HiFi MW
Beim Kauf zählt oft nicht die Wattzahl, sondern die Empfindlichkeit der Lautsprecher – sie entscheidet, ob dein Verstärker wirklich zu deinen Boxen passt.
Weiter zu den ProduktenNeu im Angebot
In diesem Bereich findest du neue Produkte, die frisch in unser Sortiment aufgenommen wurden. Sie stehen dir ab sofort zur Verfügung.
Produkte
Finde mit wenigen Klicks genau die Produkte, die perfekt zu dir passen.
Filter
Preis
Bewertungen
Vertraute Marken
Qualität steht bei uns an erster Stelle. Deshalb findest du in unserem Shop ausschließlich Produkte und Zubehör von führenden Herstellern – für maximale Leistung und lange Lebensdauer.
MW-Empfänger im Vergleich worauf es wirklich ankommt
Seit dem 31. Dezember 2015 sendet in Deutschland kein einziger Rundfunksender mehr auf Mittelwelle — der Deutschlandfunk war der letzte, der abschaltete. Wer heute einen MW-Empfänger kauft, hört also keine deutschen Lokalstationen, sondern Sender aus dem Ausland: Spanien, Großbritannien, Rumänien, Nordafrika. Das verändert die Kaufkriterien komplett, denn plötzlich zählt nicht Bedienkomfort, sondern Empfangsleistung über Hunderte Kilometer.
Tagsüber trägt die Bodenwelle eines MW-Senders je nach Sendeleistung 100 bis 300 km weit — zu wenig, um von Deutschland aus verlässlich etwas zu hören. Nach Sonnenuntergang reflektiert die Ionosphäre das Signal, und dieselben Sender erreichen 1.000 bis 2.000 km. Ein MW-Radio ist deshalb faktisch ein Abendgerät: Zwischen 20 Uhr und Mitternacht füllt sich das Band mit Dutzenden Stationen, die mittags schlicht nicht existieren.
Ferritantenne und warum ihre Länge über alles entscheidet
Der wichtigste Unterschied zwischen den Geräten steckt unsichtbar im Gehäuse: die Ferritantenne. Kleine Taschenempfänger verbauen Stäbe von 50 bis 80 mm, größere Weltempfänger 140 bis 200 mm — und die Empfangsspannung steigt annähernd proportional zur Stablänge. Ein doppelt so langer Ferritstab holt einen schwachen Auslandssender aus dem Rauschen, den das kleinere Gerät gar nicht erst anzeigt.
Die Ferritantenne ist außerdem stark richtungsabhängig. Drehst du das Gerät um 90 Grad, kann ein Störsignal auf derselben Frequenz fast vollständig verschwinden, während der gewünschte Sender bleibt. Das erklärt, warum erfahrene Hörer den Empfänger nicht ans Fenster stellen, sondern auf dem Tisch drehen, bis das Signal-Rausch-Verhältnis stimmt.
Achte auf eine Buchse für externe Antennen. Eine aktive Rahmenantenne mit 30 bis 60 cm Durchmesser bringt gegenüber dem eingebauten Stab nochmals 10 bis 20 dB Gewinn — der Unterschied zwischen „Sender erahnbar“ und „Sender in verständlicher Sprachqualität“.
Kanalraster, PLL und die Sache mit den 9 kHz
In Europa liegen MW-Sender im 9-kHz-Raster, in Nord- und Südamerika im 10-kHz-Raster. Geräte ohne umschaltbares Raster landen auf Reisen zwischen den Kanälen und empfangen verzerrt. Prüfe vor dem Kauf, ob sich das Raster in den Einstellungen wechseln lässt — bei vielen günstigen Modellen fehlt genau diese Funktion.
Digitale Abstimmung per PLL-Synthesizer hält die Frequenz auf das Kilohertz genau und driftet nicht weg, wenn sich das Gerät erwärmt. Analog abgestimmte Empfänger wandern dagegen im Betrieb um mehrere Kilohertz — bei einem schwachen Fernsender heißt das: alle paar Minuten nachjustieren. Speicherplätze sind mehr als Komfort: 100 bis 500 Presets erlauben es, einmal identifizierte Auslandssender abends direkt anzusteuern, statt das Band jedes Mal neu abzusuchen.
Wer Amateurfunk oder Seefunk unterhalb des Rundfunkbands mithören will, braucht SSB-Empfang mit Feinabstimmung in 10-Hz-Schritten. Ohne SSB-Demodulator klingen diese Aussendungen wie Donald-Duck-Gebrabbel — ein Merkmal, das nur ausgewiesene Weltempfänger mitbringen.
Empfindlichkeit auf dem Papier, Störnebel in der Wohnung
Die Empfindlichkeit steht im Datenblatt in Mikrovolt: Werte um 1 mV/m gelten auf MW als gut, alles über 3 mV/m taugt nur für starke Sender. Doch die beste Empfindlichkeit nützt nichts, wenn das Grundrauschen in der Wohnung höher liegt als das Signal. LED-Lampen, Schaltnetzteile, Router und PLC-Adapter erzeugen genau im Mittelwellenbereich Breitbandstörungen, die den Empfang komplett zusetzen können.
Deshalb lohnt der Blick auf den Batteriebetrieb: Ein Gerät, das mit vier AA-Zellen 20 bis 40 Stunden läuft, lässt sich vom Stromnetz trennen und auf den Balkon oder in den Garten tragen — dort sinkt der Störpegel oft um 20 dB, und Sender werden hörbar, die drinnen unauffindbar bleiben. Das mitgelieferte Steckernetzteil ist bei billigen Modellen paradoxerweise selbst die größte Störquelle.
Eine schaltbare Bandbreite gehört bei ernsthaftem Fernempfang dazu. Mit 6 kHz Bandbreite klingt ein starker Sender voll, mit 2 bis 3 kHz trennst du zwei Stationen, die nur 9 kHz auseinanderliegen — nachts der Normalfall, wenn das Band voll ist.
Gehäusegröße, Lautsprecher und der Reisefaktor
Zwischen 150-Gramm-Taschenempfänger und 2-kg-Tischgerät liegen Welten in der Wiedergabe: Ein 77-mm-Lautsprecher gibt Sprache dünn wieder, ab 100 mm Durchmesser und 1 Watt Ausgangsleistung wird ein Auslandssender auch bei Küchengeräuschen verständlich. Ein Kopfhörerausgang rettet kleine Geräte, weil er das Grundrauschen des winzigen Lautsprechers umgeht.
Für unterwegs zählt die Frequenzabdeckung: Viele MW-Geräte decken zusätzlich Kurzwelle von 1.711 bis 29.999 kHz ab und ersetzen damit im Urlaub das Internetradio ohne Roaming-Kosten. Und ein Detail, das kaum jemand prüft: Manche Modelle schalten die Ferritantenne bei angeschlossener Drahtantenne nicht ab — beide Signale mischen sich dann, und die Richtwirkung, dein bestes Werkzeug gegen Störungen, ist dahin.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wofür steht MW bei HiFi-Anlagen?
MW steht für Mittelwelle. Damit kannst Du bei passenden Empfängern auch AM-Radiosender im Mittelwellenbereich hören, oft vor allem regionale oder ältere Programmsignale. Wichtig ist, dass das Gerät ausdrücklich MW bzw. AM/MW unterstützt, sonst ist der Empfang nicht möglich.
Brauche ich für den MW-Empfang eine besondere Antenne?
Für besseren MW-Empfang hilft meist eine eingebaute Ferritantenne oder ein langes Antennenkabel deutlich mehr als eine kleine UKW-Antenne. Stell das Gerät möglichst frei und weit weg von Netzteilen, LED-Lampen und anderen Störquellen auf. In Gebäuden kann der Empfang je nach Lage stark schwanken, besonders in dichter Bebauung.
Warum ist der Mittelwellenempfang heute oft schwach oder gestört?
MW ist anfällig für Störungen durch elektrische Geräte, Schaltnetzteile und LED-Beleuchtung. Außerdem haben viele Sender ihre Sendeleistung reduziert oder das Band verlassen, deshalb ist die Auswahl regional oft kleiner geworden. Für stabileren Empfang lohnt es sich, das Gerät tagsüber und abends an verschiedenen Standorten zu testen.
Worauf solltest Du beim Kauf eines HiFi-MW-Geräts achten?
Achte darauf, dass der Empfänger den MW-Bereich wirklich in kHz angibt und nicht nur UKW oder DAB+. Praktisch sind eine feine Abstimmung, eine gut lesbare Skala und ein Anschluss für eine externe Antenne, falls der Empfang in Deiner Umgebung schwach ist. Wenn Du das Gerät an eine Stereoanlage anschließen willst, prüfe auch die Audio-Ausgänge und den Pegel.
Filter
Preis







