Kühlschränke
Nicht die Größe entscheidet, sondern die Nutzinhalts-Aufteilung: Ein günstiger Kühlschrank mit falschen Fächern kostet dich täglich Platz und frische Lebensmittel.
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Kühlschränke im Vergleich und was sie wirklich kosten
Ein Kühlschrank läuft 8.760 Stunden im Jahr — kein anderes Gerät im Haushalt ist ununterbrochen am Netz. Deshalb steht der eigentliche Preis nicht auf dem Etikett, sondern im Datenblatt: Ein Modell der Energieeffizienzklasse C verbraucht rund 100 bis 130 kWh im Jahr, ein Gerät der Klasse F kommt schnell auf 250 kWh und mehr. Bei 35 Cent pro Kilowattstunde macht das etwa 50 Euro Unterschied pro Jahr.
Über die typische Lebensdauer von 12 bis 15 Jahren summiert sich das auf 600 bis 750 Euro — häufig mehr, als das günstigere Gerät beim Kauf gespart hat. Ein Aufpreis von 200 Euro für eine bessere Klasse amortisiert sich damit meist nach vier Jahren.
Nutzinhalt richtig kalkulieren statt zu groß kaufen
Zu große Geräte sind der häufigste Fehlkauf in dieser Kategorie. Als Richtwert gelten 100 bis 140 Liter Kühlvolumen für eine Person plus etwa 50 Liter für jede weitere. Ein Zwei-Personen-Haushalt mit einem 350-Liter-Gerät kühlt dauerhaft leeren Raum — und jeder ungenutzte Liter kostet Strom, ohne etwas zu leisten.
Achte beim Vergleichen auf den Nutzinhalt, nicht auf das Bruttovolumen. Zwischen beiden liegen je nach Bauform 10 bis 20 Prozent, weil Schubladen, Verdampfer und Ablagen Platz beanspruchen. Zwei Geräte mit identischen Außenmaßen können sich innen um 30 Liter unterscheiden.
Eine 0-Grad-Zone lohnt sich, wenn du regelmäßig Fleisch, Fisch oder empfindliches Gemüse lagerst: Bei konstant 0 bis 3 °C halten diese Lebensmittel etwa doppelt bis dreimal so lange wie im normalen Kühlfach bei 7 °C. Wer hauptsächlich Konserven, Getränke und Aufstriche kühlt, zahlt für diese Zone nur Aufpreis ohne Nutzen.
NoFrost, LowFrost oder manuelles Abtauen
Bei Kombigeräten mit Gefrierteil entscheidet die Abtautechnik über den laufenden Aufwand. Schon eine 5 Millimeter dicke Eisschicht im Gefrierfach erhöht den Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent, weil das Eis wie eine Isolierschicht auf dem Verdampfer wirkt. Ohne NoFrost heißt das: zweimal im Jahr komplett abtauen, ausräumen, auswischen.
NoFrost-Geräte verhindern die Eisbildung durch Umluftkühlung vollständig, kosten aber 50 bis 150 Euro mehr und verbrauchen konstruktionsbedingt etwas mehr Strom. LowFrost liegt dazwischen: Der Verdampfer sitzt außerhalb des Innenraums, Eis bildet sich langsamer, Abtauen ist nur noch etwa einmal jährlich nötig. Reine Kühlschränke ohne Gefrierfach brauchen keine dieser Techniken — dort taut die Rückwand automatisch ab.
Lautstärke zählt mehr, als das Datenblatt vermuten lässt
Die Spanne reicht von 34 bis 42 dB — auf dem Papier wenig, im Alltag viel. Denn die Dezibel-Skala ist logarithmisch: 3 dB mehr bedeuten eine Verdopplung der Schallleistung. In einer offenen Wohnküche hörst du ein 40-dB-Gerät abends deutlich, ein 35-dB-Gerät kaum.
Geräte mit Inverterkompressor laufen leiser, weil der Motor die Drehzahl stufenlos anpasst, statt ständig an- und auszuspringen. Genau dieses Anspringen ist das Geräusch, das in ruhigen Räumen stört. Steht der Kühlschrank in einer geschlossenen Küche oder im Hauswirtschaftsraum, kannst du hier ohne Nachteil sparen.
Aufstellort, Klimaklasse und Nischenmaß prüfen
Die Klimaklasse wird fast immer übersehen und ist im unbeheizten Keller entscheidend. Ein Gerät der Klasse N arbeitet nur bei 16 bis 32 °C Umgebungstemperatur korrekt — fällt die Kellertemperatur im Winter darunter, schaltet der Kompressor seltener an und das Gefrierfach taut unbemerkt an. Für kühle Räume brauchst du Klasse SN, die ab 10 °C zuverlässig arbeitet.
Bei Einbaugeräten zählt das Nischenmaß auf den Zentimeter: Standardnischen messen 88, 102, 122 oder 178 cm Höhe. Miss vor dem Kauf nach, denn ein 178er-Gerät passt nicht in eine 177,5-cm-Nische, und Rückgaben ausgepackter Einbaugeräte sind bei vielen Händlern ausgeschlossen. Freistehende Geräte brauchen zusätzlich 5 cm Wandabstand hinten für die Luftzirkulation, sonst steigt der Verbrauch messbar.
Prüfe außerdem, ob der Türanschlag wechselbar ist — bei den meisten Modellen ja, bei manchen Side-by-Side- und Design-Geräten nicht. Ob die alte Türdichtung noch schließt, testest du übrigens mit einem Blatt Papier: Klemmst du es ein und kannst es ohne Widerstand herausziehen, entweicht dort dauerhaft Kälte.
Häufig gestellte Fragen – Alles, was du wissen musst
In dieser Sektion findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, zögere nicht, uns zu kontaktieren.
Wie entsorge ich einen alten Kühlschrank richtig?
Alte Kühlschränke gehören nicht in den Hausmüll. Du kannst sie meist beim Wertstoffhof, über die kommunale Sperrmüllabholung oder beim Händler zurückgeben, wenn du ein Neugerät liefern lässt. Wichtig: Lass das Gerät vorher von Strom trennen und entferne nach Möglichkeit Türdichtungen oder sichere die Tür, damit niemand eingesperrt werden kann.
Welche Energieeffizienzklasse lohnt sich bei Kühlschränken?
Seit der neuen EU-Skala reichen die Klassen von A bis G; A ist dabei am sparsamsten. Für den Stromverbrauch lohnt sich ein Blick auf die kWh-Angabe pro Jahr, weil sie den direkten Vergleich zwischen Modellen erleichtert. Ein etwas teureres Gerät kann sich über die Jahre durch deutlich niedrigere Stromkosten auszahlen.
Was muss ich bei der Einbaubreite von Kühlschränken beachten?
Die Einbaubreite muss zum Nischenmaß in deiner Küche passen, nicht nur zur Gerätebreite. Miss auch Höhe, Tiefe und den Platz für Türöffnung, Scharniere und Belüftung mit ein. Bei Einbaugeräten sind oft ein paar Millimeter entscheidend, damit der Kühlschrank später sauber sitzt und genug Luft bekommt.
Wie pflegst du einen Kühlschrank, damit er hygienisch bleibt?
Reinige Innenraum, Türdichtungen und Ablagen regelmäßig mit warmem Wasser und mildem Reinigungsmittel. Eine Abtauung ist bei vielen Geräten nur bei Modellen ohne NoFrost nötig, dafür solltest du Eisbildung im Blick behalten. Prüfe außerdem das Ablaufloch für Kondenswasser, damit sich keine Gerüche oder Feuchtigkeit stauen.
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