Fahrradtaschen für Mountenbikes
Nicht die Größe entscheidet, sondern die Befestigung: Rahmentaschen mit Klett rutschen im Gelände, während geschraubte Modelle auch auf Trails bombenfest sitzen.
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Fahrradtaschen für Mountainbikes im Vergleich
Die häufigste Fehlbestellung in dieser Kategorie hat nichts mit dem Volumen zu tun, sondern mit fehlendem Platz: Eine Satteltasche mit 10 Litern braucht rund 25 cm freie Sattelstütze und mindestens 5 cm Abstand zum Hinterreifen — bei einem Fully in Rahmengröße M mit eingefederter Hinterachse ist beides oft nicht da. Wer eine Dropper Post fährt, verliert zusätzlich den kompletten Verstellweg, sobald eine klassische Satteltasche an der Stütze klemmt.
Deshalb sortiert sich das Angebot am Mountainbike anders als am Trekkingrad: Gepäckträgertaschen fallen meist raus, weil MTB-Rahmen selten Ösen haben und Federung plus Ortlieb-Haken sich nicht vertragen. Übrig bleiben Rahmentaschen, Oberrohrtaschen, Lenkerrollen und spezielle Bikepacking-Satteltaschen — und genau zwischen diesen vier Typen entscheidest du.
Rahmendreieck ausmessen, bevor du bestellst
Eine Rahmentasche sitzt am tiefsten Punkt des Rades und verändert das Fahrverhalten am wenigsten — 2 kg im Rahmendreieck spürst du auf dem Trail kaum, 2 kg am Lenker dagegen bei jeder Kurve. Der Haken: Bei einem Fully blockiert der Dämpfer einen Teil des Dreiecks. Full-Frame-Taschen mit 6–8 Litern passen fast nur in Hardtails, für Fullys bleiben Half-Frame-Modelle mit 2,5–4 Litern.
Miss vor dem Kauf die Länge des Oberrohrs von innen und die Höhe bis zum Unterrohr an der schmalsten Stelle. Hersteller geben ihre Taschen in Zentimetern an, nicht in Rahmengrößen — ein Unterschied von 3 cm entscheidet, ob die Tasche flattert oder sitzt. Denk auch an den Flaschenhalter: Ab etwa 4 Litern Taschenvolumen verlierst du ihn und brauchst eine Trinklösung am Rucksack oder an der Gabel.
Wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht
Bei Matsch und Spritzwasser vom eigenen Hinterrad reicht wasserabweisendes Gewebe nicht lange. Achte auf verschweißte Nähte und Rollverschluss statt Reißverschluss — genähte und dann getapte Nähte geben nach 1–2 Saisons an den Belastungspunkten nach. Modelle mit IPX6-Angabe halten auch Dauerregen und direkten Strahl aus, das ist der Unterschied zwischen trockenem Handy und nassem Ersatzschlauch nach vier Stunden im Regen.
Reißverschlusstaschen haben trotzdem ihren Platz: An der Oberrohrtasche willst du während der Fahrt an Riegel oder Powerbank kommen, und das geht mit Rollverschluss schlicht nicht. Für alles, was nass werden darf oder ohnehin verpackt ist, ist der Reißverschluss die praktischere Öffnung.
Satteltasche und Lenkerrolle: Volumen gegen Fahrgefühl
Bikepacking-Satteltaschen fassen 5–14 Liter und hängen frei hinter der Sattelstütze — ohne Gestell, ohne Träger. Je größer, desto stärker das seitliche Wippen im Wiegetritt; ab etwa 8 Litern Beladung merkst du das bei jedem Antritt bergauf. Systeme mit separatem Halter oder Stabilisierungsbügel reduzieren das deutlich, wiegen aber 200–400 g mehr als reine Softbags. Für Dropper Posts gibt es kurze Modelle mit maximal 5 Litern, die oberhalb des Verstellwegs enden — prüf die Angabe zur minimalen Stützen-Auszugslänge, meist liegt sie bei 14–18 cm.
Die Lenkerrolle nimmt 8–15 Liter auf und eignet sich für Leichtes wie Schlafsack oder Jacke. Am MTB begrenzen breite Riser-Lenker und Bremsleitungen den Platz: Zwischen den Griffen brauchst du mindestens 40 cm freie Breite, und die Rolle darf beim Einfedern nicht auf den Reifen schlagen. Bei Federgabeln mit 140 mm Federweg und mehr sind Abstandshalter zwischen Lenker und Rolle fast Pflicht.
Gewicht und Befestigung entscheiden über die Haltbarkeit
Klettbänder sind der Standard, aber nicht alle halten Trail-Erschütterungen aus. Breite Bänder ab 4 cm mit rutschhemmender Innenseite bleiben auch nach Wurzelpassagen an Ort und Stelle, schmale Bänder wandern und scheuern den Lack durch. Rahmenschutzfolie an den Kontaktpunkten kostet wenige Euro und verhindert, dass eine 40-Euro-Tasche einen Carbonrahmen dauerhaft markiert.
Rechne das Eigengewicht mit: Eine komplette Bikepacking-Ausstattung aus Rahmentasche, Satteltasche und Lenkerrolle bringt leer schon 900–1.500 g auf die Waage. Wer nur Werkzeug, Schlauch und Pumpe mitnimmt, kommt mit einer 1-Liter-Werkzeugtasche unter dem Sattel für unter 150 g aus — und spart sich den Rucksack komplett. Ein Detail, das im Datenblatt selten steht: Bei vielen Satteltaschen liegt das Werkzeug unten im Rollverschluss, also packst du bei jeder Panne erst alles andere aus.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Worauf solltest Du bei Fahrradtaschen für Mountenbikes wegen der Befestigung achten?
Achte auf eine sichere Befestigung, die auch auf ruppigen Trails nicht verrutscht oder scheuert. Für Mountainbikes sind stabile Straps, Klett- oder Rahmenbefestigungen wichtig, damit die Tasche bei Erschütterungen fest sitzt und keine Kabel oder Federung blockiert.
Sind Fahrradtaschen für Mountenbikes bei Regen wirklich dicht?
Nur Modelle mit wasserdichtem Material und verschweißten Nähten schützen zuverlässig vor Starkregen und Spritzwasser. Wenn die Tasche nur wasserabweisend ist, solltest Du empfindliche Dinge zusätzlich in einem Beutel verpacken, damit sie trocken bleiben.
Passt jede Fahrradtasche an jedes Mountainbike?
Nein, die Form des Rahmens, die Größe des Hinterbaus und die Art der Federung können die Montage einschränken. Bei Fullys ist besonders wichtig, dass die Tasche genug Abstand zu Dämpfer, Reifen und beweglichen Teilen hat.
Wie pflegst Du Fahrradtaschen für Mountenbikes richtig?
Reinige sie nach Schlammfahrten mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch, damit Schmutz die Beschichtung nicht angreift. Lass die Tasche immer offen an der Luft trocknen und lagere sie trocken, damit Material und Nähte länger halten.
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