Trockner
Beim Trockner entscheidet nicht die Trommelgröße, sondern die Energieeffizienzklasse über deine Stromkosten – ein Wärmepumpentrockner spart hier jährlich zweistellig.
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Trockner im Vergleich und was den Unterschied macht
Der Kaufpreis eines Trockners ist oft der kleinere Teil der Rechnung. Ein Kondenstrockner der Klasse B verbraucht pro Trocknungsgang rund 3,5 kWh, ein Wärmepumpentrockner der Klasse A+++ kommt mit 1,2 bis 1,5 kWh aus. Bei drei Ladungen pro Woche und 35 Cent pro Kilowattstunde sind das über 100 Euro Stromkostendifferenz im Jahr — nach fünf Jahren hat das teurere Gerät den Aufpreis mehr als eingespielt.
Deshalb lohnt sich der Blick auf die Technik vor dem Blick auf den Preis. Kondenstrockner unter 300 Euro wirken günstig, kosten dich aber im Betrieb dauerhaft mehr. Wärmepumpengeräte gibt es ab etwa 400 Euro, die sparsamsten Modelle liegen bei 600 bis 800 Euro.
Wärmepumpe oder Kondensation und wo Abluft noch Sinn ergibt
Die Wärmepumpe arbeitet mit 45 bis 55 Grad Trocknungstemperatur statt 70 bis 75 Grad wie ein klassischer Kondenstrockner. Das schont Wolle, Funktionskleidung und elastische Bündchen spürbar — Textilien halten länger, weil die Fasern weniger Hitze abbekommen. Der Preis dafür: Ein Trocknungsgang dauert 20 bis 40 Minuten länger.
Abluftrockner brauchen einen Mauerdurchbruch oder ein Fenster für den Schlauch und sind fast vom Markt verschwunden. Interessant bleiben sie nur in unbeheizten Kellern unter 10 Grad Raumtemperatur, wo Wärmepumpen an Effizienz verlieren. Kondens- und Wärmepumpentrockner kannst du dagegen in jeden Raum mit Steckdose stellen — der Wasserbehälter fängt die Feuchtigkeit auf, oder du schließt einen Ablaufschlauch direkt an den Siphon an und sparst dir das Leeren komplett.
Fassungsvermögen realistisch einschätzen
Die Kilogramm-Angabe bezieht sich auf trockene Baumwollwäsche — 8 kg Fassungsvermögen entsprechen etwa einer vollen Waschmaschinenladung mit 8 kg Nennkapazität. Wichtig: Für Schontrocknung oder Wolle halbiert sich die zulässige Beladung oft auf 3,5 bis 4 kg, das steht meist nur im Handbuch.
Für einen Zwei-Personen-Haushalt reichen 7 kg, Familien mit Kindern fahren mit 8 bis 9 kg besser, weil Bettwäsche und Handtücher sonst auf zwei Durchgänge verteilt werden müssen. Ein zu großer Trockner ist allerdings kein Fehler: Halb beladen erkennt die Feuchtesensorik den Trocknungsgrad und beendet das Programm früher — moderne Geräte verschwenden dabei kaum Energie.
Lautstärke, Programmdauer und der Aufstellort
Trockner laufen typischerweise mit 62 bis 66 dB — deutlich lauter als Waschmaschinen im Waschgang. Steht das Gerät neben der Küche oder im Flur einer Etagenwohnung, zählt jedes Dezibel: 3 dB weniger empfindet das Ohr als knapp halb so laut. Leise Modelle ab 62 dB findest du auf dem EU-Energielabel direkt ausgewiesen.
Bei der Programmdauer trennt sich Komfort von Sparsamkeit. Das Eco-Programm eines Wärmepumpentrockners läuft 2,5 bis 3,5 Stunden, Kurzprogramme schaffen kleine Ladungen in 40 Minuten — verbrauchen dafür aber pro Kilogramm Wäsche deutlich mehr Strom. Ein Zeitvorwahl-Timer über 24 Stunden lohnt sich, wenn du einen dynamischen Stromtarif hast und nachts günstiger trocknest.
Wartung entscheidet über die Effizienz nach zwei Jahren
Das Flusensieb leerst du nach jedem Durchgang, das kennt jeder. Unterschätzt wird der Wärmetauscher: Bei vielen Wärmepumpentrocknern setzt er sich mit feinen Flusen zu, und ein verstopfter Tauscher verlängert die Trocknungszeit um bis zu 30 Prozent bei gleichzeitig steigendem Verbrauch. Geräte mit selbstreinigendem Kondensator spülen ihn automatisch mit Kondenswasser durch — dieses Ausstattungsmerkmal kostet 50 bis 100 Euro Aufpreis und erspart dir das monatliche Ausbürsten hinter der Wartungsklappe.
Achte außerdem auf den Knitterschutz: Nach Programmende dreht die Trommel in Intervallen weiter, bis du die Wäsche entnimmst — bei guten Geräten bis zu zwei Stunden. Das reduziert Bügelaufwand messbar, vor allem bei Hemden und Blusen, die sonst verknautscht im Trommelboden liegen.
Ein Detail, das im Datenblatt selten auffällt: Die Türöffnung. Bei manchen Modellen lässt sich der Anschlag wechseln, bei anderen nicht. Steht der Trockner rechts neben der Waschmaschine und die Tür öffnet nach rechts, hebst du jede Ladung um die offene Tür herum — geprüft in zwei Minuten, geärgert über Jahre.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wie viel Restfeuchte bleibt nach dem Trocknen und warum ist das wichtig?
Achte auf die Restfeuchte, weil sie bestimmt, wie trocken deine Wäsche am Ende ist. Besonders bei Trocknern mit Feuchtigkeitssensor wird die Trocknung daran angepasst, was Energie spart und Übertrocknen reduziert. Für empfindliche Textilien ist das oft wichtiger als nur die reine Laufzeit.
Was ist der Unterschied zwischen Abluft-, Kondenstrockner und Wärmepumpentrockner?
Ablufttrockner leiten die feuchte Luft nach draußen und brauchen dafür einen passenden Anschluss. Kondenstrockner sammeln das Wasser in einem Behälter, während Wärmepumpentrockner die Wärme stärker zurückgewinnen und meist deutlich sparsamer arbeiten. Wenn du Stromkosten senken willst, ist die Technik deshalb ein wichtiger Kaufpunkt.
Worauf solltest du bei Aufstellung und Belüftung eines Trockners achten?
Der Trockner braucht genug Platz für Luftzirkulation und zum Öffnen der Tür. Stell ihn möglichst auf einen ebenen, festen Untergrund und halte die Lüftungsschlitze frei, damit sich keine Wärme staut. Bei Wärmepumpentrocknern solltest du außerdem den Kondenswasserbehälter oder den Ablaufschlauch regelmäßig prüfen.
Wie pflegst du Flusensieb und Kondensator richtig?
Das Flusensieb solltest du nach jedem Trockengang reinigen, damit der Luftstrom nicht blockiert wird. Den Kondensator oder Wärmetauscher solltest du je nach Modell regelmäßig säubern, weil sich dort Fasern und Staub sammeln können. So bleibt die Trocknungsleistung stabil und der Stromverbrauch steigt nicht unnötig.
Kannst du einen Trockner mit Schuko-Stecker einfach anschließen?
Viele Haushalts-Trockner laufen an einer normalen 230-Volt-Steckdose mit Schuko-Stecker. Bei leistungsstärkeren Geräten oder Sondermodellen solltest du aber die Angaben zum Anschluss prüfen, damit Sicherung und Leitung passen. Wenn du unsicher bist, lohnt sich vor dem Kauf ein Blick in die technischen Daten und im Zweifel eine Elektrofachkraft.
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