Kühlschränke Energie E
Bei Kühlschränken der Energieklasse E entscheidet oft der Jahresverbrauch über die wahren Kosten – nicht der Kaufpreis, den du zuerst siehst.
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Kühlschränke mit Energieklasse E im Vergleich
Der Buchstabe E schreckt viele ab — zu Unrecht. Seit der Umstellung des EU-Energielabels im März 2021 wurden die Klassen komplett neu berechnet: Ein Gerät, das vorher als A++ verkauft wurde, trägt heute oft ein E auf dem Etikett, ohne dass sich am Verbrauch etwas geändert hat. Die Klassen A und B blieben bewusst fast leer, damit Hersteller Luft nach oben haben. Ein Kühlschrank mit Energieklasse E gehört damit zum soliden Mittelfeld, nicht zu den Stromfressern.
Entscheidend ist deshalb nicht der Buchstabe, sondern die kWh-Angabe auf dem Label. Typische E-Geräte liegen zwischen 100 und 220 kWh pro Jahr — bei 35 Cent pro Kilowattstunde sind das 35 bis 77 Euro Stromkosten jährlich. Zwei Geräte mit demselben E können sich also um über 40 Euro pro Jahr unterscheiden, weil die Klasse auch von der Größe abhängt.
Wann sich der Aufpreis für Klasse C oder D rechnet — und wann nicht
Ein vergleichbares Modell in Klasse C kostet in der Anschaffung häufig 150 bis 300 Euro mehr, spart aber nur 40 bis 60 kWh pro Jahr — also rund 15 bis 20 Euro. Die Amortisation dauert damit zehn Jahre oder länger, oft die gesamte Lebensdauer des Geräts. Bei kleinen Kühlschränken bis 150 Liter fällt die Rechnung fast immer zugunsten des E-Geräts aus.
Anders sieht es bei großen Kühl-Gefrier-Kombinationen ab 300 Litern aus: Hier summieren sich die Verbrauchsunterschiede stärker, und das Gerät läuft rund um die Uhr über 12 bis 15 Jahre. Rechne den Jahresverbrauch in kWh mal deinen Strompreis mal die erwartete Nutzungsdauer — diese eine Multiplikation sagt mehr als jedes Label.
Volumen und Bauform passend zum Haushalt wählen
Als Faustwert brauchst du etwa 100 Liter Kühlvolumen als Grundbedarf plus 50 Liter pro weiterer Person im Haushalt. Ein zu großer Kühlschrank verbraucht unnötig Strom, ein zu kleiner zwingt zu häufigeren Einkäufen. Achte auf den Nutzinhalt in Litern, nicht auf das Bruttovolumen — die Differenz liegt oft bei 15 bis 20 Litern.
Bei der Bauform trennt sich das Sortiment in freistehende Geräte, Einbaumodelle und Tischkühlschränke unter 85 cm Höhe. Einbaugeräte kosten bei gleichem Volumen meist 100 bis 200 Euro mehr und brauchen exakt passende Nischenmaße — miss die Nische vor dem Kauf auf den Zentimeter genau, inklusive Tiefe hinter der Möbelfront. Freistehende Geräte mit 55 oder 60 cm Breite lassen sich später einfacher ersetzen.
Gefrierfach, Sterne und die Sache mit der Eisschicht
Ein Gefrierfach erkennst du an der Sterne-Kennzeichnung: Vier Sterne bedeuten −18 °C und erlauben das Einfrieren frischer Lebensmittel, bei einem Stern (−6 °C) hält Tiefkühlware nur wenige Tage. Wer eine separate Gefriertruhe besitzt, fährt mit einem Vollraumkühlschrank ohne Gefrierfach günstiger — der spart je nach Modell 30 bis 50 kWh pro Jahr, weil kein Fach auf −18 °C gehalten werden muss.
Bei Kombigeräten lohnt der Blick auf NoFrost: Die Technik verhindert Eisbildung im Gefrierteil komplett. Das ist mehr als Komfort — schon eine 5 mm dicke Eisschicht erhöht den Stromverbrauch des Gefrierfachs um 15 bis 30 Prozent. Ohne NoFrost musst du ein- bis zweimal im Jahr manuell abtauen, sonst frisst die Eisschicht die Ersparnis des günstigeren Kaufpreises wieder auf.
Lautstärke und Klimaklasse — zwei Angaben, die kaum jemand liest
Die Lautstärke steht auf jedem Energielabel und reicht bei E-Geräten von etwa 35 bis 42 dB. Der Unterschied klingt klein, ist es aber nicht: 10 dB mehr empfindet das Ohr als Verdoppelung der Lautstärke. Steht der Kühlschrank in einer offenen Wohnküche oder neben dem Schlafbereich einer Einzimmerwohnung, lohnt ein Modell unter 38 dB — das entspricht leisem Flüstern.
Die Klimaklasse legt fest, bei welcher Umgebungstemperatur das Gerät zuverlässig kühlt. SN-T deckt 10 bis 43 °C ab, das schmalere N nur 16 bis 32 °C. Für einen Kühlschrank im unbeheizten Keller oder in der Garage ist ein N-Gerät ungeeignet: Fällt die Raumtemperatur unter 16 °C, schaltet der Kompressor seltener ein und das Gefrierfach taut unbemerkt an. Diese eine Zeile im Datenblatt entscheidet also darüber, ob dein Zweitgerät im Winter überhaupt funktioniert.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Was bedeutet die Energieeffizienzklasse E bei Kühlschränken?
E ist eine Klasse der EU-Energielabels und liegt im mittleren Bereich der aktuellen Skala von A bis G. Ein Kühlschrank mit E verbraucht mehr Strom als ein Gerät mit A, B oder C, kann aber je nach Größe und Ausstattung trotzdem passend sein. Achte beim Vergleich immer zusätzlich auf den jährlichen Stromverbrauch in kWh, nicht nur auf den Buchstaben.
Worauf solltest Du beim Kauf eines Kühlschranks der Energieklasse E besonders achten?
Wichtig sind der angegebene Jahresverbrauch, das Nutzvolumen und die passende Bauform für Deinen Haushalt. Ein großes Gerät kann trotz derselben Effizienzklasse im Alltag deutlich mehr Strom brauchen als ein kleineres Modell. Prüfe außerdem Lautstärke, Türanschlag und die Maße, damit der Kühlschrank am Aufstellort wirklich passt.
Lohnt sich bei Kühlschränken eher ein Modell mit No-Frost?
No-Frost spart Dir das manuelle Abtauen und hält die Kühlleistung stabil, verbraucht aber oft etwas mehr Strom als einfache Systeme. Für den Alltag ist das vor allem dann sinnvoll, wenn Du Wartungsaufwand vermeiden willst oder Gefrierteil und Kühlteil häufig genutzt werden. Vergleiche deshalb Komfort und Stromverbrauch zusammen, statt nur auf eine Funktion zu schauen.
Wie entsorgst Du einen alten Kühlschrank richtig?
Kühlschränke gehören nicht in den Hausmüll, sondern müssen als Elektroaltgerät separat entsorgt werden. Viele Wertstoffhöfe und Händler nehmen Altgeräte zurück, oft auch bei Lieferung eines Neugeräts. Vorher solltest Du das Gerät vollständig leeren, abtauen und von der Stromversorgung trennen.
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