Trockner freistehend
Achte beim freistehenden Trockner nicht nur auf die Trommelgröße, sondern auf den Energieeffizienz-Wert – er entscheidet über hunderte Euro Stromkosten.
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Freistehende Trockner im Vergleich worauf es ankommt
Der Kaufpreis eines Trockners ist meist der kleinere Teil der Rechnung. Ein Gerät der Effizienzklasse B verbraucht rund 560 kWh im Jahr, ein Wärmepumpentrockner mit A+++ kommt auf etwa 170 bis 200 kWh. Bei 35 Cent pro Kilowattstunde sind das über 120 Euro Unterschied — pro Jahr. Nach acht Jahren hat das vermeintlich teure Gerät den Aufpreis mehrfach wieder eingespielt, während der Billigtrockner still weiter Strom frisst.
Freistehend heißt außerdem: Du bist nicht an die Waschmaschinennische gebunden. Kondens- und Wärmepumpentrockner brauchen weder Abluftschlauch noch Wasseranschluss, ein Keller- oder Abstellraum mit Steckdose reicht. Die Standardmaße von etwa 60 cm Breite und 85 cm Höhe passen zudem unter die meisten Arbeitsplatten, falls das Gerät später doch in die Küche wandern soll.
Wärmepumpe, Kondensation oder Abluft und was die Technik kostet
Abluftgeräte sind fast vom Markt verschwunden, weil sie ein Loch in der Wand oder ein gekipptes Fenster brauchen und feuchte Luft nach draußen blasen. Reine Kondenstrockner heizen mit einem Heizstab, trocknen dadurch schnell, verbrauchen aber das Doppelte bis Dreifache an Strom und geben spürbar Wärme an den Raum ab — im Sommer in einer kleinen Wohnung unangenehm.
Die Wärmepumpe arbeitet mit 45 bis 60 °C statt mit rund 100 °C. Das schont Wolle, Funktionswäsche und Elastikfasern messbar, verlängert aber die Laufzeit: Ein volles Baumwollprogramm dauert 2,5 bis 3 Stunden statt 1,5 Stunden beim Kondensgerät. Wer abends um 21 Uhr noch schnell das Sporttrikot für den nächsten Morgen trocknen will, plant das besser ein.
Ein Punkt, den kaum jemand vor dem Kauf prüft: das Flusensieb-Konzept. Bei einigen Wärmepumpenmodellen musst du zusätzlich einen Wärmetauscherfilter reinigen — vernachlässigst du das, steigt der Verbrauch nach wenigen Monaten um 10 bis 20 Prozent. Geräte mit selbstreinigendem Kondensator nehmen dir diese Arbeit ab und kosten dafür meist 100 bis 150 Euro mehr.
Fassungsvermögen realistisch einschätzen
Sieben, acht oder neun Kilogramm — die Angabe bezieht sich auf trockene Baumwollwäsche, und genau da liegt die Falle. Eine 8-kg-Waschmaschine liefert nasse Wäsche, die das Trommelvolumen stärker füllt, und viele Programme wie Pflegeleicht oder Wolle erlauben ohnehin nur die halbe Beladung. Ein Fassungsvermögen von 8 kg beim Trockner passt deshalb gut zu einer 7- oder 8-kg-Waschmaschine.
Für einen Vier-Personen-Haushalt mit Bettwäsche und Handtüchern lohnen sich 9 kg: Ein Bettbezug plus Laken plus Kissenbezüge passt in einem Durchgang, statt auf zwei Ladungen verteilt zu werden. Zwei Durchgänge kosten nicht nur Zeit, sondern auch doppelt Strom — bei einem Wärmepumpengerät rund 1,5 kWh statt 0,8 kWh pro Ladung.
Lautstärke und der Umgang mit dem Kondenswasser
Freistehende Geräte landen oft im Flur oder Bad neben Wohnräumen, und da wird die Lautstärke zum Kriterium. Der Unterschied zwischen 62 und 66 dB klingt klein, entspricht aber ungefähr einer Verdopplung des empfundenen Geräuschs. Unter 63 dB kannst du im Nebenraum fernsehen, ab 67 dB hörst du die Trommel durch geschlossene Türen.
Das Kondenswasser sammelt sich in einem Behälter, den du je nach Wäschemenge nach ein bis zwei Durchgängen leerst — bei einer vollen 9-kg-Ladung fallen bis zu vier Liter an. Fast alle Modelle bieten alternativ einen Ablaufschlauch: Steht ein Waschbecken oder Abfluss in Reichweite, entfällt das Leeren komplett. Wer diesen Anschluss von Anfang an nutzt, vermeidet auch den häufigsten Programmabbruch, den vollen Wassertank mitten im Zyklus.
Sensoren und Programme die den Unterschied machen
Die Feuchtesensorik ist wichtiger als die Zahl der Programme auf dem Drehknopf. Gute Sensoren messen die Restfeuchte an mehreren Punkten der Trommel und stoppen exakt bei „schranktrocken“ oder „bügelfeucht“. Schwache Sensorik trocknet zur Sicherheit länger — das kostet Strom und lässt Baumwolle einlaufen, pro Übertrocknung bis zu zwei Prozent Schrumpf.
Der Knitterschutz nach Programmende bewegt die Trommel alle paar Minuten weiter, bei manchen Modellen bis zu zwei Stunden lang. Klingt nach Spielerei, spart aber real Bügelzeit: Hemden und T-Shirts, die eine Stunde zusammengepresst im Trockner lagen, brauchen doppelt so lange unterm Bügeleisen. Achte auf die Dauer dieser Funktion im Datenblatt — 60 Minuten sind Standard, 120 Minuten findest du erst in der Mittelklasse ab etwa 500 Euro.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Welche Aufstellbedingungen brauchst Du für einen freistehenden Trockner?
Du brauchst einen ebenen, tragfähigen Boden und genug Platz für die Türöffnung und die Luftzirkulation. Viele Modelle sollten nicht zu nah an Wände oder Möbel gestellt werden, damit Wärme gut abgeführt wird und das Gerät effizient arbeitet. Prüfe außerdem die Tiefe mit geöffneter Tür, damit der Trockner später auch wirklich in Deine Nische passt.
Welche Stromversorgung braucht ein freistehender Trockner?
Die meisten freistehenden Trockner laufen an einer normalen 230-Volt-Steckdose. Wichtig ist eine eigene, ausreichend abgesicherte Steckdose, am besten ohne Mehrfachstecker oder Verlängerungskabel. Vor allem bei Kondens- und Wärmepumpentrocknern solltest Du die Angaben zur Anschlussleistung im Datenblatt prüfen.
Wie pflegst Du einen freistehenden Trockner richtig?
Reinige das Flusensieb nach jedem Trockengang, damit Luft gut zirkulieren kann und das Gerät nicht unnötig Energie verbraucht. Bei Kondenstrocknern solltest Du zusätzlich den Kondenswasserbehälter leeren und den Wärmetauscher nach Herstellerangabe säubern. So bleibt die Trocknungsleistung stabil und die Lebensdauer steigt.
Worauf solltest Du beim Kauf eines freistehenden Trockners achten, wenn Du ihn später umrüsten oder versetzen willst?
Achte auf das Gewicht, die Türanschlagsseite und darauf, ob sich der Standort ohne Umbauten wechseln lässt. Freistehende Trockner sind flexibler als Einbaumodelle, brauchen aber genug Rangierfläche und einen passenden Abstellort. Wenn Du oft umstellst, sind kompakte Maße und ein gut erreichbarer Wasserbehälter besonders praktisch.
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