro mehr und empfangen beide Wege parallel.
DAB+ oder Internetradio und wann sich WLAN lohnt
DAB+ liefert je nach Region zwischen 25 und 80 Programme in digitaler Qualität, ohne Rauschen und ohne Internetanschluss. Der Empfang funktioniert allerdings binär: Entweder das Signal reicht, oder das Radio bleibt stumm — anders als bei UKW gibt es kein leises Rauschen als Zwischenstufe. In Kellerräumen oder Häusern mit dicken Wänden hilft eine ausziehbare Teleskopantenne von mindestens 50 cm Länge spürbar.
Ein Internetradio erweitert das Angebot auf über 30.000 Sender weltweit, dazu Podcasts und oft Spotify Connect. Der Preis dafür: Das Gerät braucht dauerhaft WLAN, startet nach dem Einschalten 5 bis 15 Sekunden langsamer als ein DAB+-Radio und verbraucht im Standby mehr Strom — 2 bis 4 Watt statt unter 1 Watt. Wer nur drei Lieblingssender hört, zahlt hier für Funktionen, die er nie nutzt.
Hybridgeräte mit DAB+, UKW und Internetempfang decken alle drei Wege ab und liegen preislich meist zwischen 120 und 250 Euro. Wichtig ist die Bedienung: Modelle mit Farbdisplay ab 2,8 Zoll und Direktwahltasten für Favoriten sparen dir das Durchscrollen langer Senderlisten bei jedem Einschalten.
Klang messen statt raten
Die Wattangabe allein sagt wenig — entscheidend ist die Angabe RMS. 2 x 5 Watt RMS füllen eine Küche oder ein Arbeitszimmer bis etwa 20 m², für ein Wohnzimmer brauchst du mindestens 2 x 10 Watt RMS oder ein Gerät mit separatem Subwoofer. Angaben wie „PMPO“ oder „max. Leistung“ darfst du getrost ignorieren, sie liegen oft beim Vier- bis Achtfachen des realen Werts.
Die Gehäusegröße spielt direkt in den Bass hinein: Ein Lautsprecher unter 7 cm Durchmesser gibt Frequenzen unter 100 Hz kaum wieder — Bassdrum und Kontrabass verschwinden schlicht. Holzgehäuse schwingen zudem weniger mit als Kunststoff, was sich ab mittlerer Lautstärke hörbar in weniger Dröhnen niederschlägt.
Bluetooth, CD und Anschlüsse im Alltag
Fast alle aktuellen Radios haben Bluetooth, aber die Richtung unterscheidet sich: Bluetooth-Empfang (Handy spielt auf das Radio) ist Standard, Bluetooth-Senden (Radio spielt auf deine Kopfhörer) beherrschen nur wenige Modelle. Wer abends ohne die Nachbarn zu stören hören will, prüft das vor dem Kauf — nachrüsten lässt sich diese Funktion nicht.
Ein CD-Laufwerk klingt 2025 altmodisch, hat aber einen praktischen Vorteil: Hörbücher und Kinder-CDs laufen ohne App, ohne Konto und ohne Abo. Geräte mit CD-Slot und Resume-Funktion merken sich die Abspielposition auch nach dem Ausschalten — ohne diese Funktion beginnt jedes Hörbuch wieder bei Track 1. Ein USB-Port zum Abspielen von MP3-Sticks ersetzt bei vielen Modellen die CD komplett.
Steckdose oder Akku und was der Standort verlangt
Radios mit Akku laufen je nach Modell 8 bis 20 Stunden pro Ladung — genug für einen Tag auf dem Balkon oder in der Werkstatt. Bei Netzgeräten lohnt der Blick auf die Kabellänge: Unter 1,5 Metern wird die Platzierung in der Küche schnell zum Problem, weil Steckdosen dort selten direkt neben der Arbeitsfläche sitzen.
Für Bad und Außenbereich zählt die Schutzklasse: IPX4 hält Spritzwasser aus, IPX5 auch einen Regenschauer. Küchenradios zur Unterbaumontage sparen Arbeitsfläche, brauchen aber mindestens 5 cm Abstand zur Wand für die Antennenleistung. Und ein Detail, das kaum jemand vor dem Kauf prüft: Die Displayhelligkeit. Ein nicht dimmbares Display macht ein Schlafzimmerradio nachts zur Leselampe — Modelle mit automatischer Dimmung oder komplett abschaltbarer Anzeige lösen das Problem an der Wurzel.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worin liegt der Vorteil von DAB+ bei HiFi mit Radio?
DAB+ liefert oft mehr Sender, meist rauschfreien Empfang und häufig Zusatzinfos wie Titel oder Sendernamen. Dafür brauchst Du ein passendes Empfangsgebiet und ein Gerät mit DAB+-Tuner; in Regionen ohne Ausbau bleibt UKW als Alternative wichtig.
Worauf solltest Du beim Antennenschluss achten?
Prüfe, ob das Gerät eine UKW-Wurfantenne, eine feste Antenne oder einen externen Antennenanschluss nutzt. Gerade in Häusern mit schwachem Empfang kann ein Anschluss für eine Außen- oder Zimmerantenne den Unterschied machen. Achte darauf, dass Stecker und Impedanz zum Gerät passen.
Welche Anschlüsse sind bei HiFi mit Radio für weitere Geräte sinnvoll?
Sinnvoll sind mindestens ein AUX- oder Line-Eingang und idealerweise Bluetooth, wenn Du Smartphone, TV oder Plattenspieler einbinden willst. Für einen Plattenspieler brauchst Du oft zusätzlich einen Phono-Eingang oder einen externen Vorverstärker. Prüfe auch, ob es Ausgänge für Lautsprecher, Kopfhörer oder einen Subwoofer gibt.
Wie entsorgst Du ein altes Radio-HiFi-Gerät richtig?
Als Elektrogerät gehört es nicht in den Hausmüll, sondern zum Wertstoffhof, zur kommunalen Sammelstelle oder in den Handel zurück. Entferne vor der Abgabe Batterien oder Akkus, falls vorhanden. So werden Metalle und Elektronik fachgerecht recycelt.
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