Trockner mit Mengenautomatik
Trockner mit Mengenautomatik stoppen erst, wenn die Wäsche wirklich trocken ist – der Sensor spart dir Strom, den Zeitprogramme sinnlos verheizen.
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Trockner mit Mengenautomatik im Vergleich und Test
Die Mengenautomatik wiegt deine Wäsche nicht — das erwarten viele, stimmt aber nicht. Stattdessen messen Leitfähigkeitssensoren in der Trommel die Restfeuchte der Textilien und beenden das Programm, sobald der gewünschte Trocknungsgrad erreicht ist. Der Effekt: Bei halber Beladung verkürzt sich die Laufzeit automatisch, und du sparst gegenüber einem starren Zeitprogramm bis zu 30 Prozent Strom pro Durchgang.
Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die Sensorik mehr als auf die Programmanzahl. Zwölf Spezialprogramme nützen wenig, wenn der Trockner Handtücher klamm lässt oder Hemden übertrocknet — beides kostet Geld, Letzteres zusätzlich Fasern, die dann als Flusen im Sieb landen.
Wärmepumpe oder Kondensator und was der Unterschied kostet
Ein Wärmepumpentrockner der Klasse A+++ verbraucht rund 176 kWh im Jahr bei 160 Trockengängen, ein Kondenstrockner der Klasse B kommt auf etwa 560 kWh. Bei 35 Cent pro Kilowattstunde sind das rund 62 Euro gegen 196 Euro jährlich — der Mehrpreis von 150 bis 250 Euro beim Kauf ist nach zwei bis drei Jahren wieder drin.
Die Wärmepumpe trocknet mit 45 bis 60 Grad statt mit bis zu 100 Grad, was Wolle und Funktionstextilien deutlich schont. Dafür brauchst du Geduld: Ein Baumwollprogramm dauert 2,5 bis 3 Stunden statt knapp 2 Stunden beim klassischen Kondenstrockner. In Kombination mit der Mengenautomatik relativiert sich das, weil Teilladungen entsprechend schneller fertig sind.
Füllmenge richtig einschätzen
Die Füllmenge von 7, 8 oder 9 Kilogramm bezieht sich auf trockene Baumwollwäsche — und die braucht in der Trommel Platz zum Fallen, sonst trocknet sie ungleichmäßig. Als Faustregel passt ein 8-kg-Trockner zu einer 8-kg-Waschmaschine, weil du die komplette Waschladung ohne Zwischenlagern übernehmen kannst.
Wer regelmäßig Bettwäsche oder Daunenjacken trocknet, profitiert von 9 Kilogramm und einem Trommelvolumen ab 120 Litern. Ein Bettbezug in einer zu kleinen Trommel wickelt sich zusammen und bleibt innen feucht — die Sensoren melden dann zwar Restfeuchte, das Programm läuft aber unnötig lange nach.
Warum Weichspüler die Automatik austricksen kann
Die Feuchtesensoren sitzen als Metallleisten in der Trommel und funktionieren nur bei direktem Kontakt mit der Wäsche. Weichspülerreste bilden mit der Zeit einen isolierenden Film darauf — der Trockner hält die Wäsche dann für trockener, als sie ist, und schaltet zu früh ab. Ein Wisch mit Essigwasser alle vier bis sechs Wochen behebt das in zwei Minuten.
Dazu kommt die Routinepflege: Flusensieb nach jedem Durchgang leeren, beim Wärmepumpenmodell zusätzlich den Wärmetauscher-Filter etwa monatlich reinigen. Einige Geräte haben eine selbstreinigende Kondensatoreinheit, die den Wärmetauscher automatisch mit Kondenswasser spült — das erhält die Effizienz dauerhaft, denn ein verflusster Tauscher treibt den Verbrauch um 10 bis 20 Prozent nach oben.
Beim Kondenswasser hast du zwei Wege: Behälter nach jedem oder jedem zweiten Durchgang leeren, oder einen Ablaufschlauch direkt an den Siphon anschließen. Steht der Trockner neben der Waschmaschine, ist der Schlauch die bequemere Lösung und bei den meisten Modellen ab der Mittelklasse im Lieferumfang enthalten.
Lautstärke, Aufstellort und der Knitterschutz danach
Die Geräte in dieser Kategorie liegen zwischen 62 und 66 Dezibel — der Unterschied klingt klein, entspricht aber gefühlt einer Verdopplung der Lautstärke. Steht der Trockner in einer offenen Wohnküche oder neben dem Schlafzimmer, zahlt sich ein Modell unter 63 Dezibel spürbar aus; im Keller spielt der Wert kaum eine Rolle.
Beim Aufstellort selbst gilt: Wärmepumpentrockner arbeiten effizient zwischen 10 und 25 Grad Raumtemperatur. In einem unbeheizten Kellerraum unter 5 Grad verlängern sich die Programme deutlich, weil die Wärmepumpe gegen die Kälte anarbeiten muss.
Ein Detail, das im Alltag mehr bringt als manches Sonderprogramm: der Knitterschutz. Nach Programmende lockert der Trockner die Wäsche bis zu zwei Stunden lang in Intervallen auf. Wer die Maschine abends startet und morgens ausräumt, holt Hemden heraus, die ohne diese Funktion verknautscht am Trommelboden gelegen hätten — und spart sich damit einen Teil des Bügelns gleich mit.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wie arbeitet die Mengenautomatik bei einem Trockner?
Die Mengenautomatik misst, wie viel Wäsche in der Trommel ist, und passt die Laufzeit daran an. So trocknet ein halb beladener Trockner meist kürzer als bei voller Beladung. Das spart Strom und schützt die Kleidung vor unnötig langem Trocknen.
Welche Wäsche eignet sich besonders für Trockner mit Mengenautomatik?
Besonders sinnvoll ist die Funktion bei gemischten Beladungen und wenn du nicht jedes Mal die gleiche Wäschemenge trocknest. Auch bei kleinen Haushalten oder unregelmäßigen Waschgängen bringt sie Vorteile, weil die Laufzeit flexibler angepasst wird. Wichtig ist nur, die Trommel nicht zu überladen, damit der Sensor korrekt arbeiten kann.
Woran erkennst Du, ob die Mengenautomatik gut arbeitet?
Ein gutes Zeichen ist, dass der Trockner bei kleinerer Beladung deutlich kürzer läuft und die Wäsche trotzdem gleichmäßig trocken wird. Wenn Textilien oft zu feucht bleiben oder stark übertrocknen, sind Beladung, Programmwahl oder Sensoren oft nicht optimal. Dann hilft meist ein Blick in die Pflegehinweise und eine Reinigung der Feuchtesensoren.
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