HiFi DAB
Beim DAB-Radio entscheidet nicht die Senderzahl, sondern der Empfangschip über glasklaren Klang – ein Detail, das dir viele Fehlkäufe erspart.
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HiFi DAB Tuner im Vergleich und Test
Die meisten Käufer glauben, DAB+ klinge automatisch besser als UKW. Stimmt nicht immer: Viele Sender strahlen mit nur 72 kbit/s im AAC-Format aus — das hört man an einer guten Stereoanlage als leicht verwaschene Höhen. Erst ab 112 bis 144 kbit/s spielt DAB+ seine Stärke gegenüber einem sauberen UKW-Signal wirklich aus. Welcher Sender mit welcher Bitrate sendet, entscheidet also mehr über den Klang als der Preis des Tuners.
Was der Tuner selbst beeinflusst: die Wandlung des Digitalsignals, die Empfangsempfindlichkeit und die Frage, wie das Signal in deinen Verstärker kommt. Genau an diesen drei Punkten unterscheiden sich die Geräte in dieser Kategorie deutlich — teilweise um Preisklassen hinweg.
Digitalausgang oder Cinch — wo dein Verstärker mitredet
Ein DAB-Tuner als HiFi-Komponente lebt von seinen Ausgängen. Mit einem optischen oder koaxialen Digitalausgang reichst du das Signal unverändert an einen externen Wandler oder AV-Receiver weiter — der oft bessere D/A-Wandler deiner Anlage übernimmt dann die Arbeit. Fehlt der Digitalausgang, bist du auf den eingebauten Wandler des Tuners angewiesen, und der ist bei Geräten unter 150 Euro selten die Stärke.
Der analoge Cinch-Ausgang bleibt trotzdem Pflicht, wenn dein Verstärker älter ist und keine Digitaleingänge hat. Prüfe außerdem den Ausgangspegel: Manche Tuner liefern nur 1 Volt statt der üblichen 2 Volt — dann musst du am Verstärker deutlich weiter aufdrehen als bei CD-Player oder Streamer, und der Lautstärkesprung beim Quellenwechsel nervt im Alltag.
Antenne und Empfang entscheiden vor dem Klang
DAB+ funkt im Band III zwischen 174 und 240 MHz — und anders als bei UKW gibt es kein Rauschen als Vorwarnung. Das Signal ist da oder es setzt komplett aus. Eine beiliegende Wurfantenne reicht in Stadtlagen mit Sichtkontakt zum Sendemast, im Erdgeschoss mit dicken Wänden oder auf dem Land brauchst du mehr.
Achte deshalb auf einen abschraubbaren Antennenanschluss, meist als F-Buchse mit 75 Ohm ausgeführt. Nur dann kannst du später eine aktive Zimmerantenne oder eine Dachantenne anschließen. Geräte mit fest montiertem Teleskopstab lassen dir diese Option nicht — ein Detail, das im Datenblatt oft nur mit einem Wort erwähnt wird, aber über brauchbaren Empfang entscheidet.
Ein Blick lohnt auch auf die Ensembleliste deiner Region: In Deutschland sind je nach Standort zwischen 30 und über 80 Programme empfangbar, weil neben dem Bundesmux regionale Multiplexe dazukommen. Ein Tuner mit vollständigem Suchlauf über alle Kanäle und automatischer Sortierung erspart dir das manuelle Durchsteppen.
UKW, Bluetooth und Internetradio als Rückfallebene
Ein reiner DAB-Tuner ist bei Empfangslücken aufgeschmissen. Modelle mit zusätzlichem UKW-Empfangsteil mit RDS fangen das ab — relevant für Lokalsender, die noch nicht digital senden. Geräte mit Internetradio gehen einen Schritt weiter: Dort läuft derselbe Sender oft als Stream mit 192 bis 320 kbit/s, also mit doppelter bis vierfacher Datenrate gegenüber der DAB-Ausstrahlung.
Bluetooth im Tuner ist praktisch, aber schau auf die Richtung: Manche Geräte empfangen nur vom Smartphone, andere senden auch an Kopfhörer. Wer abends über Funkkopfhörer Radio hört, braucht die Sendefunktion — die steht selten prominent im Produkttitel.
Bauform, Bedienung und der Stromverbrauch im Standby
Klassische HiFi-Bausteine mit 43 cm Breite passen bündig ins Rack zu Verstärker und CD-Player, Midi-Formate mit 20 bis 27 cm brauchen weniger Platz, wirken im Rack aber verloren. Wichtiger als die Optik: eine Fernbedienung gehört bei einem Gerät, das drei Meter entfernt im Regal steht, zur Grundausstattung — nicht jedes Einstiegsmodell liefert sie mit.
Die Zahl der Senderspeicher liegt zwischen 10 und 40 pro Band. Wer täglich zwischen fünf Programmen wechselt, kommt mit wenigen Presets aus; wer die regionalen Muxe durchhört, füllt 30 Plätze schneller als gedacht. Und ein Blick aufs Kleingedruckte lohnt beim Standby: Geräte mit dauerhaft aktivem Display ziehen bis zu 3 Watt im Ruhezustand — das summiert sich auf rund 10 Euro Stromkosten im Jahr, während sparsame Modelle unter 0,5 Watt bleiben.
Ein letztes Detail, das kaum jemand vor dem Kauf prüft: die Anzeige der Signalstärke in Zahlen statt nur als Balken. Beim Ausrichten der Antenne macht genau diese Anzeige den Unterschied zwischen fünf Minuten Justieren und einer halben Stunde Rätselraten.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worin unterscheidet sich DAB+ von UKW bei HiFi-Radios?
DAB+ überträgt das Radiosignal digital, dadurch bekommst Du meist rauschfreien Empfang und oft mehr Programme als über UKW. Die Empfangsqualität hängt aber auch von Deinem Standort und der Antenne ab. Für ältere Regionen mit schwächerem DAB+-Ausbau ist ein Gerät mit zusätzlich UKW sinnvoll.
Brauche ich für HiFi DAB eine spezielle Antenne?
Für guten Empfang ist eine passende Antenne wichtig, oft reicht die mitgelieferte Wurf- oder Teleskopantenne nicht überall aus. In Gebäuden mit dicken Wänden oder schwachem Signal kann eine besser positionierte oder externe Antenne den Unterschied machen. Prüfe vor dem Kauf, ob das Gerät einen Antennenanschluss bietet.
Kann ich mein HiFi DAB mit bestehenden Lautsprechern verbinden?
Ja, viele HiFi-DAB-Geräte haben analoge Ausgänge wie Cinch oder 3,5-mm-Klinke, einige auch digitale Anschlüsse. So kannst Du das Radio an eine vorhandene Anlage oder Aktivlautsprecher anschließen. Achte vor dem Kauf auf die passenden Ein- und Ausgänge Deiner Anlage.
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